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·13. Mai 2026

Neuer Finanzbericht: Galatasaray hat über eine halbe Milliarde Euro Schulden!

Artikelbild:Neuer Finanzbericht: Galatasaray hat über eine halbe Milliarde Euro Schulden!

Galatasaray-Sportvorstand İbrahim Hatipoğlu hat den Schuldenstand des frischgebackenen türkischen Meisters bekanntgegeben. Demnach sei in den letzten Jahren zwar der Umsatz allgemein deutlich gestiegen, so aber auch die Schulden des Vereins, die sich inzwischen insgesamt auf über eine halbe Milliarde Euro belaufen. 

Im Zuge der aktuellen Generalversammlung von Galatasaray hat sich auch Vorstandsmitglied İbrahim Hatipoğlu vor die Kameras gestellt und einen Einblick in die gegenwärtige Finanzlage der Gelb-Roten gegeben. So stellte der Vertreter den wirtschaftlichen Stand vom 28. Februar 2026 vor und verkündete, dass der allgemeine Umsatz des Vereins sich gut entwickle und, dass man hohe Einnahmen generieren könne. So habe man das jüngste Geschäftsjahr sogar mit einem operativen Gewinn von einer knappen halben Million Euro abschließen können, jedoch sei der über die Jahre angehäufte Schuldenberg noch immer gewaltig.


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Spielergehälter drastisch angestiegen 

Laut dem Finanzbericht sollen die Spielergehälter dem Verein insgesamt etwa 122,3 Millionen Euro pro Jahr kosten, was gegenüber des vorherigen Geschäftsjahres ein Anstieg von satten 36 Prozent darstelle. Die Gehälter von Stars wie Victor Osimhen, Leroy Sané oder İlkay Gündoğan, die im vergangenen Sommer (fest-)verpflichtet wurden, haben das Gehaltsgefüge im Verein noch einmal merklich durcheinandergewirbelt. Dabei muss allerdings festgehalten werden, dass bis zum Februar 2026 gerade einmal etwa die Hälfte der jeweiligen Gehälter der neuen Spitzenverdiener im Klub ausgezahlt wurden. Das bedeutet also, sollten in diesem Sommer nicht wieder teure Spieler verkauft werden, um so die Gehaltskosten zu senken, dass im nächsten Geschäftsjahr der Anstieg sogar noch größer ausfallen würde.

Sommertransfers bislang nur teilweise verbucht 

Neben den deutlich angestiegenen Gehaltskosten wurden auch die Transferkosten des letzten Geschäftsjahres vorgestellt. Die Transferbilanz hätte demnach bei einem Minus von knapp 49 Millionen Euro gelegen. Wer im vergangenen Sommer, wo Galatasaray Rekordsummen in die Hand genommen hat, um Stars wie Victor Osimhen, Wilfried Singo und Uğurcan Çakır zu verpflichten, aufgepasst hat, wird feststellen, dass diese Zahlen auch nicht so ganz stimmen können, da man im vergangenen Sommer insgesamt über 150 Millionen Euro für neue Spieler investiert hatte. Für diese Transfers wurden größtenteils Ratenzahlungen vereinbart, sodass sich die entsprechenden Ausgaben über die verschiedenen Geschäftsjahre verteilen, um liquide zu bleiben und die Bilanzen zu schönen. Offene Verbindlichkeiten sind in den aktuellen Transferbilanzen also noch nicht inkludiert. Trotzdem lägen die bereits verrechneten Transferausgaben 25 Prozent über dem Niveau des vorherigen Geschäftsjahres.

Galatasarays Gesamtverschuldung bei etwa 553 Millionen Euro 

İbrahim Hatipoğlu erklärte, dass die Gesamteinnahmen allerdings von 220 Millionen Euro auf etwa 323 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr angestiegen seien, was einem Anstieg von beinahe 47 Prozent entspräche. Dieses Wachstum sei durch verbesserte Sponsorings, sportlichen Einnahmen, Kauflaune der Fans und internationale Vermarktung zu erklären. Daraus ergäbe sich, eine deutliche finanzielle Verbesserung im operativen Bereich, jedoch sei die Gesamtverschuldung weiterhin extrem hoch. Diese habe demnach am 28. Februar 2026 bei etwa 553 Millionen Euro (29,4 Milliarden TL) gelegen, womit die Verbindlichkeiten allgemein um etwa 29 Prozent angestiegen sein. Dabei betonte Hatipoğlu, dass die noch offenstehenden Transfersummen einen wesentlichen Anteil am Anstieg der Neuverschuldung hätten.

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