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·30. Januar 2026

Neuanfang in der MLS: Timo Werner und das Abenteuer USA

Artikelbild:Neuanfang in der MLS: Timo Werner und das Abenteuer USA

Vor einem Häuserblock mit Ost-Charme zieht Timo Werner seine neue Arbeitskleidung aus dem Karton. Noch weilt der Ex-Nationalspieler in seiner alten Heimat Leipzig und nicht in Kalifornien, aber dieses Stück Stoff macht ihm schon einmal gehörig Lust auf sein USA-Abenteuer bei den San José Earthquakes.

„Es ist ein schönes Trikot. Wow, ich liebe es“, sagt der 29-Jährige in die Kamera. Wie sich schon seit einigen Wochen angekündigt hat, wechselt Werner in die Major League Soccer (MLS). Und hofft dort auf einen zweiten Frühling.


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Den ersten erlebte Werner zu großen Teilen in Leipzig. 2016 kam der damals 20-Jährige vom VfB Stuttgart nach Sachsen, ein Jahr später folgte die Berufung in die Nationalmannschaft. Danach ging es steil bergauf: der Wechsel zum FC Chelsea, der Champions-League-Sieg, 24 Tore im Deutschland-Trikot und Rekordtorschütze von RB Leipzig mit 113 Treffern in 216 Pflichtspielen.

Werner will jetzt den Neustart

Doch irgendwann folgte der Kipppunkt. Nach seiner Leihe zu Tottenham Hotspur, während der ihm nur drei Treffer gelangen, fand Werner auch nach der aussichtslosen Rückkehr bei RB nicht mehr in die Spur. Im vergangenen Sommer wurde ihm eine Wechselmöglichkeit nach New York angeboten, die er jedoch ablehnte. Gleichzeitig zählte der Angreifer mit einem Jahresgehalt von rund zehn Millionen Euro weiterhin zu den Topverdienern des Klubs.

Nachdem ein Wechsel im Sommer gescheitert war, wurden die Gerüchte um einen MLS-Transfer in den vergangenen Wochen immer lauter – bis am Donnerstag die Bestätigung folgte. Werner unterschreibt in Kalifornien einen Vertrag bis 2028, bleibt aber zunächst noch einige Wochen in Leipzig. Der Grund: Seine Frau erwartet hier das gemeinsame Kind. Die San José Earthquakes starten am 22. Februar gegen Kansas City in die neue MLS-Saison. Werner wird Mitte Februar in die USA reisen.

Von Leipzig bleiben nach schwierigen Wochen und Monaten vor allem warme Worte und all die Erinnerungen. „Dieser Klub, die Fans und die Menschen im Umfeld haben mich geprägt – als Spieler und als Mensch. Das werde ich nie vergessen. Die letzten Monate waren zwar für mich persönlich herausfordernd, aber ich habe viel daraus gelernt und für die Zukunft mitgenommen“, sagte Werner.

Fast sinnbildlich wirkt deshalb die Kulisse seines ersten Fotoshootings im neuen Trikot: vor dem bekannten Schriftzug „Mein Leipzig lob’ ich mir“. Ein letzter Gruß an den Ort, wo alles begann – bevor für Timo Werner nun ein neues, hoffentlich wieder erfolgreicheres Kapitel aufgeschlagen wird.

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