Anfield Index
·11. September 2026
„Nicht sonderlich beeindruckt“ – Atlético-Star gegen Liverpool kritisiert

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·11. September 2026

Liverpool bekam an der Anfield Road das gewünschte Ergebnis, doch das beherrschende Thema war nicht das Siegtor. Es war der Umgang mit Alexander Isak und die Reaktion auf ein Foul, das weit eher kalkuliert als unachtsam wirkte. Anerkennung für Freddie Ljungberg bei Viaplay, via Expressen, der klar aussprach, was viele im Stadion ohnehin schon dachten.
Das war eine dieser Europapokalnächte, in denen Atletico Madrid versuchte, das Spiel in den Dreck zu ziehen. Die Partie brachte nur zwei Gelbe Karten hervor, doch wer genau hinsah, konnte die ständige Schärfe erkennen, die kleinen Schubser, Verzögerungen und Sticheleien, die den Rhythmus brechen sollten. Das gehört unter Diego Simeone zu Atleticos Identität, und dafür entschuldigen sie sich nur selten. In Ordnung. Aber es gibt eine Grenze zwischen Abgeklärtheit und Rücksichtslosigkeit.

Foto: IMAGO
Kurz vor der Pause kam Cristian Romero gegen Isak zu spät und traf ihn mit offener Sohle. Der Liverpool-Stürmer ging zu Boden, rappelte sich wieder auf und musste dann wegen der aktuellen Regel, nach der Behandlungen neben dem Feld erfolgen müssen, kurz den Platz verlassen. Das machte ein ohnehin schwaches Defensivverhalten nur noch ärgerlicher.
Ljungberg beschönigte nichts. Er sagte: „Es wäre schön gewesen, wenn Liverpool einen [Patrick] Vieira oder jemanden gehabt hätte, der Romero mit seiner Spielweise hätte zerlegen können. Ich bin davon nicht sonderlich beeindruckt.“ Dann legte er nach: „Ich lebe in England. Ich schaue unglaublich viel englischen Fußball und habe ihn [Romero] bei Spurs gesehen. Das ist kein Unfall. Er macht das absichtlich, und die Schiedsrichter merken es nicht. Ich finde das schade.
„In den guten alten Zeiten hätte er so nicht spielen können. Damals hätte er ordentlich Prügel bezogen.“
Starke Worte, ja, aber keine zufälligen Worte. Romero hat seine Karriere darauf aufgebaut, diese Grenze auszureizen und sie gelegentlich zu überschreiten. Man kann das meinetwegen Wettbewerbsstärke nennen. Andere nennen es das, wonach es oft aussieht: Zynismus.
Wenn ein Spieler wiederholt zu spät in Zweikämpfe geht, Gegner hoch trifft und dann auch noch von einer nachsichtigen Spielleitung profitiert, ist das kein Einzelfall mehr. Es wird zu einem Muster. Deshalb traf Ljungbergs Kritik ins Schwarze. Romeros Vorgeschichte im englischen Fußball prägte den Kontext bereits, und dieses Foul passte ins Bild.
Es war auch deshalb wichtig, weil es Isak traf, einen Stürmer, auf den Liverpool stark angewiesen ist. Es gibt einen Unterschied zwischen hartem Fußball und billigem Kontakt. Das hier gehörte zur zweiten Kategorie. Davide Massa musste eine Entscheidung treffen und wählte die weiche Lösung. Atletico nimmt so etwas jedes Mal mit.
Der erfreuliche Teil für Liverpool war einfach. Sie behielten die Nerven und gewannen das Spiel. Alexis Mac Allister entschied die Partie nach der Pause mit einem überragenden Tor, und damit rückte die Geschichte wieder dorthin, wo sie hingehörte: zum Fußball. Atletico fuhr ohne etwas nach Hause, und das war nur passend.
Wenn es eine größere Erkenntnis gibt, dann die, dass Liverpool sowohl den Wettbewerb als auch den Unsinn darum gut bewältigte. Isak stand wieder auf, machte weiter, und seine Mannschaft holte die Punkte. Atleticos Unsportlichkeiten können Teams aus dem Konzept bringen. Hier funktionierte das nicht. Am Ende ist genau das das klarste Urteil von allen.
Aus der Perspektive eines Liverpool-Anhängers war das zugleich zutiefst nervig und ein wenig komisch. Atletico trat auf wie eine Mannschaft auf geheimer Mission, verschleppte Neustarts, stichelte herum und hoffte, dass der Schiedsrichter alles durchwinken würde. Und fairerweise: Oft genug geschah genau das. Und trotzdem haben sie verloren.
Dieses Foul an Isak trug alle bekannten Merkmale: zu spät, unnötig und anschließend begleitet vom üblichen unschuldigen Schulterzucken. Diesen Film haben wir schon gesehen. Das Amüsante ist, dass Mannschaften, die sich so sehr auf solche dunklen Künste verlassen, immer überrascht wirken, wenn man sie hinterher darauf anspricht. Sie wollen Anerkennung dafür, clever zu sein, aber keine Kritik dafür, zynisch zu sein. So funktioniert das nicht.
Ljungberg sagte das, was viele Fans in weniger druckreifen Worten sagten. Gut so. Der Fußball braucht bei solchen Dingen etwas mehr Ehrlichkeit. Man kann Aggressivität, Intensität und Schärfe bewundern. Man muss nicht hinterhältigen Kontakt bewundern, der als Einsatz verkauft wird.
Am besten war, dass Liverpool die richtige Antwort gab. Kein großes Theater, kein Zusammenbruch, einfach nur ein Sieg. Mac Allister traf, Anfield hatte seinen Spaß, und Atletico fuhr mit leeren Händen nach Hause, nachdem ihre Spielchen absolut nichts gebracht hatten. Daran ist etwas grundsätzlich Komisches. Wenn man schon unangenehm auftritt, sollte man wenigstens ein Ergebnis holen. Das haben sie nicht geschafft.
Quelle: Freddie Ljungberg bei Viaplay
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.







































