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·16. Juli 2026

Nein, Messi ist nicht der beste Fußballer aller Zeiten - noch nicht

Artikelbild:Nein, Messi ist nicht der beste Fußballer aller Zeiten - noch nicht

Argentinien schlägt England 2:1 und steht am Sonntag gegen Spanien im WM-Endspiel. Warum Messi noch nicht auf einer Stufe mit Pelé und Maradona steht.

Bevor jetzt tagelang Lobpreisungen auf Lionel Messi gesungen werden, weil er die Argentinier gestern Abend erneut ins WM-Finale geführt hat, will ich einmal kurz "Stopp!" rufen. Nein, Messi ist nicht der beste Fußballer aller Zeiten. Noch nicht.


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Denn:

  • Messi hat nicht dreimal die Weltmeisterschaft gewonnen wie Pelé.
  • Messi hat nicht die Spielweise revolutioniert wie Johan Cruyff.
  • Messi hat keine neue Spielposition erfunden wie Franz Beckenbauer.
  • Messi hat keine Ära geprägt wie Diego Maradona.

Richtig ist: Messi ist ein verdammt geiler Fußballer und sicherlich der beste seiner Zeit. Er steht zum dritten Mal seit 2014 in einem WM-Endspiel und half seinem Team mit unglaublichem Siegeswillen durch Krisen gegen Kap Verde und Ägypten.

Das 2:1 im WM-Halbfinale gegen England entlarvt das Muster seiner Mannschaft: Sobald man in Bedrängnis gerät, womöglich in Rückstand, wird die Gangart ruppiger, die Übermacht in der Offensive erdrückend. Vorneweg: Lionel Messi.

Er ist nicht besonders kopfballstark, nicht besonders schnell, schießt lieber links als rechts - aber seine Magie ist überwältigend, seine Ballfertigkeit konkurrenzlos. Seine Flanken: 1a. Irgendwann musste Englands Bollwerk einbrechen.

Für den FIFA World Cup ist Argentiniens Finaleinzug Sonntag gegen Spanien ein Geschenk. Die zurzeit beste Mannschaft trifft auf den zurzeit besten Spieler: Das kapieren sogar die Amerikaner, dass im Metlife Stadium Großes passiert.

Im Verlauf haben ja zu viele Schiedsrichter alles dafür getan, dass der Masterplan aufgeht. Denn das gehört auch zur Wahrheit: FIFA-Präsident Gianni Infantino will, dass die Nordamerika-WM ein Gesicht trägt - Leo Messis Gesicht.

Deswegen müssen wir nicht gleich auf sein Marketing reinfallen und vergessen, dass die Fußballgeschichte schon andere und vielleicht sogar noch größere Helden zur Welt gebracht hat. Nicht nur die vier, die oben in der Liste aufgeführt sind.

Mit einem WM-Sieg (bisher) steht Messi auf einer Stufe mit Lahm und Matthäus. Ja, er ist mit 21 Treffern WM-Torschützenkönig. Aber weil er 32 Spiele brauchte, ist der Schnitt der gleiche wie bei Miro Klose mit 16 Toren, nämlich bei 0,67.

Das alles soll nicht seine Leistung schmälern, er ist und bleibt der entscheidende Faktor in einem Durchschnittsteam wie Argentinien, ein Phänomen des modernen Fußballs. Messi liefert. Aber der beste der Geschichte? Das möchte ich diskutieren.

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