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·3. Februar 2026
Nawrocki als Faktor: Hannover bleibt stabil

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·3. Februar 2026

So konnten in den letzten beiden Spielen durch ein überarbeitetes Abwehrverhalten ärgerliche Punktverluste in der Schlussphase vermieden werden. Christian Titz wird die Defensive nochmals eindringlich ins Gebet genommen haben. Und diese Verbesserung trägt definitiv einen Namen: Maik Nawrocki.
Man darf aktuell nur hoffen, dass die Leihgabe von Celtic Glasgow lange fit bleibt, denn in unserer Hälfte macht er den Unterschied. Acht Spiele absolvierte er bislang für 96 – alle ohne Diskussion von Beginn an. Zweimal schaffte er es sogar in das „Team der Woche“ bei Sofascore. Vor allem seine Passschärfe von rund 90 % hebt unser Spiel insgesamt auf ein höheres Niveau. Auch unsere Offensive durfte sich bereits über drei Vorlagen freuen, weitere werden hoffentlich folgen.
Und wo wir gerade bei Sofascore sind:Dort hat sich Enzo Leopold erfolgreich in die Spitzengruppe der Zweitliga-Spieler gekämpft, die monatelang fast ausschließlich von Torhütern dominiert wurde. Er ist aktuell die Nummer zwei der Liga unter den Feldspielern – direkt hinter Bochums Keeper Timo Horn.
Zurück zu Maik Nawrocki: Seine verletzungsbedingte Abwesenheit am Ende der Hinrunde riss eine nicht zu kompensierende Lücke in den Defensivverbund, die schließlich in der viel diskutierten Ergebniskrise gipfelte. Jetzt ist unsere #6 zurück und verleiht der Abwehr deutlich mehr Stabilität. Dabei darf man nicht vergessen, dass er die komplette Wintervorbereitung verpasste und nur individuell trainieren konnte. Die Spiele gegen Düsseldorf und Magdeburg waren also noch nicht einmal seine Bestform. Da geht definitiv noch mehr – da sind wir uns sicher.
Es war ein fundamentaler Fehler vieler Fans, den schwach gestarteten FCM vorschnell auf einen Platz im unteren Tabellendrittel zu reduzieren. Denn laut Formtabelle rangierten die Bördestädter, gemessen an den letzten fünf Spielen, auf Platz zwei. Hannover reiste hingegen als Tabellen-13. an und hoffte auf einen schnellen Turnaround, um wieder oben angreifen zu können. Dieser ist uns in Sachsen-Anhalt nun gelungen.
96 zeigte sich äußerst effektiv, nachdem Magdeburg uns vor allem in der zweiten Hälfte mit rund 60 % Ballbesitz stark unter Druck setzte. Du bekommst den Titz aus Magdeburg – aber den Titz-Ball nicht aus den Köpfen dort. Der 1. FCM spiegelte unsere Spielansätze nahezu perfekt, allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, nicht über die gleiche Kaderqualität wie Hannover 96 zu verfügen. Und mit der direkten Reaktion von Enzo Leopold hatte an der Elbe wohl niemand gerechnet.
Hier zeigte sich zudem eine mentale Weiterentwicklung der Roten: Gegentore werden möglichst schnell beantwortet. Fehler passieren – das gehört im Fußball dazu. Diese Erfahrung musste diesmal der zuletzt etwas überspielt wirkende Noel Aseko machen, als er zentral vor dem eigenen Sechzehner den Ball verlor. Das ist kein Beinbruch, solange man anschließend sofort wieder in den Angriffsmodus schaltet.
Man darf gespannt sein, was bei Hannover 96 in den kommenden Wochen noch möglich ist. Dennoch tun wir gut daran, demütig zu bleiben und weiterhin von Spiel zu Spiel zu denken. Nicht vergessen werden sollte dabei, dass Düsseldorf und Magdeburg weiterhin tief im Tabellenkeller stecken und noch nicht bei 100 % sind. Die ersten echten Gradmesser warten Mitte Februar und Mitte März mit Hertha BSC und dem FC Schalke 04. Wir werden bereit sein.








































