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·21. Mai 2026

Neuer als Nummer 1 zur WM – Zahlen zum Duell mit Baumann

Artikelbild:Neuer als Nummer 1 zur WM – Zahlen zum Duell mit Baumann
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Die Entscheidung ist gefallen – Manuel Neuer (40) vom FC Bayern München wird bei der WM 2026 für Deutschland im Tor stehen. Das gab Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) am Donnerstagmittag bekannt. Doch was sagen die Zahlen im Vergleich zu 1899 Hoffenheims Oliver Baumann (35), der als „1a-Lösung“ bezeichnet wurde?

„Wir haben die drei besten Torhüter des Landes, den Olli, den Alex (Alexander Nübel, VfB Stuttgart, d. Red.) und den Manu kontaktiert“, sagte Nagelsmann am Donnerstag bei der WM-Kader-Bekanntgabe in Frankfurt, „man weiß, welche Qualitäten der Manu hat, was er der Mannschaft geben kann, deswegen ist der verdient dabei, wir planen mit ihm als Nummer eins.“


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Neuer als Nummer 1 zur WM – Zahlen zum Duell mit Baumann

Damit war die Kehrtwende in der Torhüterfrage, die von BILD und Co. schon länger diskutiert wurde, perfekt.

  1. Fast zwei Jahre nach seinem letzten Länderspiel, dem EM-Viertelfinale gegen Spanien (1:2 n. V.) in Stuttgart kehrt Manuel Peter Neuer (40) also zur Nationalmannschaft zurück – obwohl er offiziell zurückgetreten war.

Vorab: Die sportliche Leistung des Manuel Neuer steht für uns nicht zur Diskussion.

  1. Weltmeister 2014 und bester Torhüter der WM-Endrunde in Brasilien, in 51 von 118 Länderspielen ohne Gegentor.

Aber vor den Weltmeisterschaften 2018 und vor der Heim-EM 2024 stand die Frage, ob Neuer, der beide Male aus langen Verletzungspausen kam, spielen könnte, über allem. Sie störte die Vorbereitung der Mannschaft.

Die wichtigsten Fragen um die Rückkehr von Neuer ins Nationalteam blieben am Donnerstag unbeantwortet. So manche Aussage des Bundestrainers dazu kann man glauben, muss man aber nicht.

  1. Zur Wahrheit der Torhüter-Frage in der Nationalmannschaft gehört aber auch, dass Manuel Neuer 2024 bei der EURO im eigenen Land nur in zwei von fünf Spielen ohne Gegentor blieb.

Nationalmannschaft: Wie waren Neuers letzte Turniere?

  • Bei der vorangegangenen WM 2022 in Katar nahm er in drei Vorrundenspielen vier Gegentreffer hin.
  • Am Ende der EURO 2021 (alle deutschen Vorrundenspiele in München) waren es sieben Tore aus vier Spielen.
  • 2018 in Russland (Historisches Vorrunden-Aus für Deutschland als Titelverteidiger) vier Gegentreffer in drei Spielen.

So performte Baumann in der Nationalelf

  1. Oliver Baumann blieb in sechs seiner elf absolvierten Länderspiele ohne Gegentor.
  2. Der Keeper der TSG 1899 Hoffenheim hielt in der glanzlosen WM-Qualifikation vier Mal die Null.
  3. Sein Debüt am 14. Oktober 2024 gegen die Niederlande in München (1:0 / UEFA Nations League) war makellos.

Bundesliga: Diese Statistiken sprachen für Oliver Baumann

  • In der Bundesliga 2025/2026 waren es für Baumann 52 Gegentore, Neuer musste nur 20-mal den Ball aus dem Tornetz holen.
  • 34-mal lief Oliver Baumann für Hoffenheim auf.
  • Neuer kam bei den Bayern nur 22-mal zum Einsatz.
  • Schon allein aufgrund dieser wesentlich höheren Spielzeit kommt der Torhüter aus Sinsheim auf eine höhere Paradenquote (65 Prozent) als Manuel Neuer.
  • 65 Prozent Paradenquote bedeuteten für Baumann in dieser Saison Rang fünf, Neuer folgt mit 61 Prozent.
  • 101 Torschüsse wehrte Baumann in 34 BL-Spielen 2025/2026 ab, Neuer nur 34 (22 Spiele).
  • Geht es um das Entschärfen von Großchancen, so hat Neuer hier 2025/2026 besser performt als Oliver Baumann. Er vereitelte acht Top-Chancen, Quote: 40 Prozent. Der bisherige Nationaltorhüter kommt hier nur auf 33 Prozent (17 Großchancen zunichte gemacht).

Die gravierendste Statistik pro Baumann ist aber diese hier.

  • Ligaweit machte Manuel Neuer ungeachtet der deutschen Meisterschaft die meisten Fehler: 0,32 pro 90 Minuten.
  • Der „Hoffe“-Torhüter kommt auf 0,14 pro 90 Minuten.

Eine Menge an Fakten, sehr viel Pro und Contra, die am Ende zumindest für Baumann wertlos bleiben.

Sicher war die Entscheidung für Julian Nagelsmann nicht leicht, keine Frage. Aber am Ende wirkte sie wie eine choreografierte Boulevard-Kampagne und vor allem war sie eines: Ein DFB-typisches, kommunikatives Desaster.

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