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·30. November 2025

''Nicht mehr ins Stadion kommen'': Rassismus-Vorfall bei Dynamo

Artikelbild:''Nicht mehr ins Stadion kommen'': Rassismus-Vorfall bei Dynamo

Eigentlich hätte die Freude bei Dynamo-Coach Thomas Stamm über das 2:1 gegen Fortuna Düsseldorf und dem ersten Heimsieg der Saison groß sein müssen. Dass das jedoch nicht der Fall war, lag neben der schweren Verletzung von Torhüter Lennart Grill auch an einem Rassismus-Vorfall in der Schlussphase.

Iyoha rassistisch beleidigt

84 Minuten waren gespielt, als sich Grill beim Rauslaufen schwer am Knöchel verletzte, auf den Boden zusammensackte und per Trage vom Spielfeld gebracht werden musste. Während des Abtransports des Keepers wartete Düsseldorfs Emmanuel Iyoha an der Seitenlinie, um einen Einwurf auszuführen, wurde dabei jedoch von einem Dynamo-Fan rassistisch beleidigt. Iyoha informierte daraufhin umgehend den Schiedsrichter, der eine Stadion-Durchsage veranlasste und den Vorfall im Spielberichtsbogen vermerkte.


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Als Trainer Thomas Stamm auf der Pressekonferenz über den Vorfall sprach, war ihm die Betroffenheit deutlich anzumerken: "Von mir die Bitte an die Leute, die sowas äußern, nicht mehr ins Stadion zu kommen. Und die drumherum sitzen, bitte so mutig sein, dass man weiß, wer es war. Sowas hat im Fußball und generell in der Gesellschaft gar nichts verloren. Ich bin wirklich fast sprachlos." Eigentlich hätte sich Stamm über den wichtigen Heimsieg gefreut, "aber durch die Verletzung und mehr noch durch die Aktion danach ist die Freude sehr getrübt", sagte der Schweizer. Die SGD muss nun mit einer hohen Geldstrafe des DFB rechnen.

F95 "tief getroffen"

Fortuna Düsseldorf zeigt sich in einem Statement unterdessen "tief getroffen" und verurteilt den rassistischen Vorfall "mit größter Entschlossenheit". Beide Vereine würden geschlossen dafür einstehen, dass Diskriminierung - in welcher Form auch immer - im Fußball keinen Platz habe.

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