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·30. Juni 2026

Nagelsmann: "Wir hatten einen zu langsamen Spielvortrag"

Artikelbild: Nagelsmann: "Wir hatten einen zu langsamen Spielvortrag"

Die FIFA Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ist für die deutsche Nationalmannschaft nach dem 4:5 nach Elfmeterschießen gegen Paraguay schon nach dem Sechzehntelfinale vorbei. Nach der bitteren Niederlage im Boston-Stadion ordneten Bundestrainer Julian Nagelsmann und seine Spieler die Partie ein. DFB.de hat mitgeschrieben.

Bundestrainer Julian Nagelsmann: In der Kabine ist die Stimmung sehr niedergeschlagen. Jeder ist enttäuscht, dass wir ausgeschieden sind. Paraguay geht mit einer Aktion in Führung und wir haben lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Wir hatten einen zu langsamen Spielvortrag, haben dann irgendwann auf Brechstange umgeschaltet. Wir hatten viele Standards und müssen das Spiel anders regeln, aber das haben wir nicht geschafft.


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Sportdirektor Rudi Völler: Wir sind alle enttäuscht, wir hatten uns mehr ausgerechnet, es war auch mehr drin. Wir waren optimistisch, hatten einen tollen Teamgeist. Die Mannschaft hat gefightet bis zum Umfallen. Mir fehlen ein bisschen die Worte jetzt. Wenn man die letzten drei Weltmeisterschaften nimmt, das ist für ein Fußball-Land wie Deutschland schwer zu ertragen.

Kapitän Joshua Kimmich: Ich kenne Deutschland als Kind vor dem Fernseher, da war immer Halbfinale, Finale. Natürlich will man das auch den Kindern und den Menschen und der jetzigen Generation geben. Fakt ist, dass wir das den Menschen zu Hause nicht geben konnten. Das ist sehr, sehr schade. Dafür müssen wir Verantwortung übernehmen, da darf sich jetzt auch keiner rausnehmen - dafür müssen wir gerade stehen, weil wir Spieler, die auf dem Platz standen, haben das verbockt. Das war nicht der Trainer, nicht die Medien, nicht der Schiedsrichter, auch nicht der Gegner, sondern das waren einzig und allein wir.

Kai Havertz: Ich kann nicht viel sagen, mir fehlen ein bisschen die Worte. Das Einzige, was ich sagen kann, ist Entschuldigung. Wir sind alle enttäuscht, wir hatten uns viel vorgenommen. Jetzt wieder zu enttäuschen, ist kein schönes Gefühl. Es war schwer, Tempo zu kreieren, aber eigentlich hat nicht so viel gepasst, wenn man - bei allem Respekt - gegen Paraguay ausscheidet.

Manuel Neuer: Jeder ist traurig, es wird nicht viel gesprochen in der Kabine. Wir haben zu wenig Torchancen herausgespielt, es war symptomatisch, dass wir durch eine Flanke und Kopfball zurückgekommen sind. Wir hatten zu wenig Durchschlagskraft.

Nadiem Amiri: Ich bin sehr enttäuscht, irgendwie auch schockiert, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass wir so früh ausscheiden. Unser Anspruch war es, weiterzukommen. Im Fußball kann jeder jeden schlagen. Am Ende des Tages war es für Paraguay auch irgendwie verdient, sie haben alles auf dem Feld gelassen.

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