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·24. September 2026
Nationalmannschaft: Welche neuen Regeln gelten unter Klopp beim DFB? Handyverbot und kein Friseur!

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Pünktlich zum Essen, kein Handy bei der Aktivierung, kein Friseur im Teamhotel: Jürgen Klopp hat der Nationalmannschaft vor seinem Debüt in Amsterdam neue Regeln verordnet. Es geht um Disziplin und Wir-Gefühl, und um eine klare Abgrenzung von der Ära Nagelsmann.

HERZOGENAURACH, DEUTSCHLAND – 22. September 2026: Bundestrainer Jürgen Klopp spricht während des Trainings der deutschen Nationalmannschaft im Homeground mit der Mannschaft. (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
Ausgearbeitet wurden die Neuerungen laut Welt schon im August bei einer Klausurtagung in Blankenhain. In dem Spa- und Golfresort, das ab dem neuen Jahr Trainingsquartier des DFB wird, zog sich Klopp mehrere Tage mit seinem engsten Trainerstab zurück. Die wichtigsten Punkte im Überblick:
Unter Julian Nagelsmann durften die Spieler beim Abendessen nach und nach eintrudeln. Jetzt müssen alle zur festen Zeit am Tisch sitzen. Was nach einer Kleinigkeit klingt, soll das Gemeinschaftsgefühl stärken, das Essen soll ein Ort für Gespräche untereinander sein. Ähnlich gedacht ist das Handyverbot: Wer sich am Spieltag im Fitnessraum aufwärmt oder massieren lässt, soll sich aufs Wesentliche konzentrieren. Unterhaltungen mit dem Nebenmann sind ausdrücklich erwünscht, das Telefon ist in dieser Zeit tabu.
Friseurbesuche im Teamhotel gibt es nicht mehr. Wer auf Dienstreise geht, kann sich vorher die Haare schneiden lassen, wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Auch die Familien sollen nur noch punktuell ins Quartier kommen. Bei der WM 2026 waren sie bei jeder Gelegenheit dabei, Uli Hoeneß hatte das damals als „Betriebsausflug“ verspottet. Die Mannschaft soll sich auf ihr gemeinsames Ziel konzentrieren und im Quartier zu einem Team zusammenwachsen.
Auch auf dem Platz ändert sich viel. Klopp setzt auf Raum- statt Manndeckung und auf das Umschaltspiel, das seine Teams in Mainz, Dortmund und Liverpool geprägt hat. Sein Gegenpressing nennt er seinen „besten Spielmacher“. Für die Verteidigung gilt: alle sind verantwortlich, „Alle. Immer.“ Klopp weiß, dass das Zeit braucht: „Es ist eine Herausforderung, gar keine Frage. Aber Fußballer sind Fußballer, und ballorientiertes Verteidigen ist nicht kompliziert. Bei meinen vorherigen Vereinen haben wir es organisiertes Chaos genannt.“

Jürgen Klopp und sein Trainerteam beim Training der Nationalmannschaft in Herzogenaurach am 21. September 2026. (Foto: SPORT1/Facebook)
Personell hat Klopp bereits Pflöcke eingeschlagen. Marc-André ter Stegen ist die Nummer eins, Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck gelten als Innenverteidiger-Duo, links ist Nathaniel Brown gesetzt. Kapitän Joshua Kimmich kehrt ins Zentrum zurück, daneben kämpfen Aleksandar Pavlović und Felix Nmecha um den Platz. Vorne sollen schnelle Flügelspieler wie Karim Adeyemi und Kevin Schade wirbeln, im Sturmzentrum ist Kai Havertz derzeit ohne Konkurrenz. Wie er seine Spielmacher Jamal Musiala und Florian Wirtz zusammenbringt, bleibt die spannendste Frage.
Klopp kommuniziert dabei geschickt. An einige Dutzend DFB-Legenden schrieb er eine E-Mail: „Ich war als Spieler meilenweit von einer Nominierung entfernt, heute darf ich sie als Bundestrainer selbst vornehmen. Das ist ein großes Privileg, das ich sehr zu schätzen weiß. So wie ich Eure Verdienste gar nicht hoch genug einschätzen kann.“ Wie groß sein Vorschuss ist, zeigt der Fall Deniz Undav: Der Stuttgarter traf bei der WM dreimal und ist trotzdem nicht nominiert, was kaum Diskussionen auslöst. Vor dem Debüt in Amsterdam versprach Klopp: „Ich gehe für die Jungs durchs Feuer.“ Und er erwartet: „Sofort mehr!“
Mit welcher Elf Klopp gegen die Niederlande beginnt, zeigen wir unter Aufstellung Deutschland heute, alle Spieler stehen in unserer Übersicht zum aktuellen DFB-Kader.
Feste Essenszeiten für alle, Handyverbot bei der Aktivierung am Spieltag, keine Friseurbesuche im Teamhotel und nur noch punktuelle Familienbesuche.
Bei einer Klausurtagung im August in Blankenhain, dem künftigen Trainingsquartier des DFB.
Raumdeckung, schnelles Umschalten und intensives Gegenpressing, das er selbst „organisiertes Chaos“ nennt.
Klopp begründete das mit Undavs Fitnesszustand. Der Stürmer hatte bei der WM drei Tore erzielt.







































