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·19. Mai 2026
Nah dran am Transferrekord: VfL verkauft Lenz an Hoffenheim

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Cajetan Lenz schafft den Sprung in die Bundesliga. Das Eigengewächs des VfL Bochum wechselt für eine Millionensumme zur TSG 1899 Hoffenheim. An der Castroper Straße wird der Transfer mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen.
Am Transferrekord rutscht Cajetan Lenz wohl knapp vorbei. Rund zwölf Millionen Euro soll der VfL Bochum im Sommer 2022 vom FC Southampton für Armel Bella-Kotchap bekommen haben, während die TSG 1899 Hoffenheim nun offenbar zehn Millionen Euro für den 19-jährigen Mittelfeldspieler bezahlt. Bonuszahlungen nicht ausgeschlossen. "Cajetan ist das Paradebeispiel für den Weg, der für den VfL unumgänglich ist", erklärt Fußballdirektor Simon Zoller. "Wir wollen unsere eigenen Talente an die Profis heranführen und sie dort zu Leistungsträgern entwickeln, auch um perspektivisch Transfererlöse erzielen zu können."
Lenz nutzte seine Chance in dieser Saison. Von 2014 bis 2025 wurde der 19-Jährige an der Castroper Straße ausgebildet und erhielt seinen ersten Profivertrag im vergangenen Sommer. Jetzt spült er Millionen in die Kassen des Revierklubs. "Dass er die Ambitionen hat, höchstmöglich zu spielen, war uns bewusst. Wir wünschen ihm nur das Beste und sind uns sicher, dass wir noch viel von ihm hören werden", freut sich Zoller für das Eigengewächs, das in der Bundesliga um einen Stammplatz kämpfen wird.
Echte VfL-Eigengewächse wie Leon Goretzka oder Lukas Klostermann erspielten sich in den vergangenen Jahren eine große Karriere in der Beletage. Vergangenen Sommer zahlte schon Bayer 04 Leverkusen rund zwei Millionen Euro für Tim Oermann, der ebenfalls aus der Bochumer Akademie kommt. Lenz wird der nächste Kandidat in dieser Reihe. "Wir sind stolz auf die Entwicklung, die Cajetan seit der U17 beim VfL genommen hat. Er ist ein perfektes Beispiel für das, was bei uns für Top-Talente möglich ist – nämlich mit der richtigen Einstellung und der entsprechenden Leistung, den Weg aus dem Talentwerk zu den Profis auch in jungen Jahren zu gehen", so VfL-Geschäftsführer Ilja Kaenzig.
Aus sportlicher Sicht sei ein Abgang von Lenz schmerzhaft, erinnerte VfL-Vorstandschef Andreas Luthe an die Leistungen, die der 19-Jährige in 31 Zweitliga-Partien zeigte. Wirtschaftlich konnte Bochum einen Transfer jedoch nicht ablehnen. Nun verabschiedet sich Lenz: "Beim VfL hatte ich bereits im Nachwuchs eine tolle Zeit und hier durfte ich mein erstes Profispiel machen, mein erstes Tor im Ruhrstadion erzielen – das sind Momente, die ich niemals vergessen werde." Aktuell wird der Marktwet von Lenz auf acht Millionen Euro geschätzt. Die Tendenz ist spätestens mit seinem feststehenden Wechsel klar steigend.
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