"Nichtangriffspakt" mit Greifswald: Aufregung um Lok Leipzig | OneFootball

"Nichtangriffspakt" mit Greifswald: Aufregung um Lok Leipzig | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: liga3-online.de

liga3-online.de

·11. Mai 2026

"Nichtangriffspakt" mit Greifswald: Aufregung um Lok Leipzig

Artikelbild:"Nichtangriffspakt" mit Greifswald: Aufregung um Lok Leipzig

Mit einem 1:1 beim Greifswalder FC hat Lok Leipzig in der Regionalliga Nordost die Tabellenspitze zurückerobert und die Qualifikation für die Aufstiegsspiele weiter in eigener Hand. Ein "Nichtangriffspakt" sorgt jedoch für Aufregung.

Teams stellen Fußballspielen ein

Bereits nach vier Minuten geriet Lok beim Viertletzten der Tabelle in Rückstand und war zu diesem Zeitpunkt nur noch Tabellenzweiter, kam nach 65 Minuten durch Adetula aber zum Ausgleich und sprang dadurch zurück an die Tabellenspitze – punktgleich mit Verfolger Carl Zeiss Jena. Mit einem weiteren Tor hätte Lok den Vorsprung wieder auf zwei Punkte ausbauen können, lief aber gleichzeitig Gefahr, bei einem erneuten Gegentor auf Platz 2 zurückzufallen, wodurch die Sachsen die Meisterschaft am letzten Spieltag nicht mehr in eigener Hand gehabt hätten.


OneFootball Videos


Und so riskierte die Mannschaft von Trainer Jochen Seitz nicht mehr allzu viel. Und weil auch Greifswald mit dem Punkt leben konnte, bedeutete er doch den Klassenerhalt, verständigten sich beide Seiten auf eine Art Nichtangriffspakt und stellten das Fußballspielen ab der 85. Minute ein. Während Greifswald den Ball nur noch durch die eigenen Reihen schob, griff Leipzig nicht mehr an. So liefen die Minuten ohne weitere Ereignisse bis zum Abpfiff herunter.

"Das ist peinlich"

"Das hat mit Sportsgeist wenig zu tun. Das ist peinlich und nicht gut für die Regionalliga Nordost", hieß beim "MDR". Auch in den sozialen Netzwerken gab es teilweise scharfe Kritik. "Wettbewerbsverzerrung", "Beide Teams sollten sich schämen", "Absolut unsportlich!", "Lächerlich", lauteten einige der Kommentare. Lok wehrte sich: "Was ist da lächerlich? Dass wir nach 85 Minuten Pressing und hohem Anlaufen in den letzten fünf Minuten bei Ballbesitz des Gegners nicht mehr mit allem drauf gehen und so vielleicht noch einen Konter kassieren?".

Auch Seitz sagte nach der Partie: "Greifswald hatte Ballbesitz. Wir haben dann keine Veranlassung mehr gesehen, vorne draufzugehen, denn wir wollten kein Risiko eingehen. Und wenn beide mit einem Unentschieden zufrieden sind, ist es absolut legitim, den Punkt mitzunehmen." Greifswald-Coach Björn Lipfert meinte: "Wenn du nicht gewinnen kannst, darfst du nicht verlieren. Das war heute unser Motto. So ist dann der Fußball." Ein Beigeschmack bleibt dennoch.

Impressum des Publishers ansehen