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·4. August 2026

Newcastle hat Nmecha als Guimarães-Ersatz auf dem Zettel

Artikelbild:Newcastle hat Nmecha als Guimarães-Ersatz auf dem Zettel

Kaum bahnt sich der nächste Star-Abgang bei Newcastle an, steht auch schon der nächste Bundesliga-Nationalspieler auf der Einkaufsliste der Magpies. Dass es ausgerechnet Felix Nmecha treffen könnte, hat dabei eine eigene kleine Vorgeschichte – und passt zu einem Muster, das Newcastle in den vergangenen Jahren bei deutschen Nationalspielern schon mehrfach verfolgt hat.

Ein neuer englischer Interessent für Dortmunds Mittelfeldmotor

Borussia Dortmund muss sich einem Bericht der französischen „L’Équipe“ zufolge auf frisches Interesse aus der Premier League einstellen. Newcastle United hat Felix Nmecha demnach als möglichen Nachfolger für Bruno Guimarães ins Visier genommen. Der Brasilianer wird seit Wochen mit einem Wechsel zum FC Arsenal in Verbindung gebracht – nach Informationen der Zeitung nähere sich eine Einigung zwischen beiden Klubs über rund 90 Millionen Euro ohne Bonuszahlungen, wenngleich zuletzt auch zurückhaltendere Einschätzungen zum Verhandlungsstand aus England kursierten.


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Nach übereinstimmenden Berichten von Yahoo Sports und dem französischen Portal „Foot Mercato“, die sich beide auf dieselbe „L’Équipe“-Meldung stützen, soll Dortmund unterhalb von 120 Millionen Euro derzeit gar nicht erst über einen Verkauf verhandeln wollen.

Newcastle bereitet sich auf den Ernstfall vor

Sollte Guimarães die Magpies tatsächlich verlassen, wollen sie an der Nachbesetzung nicht unvorbereitet sein. Nmecha gilt laut „L’Équipe“ als klar definiertes Ziel für die Zentrale. Konkrete Zahlen zu einer möglichen Ablöseforderung oder zum Stand etwaiger Gespräche mit Dortmund nennt der ursprüngliche Bericht nicht – wohl aber den Hinweis, dass Newcastle die grundsätzlichen Bedingungen des BVB für einen Transfer bereits kenne. Passend dazu berichtete Sky Sports bereits im Juni exklusiv von ernsthaftem Newcastle-Interesse, nachdem ein informelles Arsenal-Angebot für Guimarães zurückgewiesen worden war.

Kein neues Thema für den 25-Jährigen

Ganz neu ist die Verbindung zwischen Nmecha und dem Klub von der Tyne nicht: Laut Sky Sports war der heutige Ex-Trainer Eddie Howe schon 2023 ein erklärter Nmecha-Fan und erwog damals dessen Verpflichtung – entschied sich am Ende aber für Sandro Tonali von AC Mailand. Nmecha selbst wechselte im selben Sommer stattdessen nach Dortmund, wo der BVB rund 30 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg zahlte.

Sein erstes Tor im schwarzgelben Trikot erzielte er ausgerechnet gegen Newcastle in der Champions League im St. James‘ Park – eine kuriose Fußnote angesichts des heutigen Interesses. Nach einer ersten, auch verletzungsbedingt schwierigen Saison steigerte sich der gebürtige Hamburger deutlich und gehörte in der abgelaufenen Spielzeit zu den wichtigsten Spielern im Dortmunder Zentrum – und zu den wenigen deutschen Lichtblicken bei einer insgesamt enttäuschenden WM.

Dortmund hat zuletzt das Gegenteil signalisiert

Dass der BVB Nmecha in diesem Sommer tatsächlich abgeben möchte, galt bislang als wenig wahrscheinlich. Sportdirektor Ole Book erteilte einem Verkauf Ende Mai gegenüber der „Sport Bild“ eine klare Absage und beschrieb Nmecha als einen der besten Mittelfeldspieler Deutschlands mit enormer Bedeutung für das eigene Spiel. Diese Haltung deckt sich mit der Linie, die Geschäftsführer Sport Lars Ricken bereits im März bei Nmechas vorzeitiger Vertragsverlängerung öffentlich vorgegeben hatte, als er ihn als zentralen Baustein der strategischen Kaderplanung bezeichnete.

Eine Ausstiegsklausel mit unklaren Details

Der im März bis 2030 verlängerte Vertrag soll Medienberichten zufolge eine Ausstiegsklausel enthalten, deren genaue Bedingungen bislang aber Spekulation bleiben. Laut „Sport Bild“ könnte sie frühestens 2027 greifen, dann für rund 80 Millionen Euro, ein Jahr später für zehn Millionen Euro weniger. Andere, etwas ältere britische Berichte hatten zuvor von einer einheitlichen Ausstiegsklausel in Höhe von rund 85 Millionen Euro gesprochen – die genaue Struktur der Klausel bleibt also selbst innerhalb der bisherigen Berichterstattung nicht ganz einheitlich. Finanziell wäre Newcastle ohnehin in der Lage, bereits in diesem Sommer eine Summe oberhalb dieser Beträge zu verhandeln – vorausgesetzt, in Dortmund zeichnet sich überhaupt eine grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft ab.

Ein Umbau mit deutscher Handschrift

Der mögliche Vorstoß bei Nmecha würde zu einem größeren Muster passen: Newcastle hatte bereits im vergangenen Sommer für mehr als 70 Millionen Euro den deutschen Nationalstürmer Nick Woltemade vom VfB Stuttgart verpflichtet, um den Abgang von Alexander Isak aufzufangen. Zudem wird im Klub der Cheftrainerwechsel von Eddie Howe zum deutschen Coach Matthias Jaissle erwartet, sodass nur noch die offizielle Verkündung ausstehen soll. Ergänzend ist bei Nmecha ein weiteres Detail interessant: Der gebürtige Hamburger verfügt laut „Foot Mercato“ neben der deutschen auch über die britische Staatsbürgerschaft, was administrativ zusätzlich für einen Wechsel auf die Insel sprechen könnte.

Vom Schnäppchen zum wertvollsten Profi im Kader

Nmechas Marktwertentwicklung spiegelt seine sportliche Entwicklung im schwarzgelben Trikot deutlich wider: Bei seinem Wechsel aus Wolfsburg lag seine Bewertung noch klar unter der damaligen Ablösesumme. Inzwischen wird der Nationalspieler mit 55 Millionen Euro veranschlagt – und ist damit der wertvollste Profi im Kader von Trainer Niko Kovač.

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