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·2. Mai 2026

"Nichts zu diskutieren": Ferchichi will trotz Abstieg weitermachen

Artikelbild:"Nichts zu diskutieren": Ferchichi will trotz Abstieg weitermachen

Er stand zwar ohnehin schon so gut wie fest, doch seit 15:53 Uhr am Samstagnachmittag ist der Abstieg des TSV Havelse durch die 0:4-Niederlage auch rechnerisch besiegelt. Trotz aller Trauer richtete Trainer Samir Ferchichi die Blicke aber schon wieder nach vorne – und ließ durchblicken, gerne bleiben zu wollen.

Partie binnen sechs Minuten aus der Hand gegeben

Dieses 0:4, es war so etwas wie ein Spiegelbild der Saison des TSV Havelse. Über weite Strecke hielt der Aufsteiger aus der Regionalliga Nord gut mit, präsentierte sich aber in der Defensive viel zu anfällig – und stellt mit nun 81 Gegentoren gar die Schießbude der 3. Liga. "Wir stehen in den ersten 45 Minuten defensiv sehr stabil und haben den Plan sehr gut umgesetzt, bekommen dann in den entscheidenden Aktionen aber zu einfache Gegentore", analysierte Trainer Samir Ferchichi bei "MagentaSport". Nach dem 0:1 in Minute 44 kassierte Havelse in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit noch zwei weitere Gegentreffer und gab die Partie damit binnen sechs Minuten komplett aus der Hand. Ferchichi sprach von einem "desolaten" Abwehrverhalten, ehe die Niederlage mit dem 0:4 kurz nach der Pause endgültig besiegelt war.


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Wie schon 2021/22 geht es für den TSV nach nur einer Saison direkt wieder runter. Knackpunkt ist vor allem die schwache Ausbeute aus den ersten 14 Partien, in denen die Niedersachsen sieglos geblieben waren und damit für ein Novum in der 3. Liga gesorgt hatten. Ferchichi betonte aber, dass seine Mannschaft auch in diesen Partien "immer wieder nah dran" gewesen sei. Doch für Zählbares reichte es meist nicht. Ab dem 15. Spieltag holte Havelse in 22 Partien 27 Punkte – eine Ausbeute, die auf die Saison hochgerechnet zum Klassenerhalt gereicht hätte.

"Werde alles dafür tun, dass …"

Nun geht es in der Regionalliga weiter – und Ferchichi würde gerne bleiben. "Ich bin seit siebeneinhalb Jahren hier Trainer und sehr stark mit der Mannschaft, dem Umfeld und den Verantwortlichen gewachsen." Der 40-Jährige schätzt das gegenseitige Vertrauen, denn einen Vertrag gibt es nicht. Stattdessen zählten der Handschlag und ein "ehrlicher Austausch". Zu diesem dürfte es auch jetzt wieder kommen. "Für mich ist klar, dass ich hier mit anpacken und dabei helfen werde, eine vernünftige Struktur auf die Beine zu stellen", kündigte Ferchichi an. "Ich werde alles dafür tun, dass der TSV Havelse auch nächstes Jahr wieder erfolgreich sein wird und erfolgreich sein kann."

Er sei stolz, Trainer in Havelse zu sein. "Darum gibt es da für mich jetzt grundsätzlich erstmal nichts zu diskutieren. Und dann wird man sehen, was in den nächsten Wochen passiert." Erstmal werde es nun darum gehen, die Saison in den ausstehenden Spielen gegen Schweinfurt und Aachen vernünftig zu beenden. Immerhin: Schon jetzt hat der TSV mehr Punkte geholt als im ersten Drittliga-Jahr. Eine gewisse Entwicklung hat somit stattgefunden. Diese soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden, schließlich haben sich die Niedersachsen das ehrgeizige Ziel gesetzt, 2030 nach fast 40 Jahren in die 2. Liga zurückzukehren.

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