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·30. Januar 2026

Neuer-Nachfolger? Kahn betont: Jonas Urbig hat es „sehr schwer“

Artikelbild:Neuer-Nachfolger? Kahn betont: Jonas Urbig hat es „sehr schwer“

Die Torwartfrage beim FC Bayern bleibt eines der spannendsten Themen an der Säbener Straße. Während Manuel Neuer weiterhin die klare Nummer eins ist, rückt mit Jonas Urbig ein möglicher Nachfolger immer stärker in den Fokus. Nun hat sich mit Oliver Kahn eine echte Bayern-Ikone zur Situation geäußert – und dabei sowohl Zuversicht als auch Mahnung formuliert.

Oliver Kahn kennt die besondere Bedeutung der Torwartposition beim FC Bayern wie kaum ein anderer. Zwischen 1994 und 2008 prägte er eine Ära, gewann Titel en masse und setzte Maßstäbe. Auch später, als Vorstandsvorsitzender, hatte er die strategische Verantwortung für den Verein inne. Entsprechend aufmerksam wurden seine jüngsten Aussagen zur aktuellen Torwartdiskussion verfolgt.


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In einer Talkrunde bei Sky äußerte sich der 56-Jährige anerkennend über Jonas Urbig, der zuletzt sowohl in der Bundesliga gegen den FC Augsburg als auch in der Champions League bei der PSV Eindhoven Einsatzzeit erhielt. „Eines ist bei dem Jungen auffällig: Er spielt nicht einfach nur mit, er hält hier und da schon auch überragende Bälle“, stellte Kahn fest.

Auf die direkte Frage, ob er Urbig den Sprung zur Nummer eins beim FC Bayern zutraue, fiel die Antwort unmissverständlich aus. „Ja, absolut!“, sagte Kahn kurz und klar.

Kahn warnt vor historischer Bürde

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Foto: IMAGO

Trotz aller Vorschusslorbeeren blieb Kahn realistisch. Er erinnerte dabei an seine eigene Nachfolge im Jahr 2008 – ein Kapitel, das aus Bayern-Sicht lehrreich war. „Die Vergangenheit zeigt allerdings: Egal, wer nach so einer großen Ära immer gekommen ist, hat es eigentlich nie geschafft“, erklärte der frühere Welttorhüter. Vielmehr habe es stets Übergangslösungen gegeben, bis sich „zwei, drei Jahre später wieder eine neue Figur“ herausgebildet habe.

Aus dieser historischen Erfahrung leitete Kahn eine klare Warnung ab. „Da hat er es statistisch gesehen sehr schwer“, sagte er mit Blick auf Urbig. Gemeint ist die enorme Erwartungshaltung, die zwangsläufig mit der Nachfolge einer Ikone wie Manuel Neuer einhergeht. Gleichzeitig betonte Kahn jedoch: „Aber von seinem Können hat er es drauf.“ Ein Satz, der die Balance zwischen Anerkennung und Realismus perfekt beschreibt.

Urbig sammelt Argumente – Neuer bleibt der Maßstab

Aktuell ist die Rollenverteilung beim FC Bayern klar. Manuel Neuer hält seinen Stammplatz, auch wenn seine Zukunft über den Sommer hinaus noch offen ist. Ob der 39-Jährige seinen Vertrag bis 2027 verlängert, ist bislang nicht entschieden. Genau diese Unsicherheit eröffnet Perspektiven für Urbig, der bereits gezielt Spielpraxis erhält.

Nach einer Unsicherheit gegen Augsburg zeigte Urbig in Eindhoven eine bärenstarke, fehlerfreie Leistung und trug maßgeblich zum 2:1-Auswärtssieg bei. Solche Auftritte sind es, die intern Vertrauen schaffen – und extern Diskussionen anheizen. Dennoch ist allen Beteiligten bewusst, dass der Weg zur dauerhaften Nummer eins beim FC Bayern kein normaler Entwicklungsschritt ist.

Kahns Aussagen bringen diese Gemengelage auf den Punkt. Urbig besitzt die fußballerischen Fähigkeiten, die Mentalität und das Potenzial. Gleichzeitig steht er vor einer historischen Herausforderung, an der schon viele gescheitert sind. Die Nachfolge von Manuel Neuer ist kein gewöhnlicher Generationenwechsel, sondern ein Übergang mit Symbolkraft.

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