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·17. Juni 2026
Neves-Tor nicht genug: DR Kongo trotz Portugal einen Punkt ab

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·17. Juni 2026

Das erste WM-Spiel am heutigen Mittwoch fand um 19:00 Uhr in Houston statt, wo Portugal und die DR Kongo aufeinandertrafen. Die favorisierten Südeuropäer taten sich über die gesamte Spielzeit überraschend schwer und kamen nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus.
Roberto Martinez, der die Selecao nach dem Turnier verlassen wird, setzte zu Beginn auf ein 4-2-3-1. Der leicht angeschlagene Ruben Dias nahm ebenso wie Rafael Leao und Joao Felix zunächst auf der Bank Platz. Stattdessen bildeten Pedro Neto, Bruno Fernandes, Bernardo Silva und natürlich Cristiano Ronaldo die vier Offensivpositionen.
Die DR Kongo begann in einem 5-3-2-System mit der Doppelspitze Bakambu und Wissa, ließ mit Noah Sadiki allerdings den laut transfermarkt.de wertvollsten Spieler des Kaders zunächst draußen.
Portugal zählt vor dem Turnier zu den großen Favoriten und unterstrich diesen Anspruch zunächst früh. Bereits nach sechs Minuten flankte Pedro Neto scharf ins Zentrum, wo Joao Neves einmal mehr seine erstaunliche Kopfballstärke trotz nur 1,74 Metern Körpergröße unter Beweis stellte und den Ball schulmäßig ins rechte Eck köpfte.
Wer danach allerdings mit einer Machtdemonstration der Portugiesen rechnete, wurde enttäuscht. Die Kongolesen verteidigten sehr konsequent und ließen aus dem Spiel heraus kaum klare Gelegenheiten zu. Portugals einzige weitere nennenswerte Szene entstand in der 18. Minute, als Nuno Mendes nach einem Steckpass von Bruno Fernandes gefährlich vor dem Tor auftauchte.
Ansonsten stand die DR Kongo defensiv sehr stabil und ließ in den ersten 45 Minuten lediglich 0,16 xG zu. Kurz vor der Pause belohnten sich die Zentralafrikaner dann sogar mit dem Ausgleich. Nach einer kurz ausgeführten Ecke fand Masuaku im Strafraum Yoane Wissa, der den Ball per Kopf unter die Latte setzte.
Cristiano Ronaldo wurde bei nahezu jedem Ballkontakt frenetisch gefeiert, konnte dem Spiel in der ersten Halbzeit aber kaum seinen Stempel aufdrücken.
Auch im zweiten Durchgang bestätigte sich zunächst das Bild aus der ersten Halbzeit. Portugal hatte weiterhin deutlich mehr Ballbesitz und versuchte, die DR Kongo tief in deren eigene Hälfte zu drücken. Wirklich zwingend wurde die Selecao dabei jedoch nur selten.
Roberto Martinez reagierte zur Pause und ließ Bernardo Silva in der Kabine. Für ihn kam Francisco Conceicao, der dem portugiesischen Offensivspiel über die Außen mehr Tempo und Tiefgang verleihen sollte.
Nach 55 Minuten jubelte Portugal zwar kurz über die vermeintliche Führung, doch der Treffer zählte nicht. Joao Neves legte auf Joao Cancelo ab, der sehenswert per Fallrückzieher traf, beim Zuspiel allerdings im Abseits stand. Nur zwei Minuten später wackelte die portugiesische Defensive dann selbst bedenklich. Bruno Fernandes verlor im eigenen Strafraum das Duell mit Bakambu, der aus kurzer Distanz jedoch nur den Pfosten traf.
Portugal blieb im Anschluss bemüht, fand gegen die kompakte und leidenschaftlich verteidigende DR Kongo aber kaum klare Räume. Nach rund 70 Minuten kam Cristiano Ronaldo dann zu seinem ersten echten Abschluss. Nach einer Vorlage von Conceicao schoss er allerdings zu weit rechts vorbei, obwohl Bruno Fernandes in dieser Szene wohl den besseren Winkel gehabt hätte. Wenige Minuten später bot sich ein ähnliches Bild, erneut zielte Ronaldo aus aussichtsreicher Position zu ungenau.
Während Portugal zunehmend anlief, blieb die Partie über Konteransätze der Kongolesen offen. Immer wieder gelang es dem Außenseiter, sich mit wenigen Kontakten zu befreien. Besonders gefährlich wurde es nach einem Doppelpass zwischen Bakambu und Sadiki, der die portugiesische Abwehr kurz aushebelte. Der anschließende Abschluss von Bakambu war für Diogo Costa allerdings nicht präzise genug.
So hielt die DR Kongo dem portugiesischen Druck bis zum Schluss stand und durfte sich – ähnlich wie am Montag Kap Verde gegen Spanien – am Ende über einen überraschenden, aber keineswegs unverdienten Punktgewinn freuen.
Die Selecao steht am kommenden Dienstag um 19:00 Uhr gegen Usbekistan schon unter Druck, Kongo will in der Nacht zu Mittwoch erneut überraschen und gegen Kolumbien die nächsten Punkte einsammeln.







































