Nichts mit Shopping-Tour: Werder-Dilemma um die Coulibaly-Millionen | OneFootball

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·19. August 2026

Nichts mit Shopping-Tour: Werder-Dilemma um die Coulibaly-Millionen

Artikelbild:Nichts mit Shopping-Tour: Werder-Dilemma um die Coulibaly-Millionen

Bittere Pille für die Werder-Fans: Auf die Nachricht der bevorstehenden Trennung von Abwehrjuwel Karim Coulibaly (90min berichtete) folgte nur wenig später der nächste Nackenschlag samt einer harten Erkenntnis. Denn die große Shoppingtour wird trotz der rund 20 Millionen Euro, die der Coulibaly-Verkauf an Racing Straßbourg in die chronisch leeren Kassen von Werder Bremen spült, nicht stattfinden.

Die Hoffnung auf namhafte Verpflichtungen durch den jüngsten Geldregen wurden durch die Verantwortlichen gleich wieder im Keim erstickt. Das Geld reicht einfach nicht - und das, obwohl die Bremer durch die Verkäufe von Romano Schmid (für 8,5 Mio. Euro zu Frosinone) und Mio Backhaus (für 12 Mio. Euro zum SC Freiburg) bereits zuvor eine ähnlich hohe Summe eingestrichen hatten.


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Fritz will "kreative Lösungen finden"

"Wir müssen die Wirtschaftlichkeit von Werder im Blick haben, daher müssen wir kreative Lösungen finden und können nicht auf große Shoppingtour gehen", wird Sportchef Clemens Fritz vom kicker zitiert. "Wie nahezu alle Klubs unserer Größenordnung leben wir von diesen Transfereinnahmen. Daher werden wir weiter den Weg gehen, junge Spieler zu entwickeln und Werte zu schaffen."

Doch wenn nicht in neue Spieler, wo verschwindet das Geld dann? Ein Teil ist Geldes ist tatsächlich schon geflossen: Für die Ablösen von Karl Hein und Oska Wojcik (je ca. drei Mio. Euro) sowie bei den Transfers von Niclas Füllkrug (90min berichtete), Eren Dinkci, Cedric Itten, Chuki, Kenny Quetant, Alexander Schlager, Dariusz Stalmach und Ludovit Reis, die zwar allesamt ablösefrei waren, aber Handgelder und Beratergebühren kosteten. Einen weiteren großen Teil des Geldes fressen Infrastrukturprojekte, wie der NLZ-Umbau mit dem noch zu bauenden Campus sowie die laufenden Anleihen und Altlasten für das Weserstadion.

Schmid-Verlust? "Im Kollektiv auffangen"

Der Kader von Trainer Daniel Thoiune droht damit bis zum Ende der Transferphase löchrig zu bleiben. Als Ersatz für Romano Schmid im offensiven Mittelfeld wurde zuletzt Cameron Puertas gehandelt, der bereits in der vergangenen Saison leihweise bei Werder spielte. Nach Informationen der Bild soll aber auch dieser Transfer aufgrund der nicht bezahlbaren Forderung von Puertas saudischem Klub Al-Qadsiah (rund 10 Mio. Euro) vor dem Scheitern stehen.

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Peter Niemeyer, Leiter Profifußball beim SVW, auf der Werder-Bank | Stuart Franklin/GettyImages

Peter Niemeyer, Werders Leiter Profifußball erklärte zudem bereits, wie die Bremer ihren ehemaligen Leistungsträger Schmid stattdessen ersetzen wollen. "Sein Fehlen werden wir im Kollektiv auffangen, trotzdem wird unser Spiel auch grundsätzlich ein anderes werden", sagte Niemeyer der Deichstube. "Romano hat unter Daniel Thioune als Linksaußen gespielt, der dann auf die Zehnerposition gezogen ist – jetzt haben wir Spieler mit anderen Qualitäten, was sich bemerkbar machen wird. Nichtsdestotrotz brauchen wir natürlich Klarheit im letzten Drittel aber Spieler wie Samuel Mbangula und Chuki sind in der Lage, genau diese abzurufen."

Und auch auf der Außenverteidigerposition besteht bei Werder noch Handlungsbedarf. Eine Verpflichtung von Yukinari Sugawara, den Werder vergangene Saison vom FC Southampton ausgeliehen hatte, ist dem Vernehmen nach aber ebenfalls nicht umsetzbar - auch mit dem neuerlichen Millionenregen nicht. So hat vorerst weiter Youngster Mick Schmetgens (18) die Chance, sich (anstatt auf seiner angestammten Innenverteidigerposition) auf der rechten Außenbahn zu beweisen.

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