Neuer Sportdirektor: Ralf Kellermann über Ziele, Neuzugänge und seine Rolle bei den BVB-Frauen | OneFootball

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·9. Juli 2026

Neuer Sportdirektor: Ralf Kellermann über Ziele, Neuzugänge und seine Rolle bei den BVB-Frauen

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Ralf Kellermann über die erste Kontaktaufnahme:„Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder überlegt, ob ich bis zur Rente in Wolfsburg weitermachen möchte oder ob ich noch mal einen neuen Weg gehen und eine neue Herausforderung annehmen möchte. Es gab auch immer die eine oder andere Möglichkeit, meistens im Ausland. Aber die Anfrage vom BVB war für mich besonders, weil das, was ich in Wolfsburg zu Beginn mitentwickeln konnte, genau hierhin passt, um hier die nächsten Schritte zu gehen und hoffentlich etwas ähnlich Erfolgreiches zu schaffen. Und ich bin gebürtiger Duisburger. Es hat natürlich auch eine Rolle gespielt, dass ich mich im Ruhrgebiet sehr wohl fühle. Die Art und Weise, wie diese Gespräche geführt wurden, hat mir schnell Klarheit gegeben, dass ich das unbedingt machen möchte.“

… die Wochen vor dem offiziellen Start:„Die Monate waren herausfordernd. Ich war bis zum letzten Tag in Wolfsburg aktiv, aber trotzdem konnte ich hier auch schon im Team zusammen mit Svenja (Schlenker, Anm.) und mit Markus (Högner, Anm.) viele Gespräche führen, auch mit den potenziellen Neuzugängen. Die vielen Meetings und Gespräche helfen mir natürlich direkt zum Start.“


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… den Anfang beim BVB:„Erst mal konnte ich mich schon ein paar Monate darauf vorbereiten. Schon vor dem offiziellen Start am 1. Juli war ich in die Planungen für die neue Saison involviert mit vielen Leuten, die um die Mannschaft herum arbeiten. Da hat man schon gemerkt, mit wie viel Enthusiasmus die ganzen Mitarbeiter ans Werk gehen, wie sie für diesen Verein brennen und wirklich alles tun, damit die Mannschaft sich zu 100 Prozent auf Fußball konzentrieren kann. Das ist sehr professionell, beeindruckt mich und macht richtig Lust auf mehr. Und ich bin froh, dass es jetzt wirklich endlich losgeht.“

… mögliche Änderungen an der Arbeitsweise:„Wolfsburg ist in die Saison gegangen, um Titel zu gewinnen, um Meister zu werden. Wir gehen jetzt auch in die Saison, um Meister zu werden und aufzusteigen. Von daher ist es die gleiche Herangehensweise. Man gibt alles, dass die Gruppe zusammen harmoniert, dass die Spielerinnen besser werden, dass wir als Mannschaft besser werden und dass wir die Ziele, die wir uns stecken, erreichen können. Das ist ligaunabhängig.“

… seine Nähe zur Mannschaft:„Ich werde sehr nah dran sein. Mein Schreibtisch wird auch immer da sein, wo die Mannschaft ist. Also jetzt noch im Hoeschpark und dann später in Brackel in unmittelbarer Nähe des Trainerteams. Das ist mir wichtig. Aber ganz klar: Aus dem Sportlichen halte ich mich komplett raus. Was auf dem Platz passiert, ist Sache des Trainerteams. In der Vergangenheit war es immer so, dass Trainer meine Expertise und meine Erfahrung geschätzt haben und das Gespräch mit mir gesucht haben, um meine Meinung einzuholen. Mit Markus wird das genauso laufen. Dann versuchen wir gemeinsam, die richtigen Entscheidungen zu treffen oder Empfehlungen auszusprechen, um die Spielerinnen weiterzubringen.“

… die Neuzugänge:„Alle Spielerinnen haben sich unabhängig von der Liga committed. Das war für uns entscheidend. Wir haben jetzt eine neue Truppe, wir haben eine klare Zielsetzung, wissen aber auch, dass – wenn sieben neue Spielerinnen dazukommen – es erst mal eine Zeit lang braucht, dass wir die Vorbereitung brauchen und vielleicht auch die ersten Saisonspiele, bis alles passt. Das Entscheidende für mich ist, dass alle Neuzugänge menschlich zu den Spielerinnen passen, die da sind. Sie sind offen, sie sind auch ein Stück weit demütig, und es liegt jetzt am Cheftrainer, eine Einheit zu formen. Ich werde ihn da natürlich zu 100 Prozent unterstützen.“Aufgezeichnet von Christina Reinke

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