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·19. Februar 2026
Neuer Zoff: Atalanta boykottierte Bosse-Dinner nach BVB-Spiel

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Borussia Dortmund sorgt nach dem 2:0 gegen Atalanta Bergamo nicht nur sportlich für Schlagzeilen. Wegen des umstrittenen Inacio-Transfers boykottierten die Italiener sogar das offizielle Bosse-Dinner mit dem BVB.
Das sportliche Duell zwischen Borussia Dortmund und Atalanta Bergamo endete mit einem 2:0-Erfolg für den BVB – doch abseits des Rasens eskaliert der Konflikt nun weiter. Rund um das Champions-League-Playoff-Hinspiel ist ein handfester Streit zwischen beiden Klubs entbrannt, der inzwischen mehrere Ebenen erreicht hat: Trainer-Zoff, Transfer-Vorwürfe – und ein demonstrativ abgesagtes Funktionärsessen.
Im Mittelpunkt steht Atalantas Vorstandschef Luca Percassi. Der 45-Jährige ließ das obligatorische UEFA-Mittagessen mit den Dortmunder Verantwortlichen am Spieltag demonstrativ sausen. Hintergrund ist der Wechsel von Nachwuchstalent Samuele Inacio im Sommer 2024, der aus der Jugend der Italiener nach Dortmund gewechselt war.
Percassi erhebt schwere Vorwürfe gegen die Borussia und spricht von einem klaren Fehlverhalten beim Transfer des damals 16-Jährigen. „Es hat an Respekt gemangelt. Es ist bedauerlich, dass ein Verein dieser Größenordnung die Angelegenheit nicht klären will“, erklärte der Atalanta-Boss bei Sky Italia. Besonders deutlich wurde er mit Blick auf die Nachwuchsarbeit seines Klubs: „Dortmund kann nicht einfach kommen und aus Atalantas Jugendakademie stehlen. Das ist eine offene Wunde.“
Konkrete Details, worin genau ein möglicher Verstoß gegen FIFA-Regularien liegen soll, nannte Percassi nicht. Allerdings habe man den Fall bereits dem Weltverband vorgelegt. Aus seiner Sicht sei die Rechtslage eindeutig: „Aus juristischer Sicht sind wir überzeugt, im Recht zu sein.“
Trotz des Boykotts kam es nach Angaben Percassis zu einem Austausch mit Dortmunds Sport-Geschäftsführer Lars Ricken. „Ich habe mich trotzdem mit dem Geschäftsführer von Borussia getroffen und ihm die Situation noch einmal erklärt“, sagte Percassi. In Dortmund selbst gilt Inacio als eines der spannendsten Talente im Klub. Der 17-Jährige rückte bereits in die zweite Mannschaft auf, stand mehrfach im Bundesliga- und Champions-League-Kader und durfte beim 2:0 gegen seinen Ex-Klub zumindest auf der Bank Platz nehmen.

Foto: IMAGO
Auch zwischen den Trainern knisterte es nach dem Abpfiff. Beim Handschlag zwischen BVB-Coach Niko Kovac und Atalantas Trainer Raffaele Palladino wirkte die Stimmung merklich unterkühlt. Kovac zeigte sich anschließend irritiert über die Reaktion seines Gegenübers: „Ich habe ihm meine Hand gegeben. Ich weiß nicht, was er moniert hat. Ich habe das nicht verstanden.“
Zudem wollte der Dortmunder Trainer den Vorwurf, seine Mannschaft habe sich zu häufig beim Schiedsrichter beschwert, nicht stehen lassen. „Das habe ich jetzt nicht so wahrgenommen. Es war ganz normal auf beiden Seiten. Wir sind ja Südländer.“ Warum Atalanta die Angelegenheit rund eineinhalb Jahre nach dem Transfer erneut öffentlich zuspitzt, bleibt unklar.
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