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·11. Juli 2026
Nie mehr 1. Liga? – Saisonrückblick 2011/12

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Mit einer historisch schlechten Saison verabschiedete sich der FCK aus der Bundesliga – bis heute. Ein Rückblick auf den Anfang vom Ende.
Die Ausgangslage
Nachdem der FCK die Vorsaison durch einen überragenden Endspurt noch auf einem starken 7. Platz beendet hatte, war die Hoffnung groß, dass er sich auch in der kommenden Saison aus dem Abstiegskampf heraushalten könne. Doch im Sommer 2011 verlor der FCK zwei elementare Stützen. Ivo Iličević wechselte für vier Millionen zum HSV und Toptorjäger Srđan Lakić schloss sich ablösefrei den Wölfen aus der Autostadt an. Zudem verließen Adam Nemec und Jiří Bičák im Winter den Verein ablösefrei.
Im Sommer war Itay Shechter der Königstransfer. Für 2,5 Millionen Euro wechselte er von Hapoel Tel Aviv zum FCK. Weitere Transfers in diesem Sommer sind unter anderem Sandro Wagner, der von Werder Bremen ausgeliehen wird, sowie Richard Sukuta-Pasu und Konstantinos Fortounis, der für 250.000 Euro von Asteras Tripolis kommt.
Der Kader
Im Tor startet der junge Kevin Trapp als Nummer eins in die Saison. Er hatte bereits zum Ende der Vorsaison Tobias Sippel aus dem Tor verdrängt. In der Viererkette herrschte selten die gewohnte Kontinuität. Einzig Florian Dick war gesetzt. In der Innenverteidigung war es ein Dreikampf zwischen Rodnei, Amedick und Abel. Auf der linken Seite duellierten sich Bugera und Jessen um den Stammplatz. Im Winter verließ Amedick den FCK und wechselte zu Eintracht Frankfurt. Für ihn kam Ariel Borysiuk für 2 Millionen Euro.
Im zentralen Mittelfeld spielten meist Kirch und Tiffert, etwas offensiver oder auf dem Flügel Pierre de Wit. Auf der Außenbahn wurden ebenfalls Sahan, Sukuta-Pasu und Julian Derstroff eingesetzt. Meistens spielte der FCK mit einer Doppelspitze, bestehend aus Itay Shechter und wahlweise Dorge Kouemaha oder Sandro Wagner.
Der Saisonverlauf
Der FCK startete holprig in die Saison. Nach der Auftaktniederlage gegen Bremen folgten zwei Unentschieden gegen Augsburg und Köln. Als daraufhin noch zwei weitere Niederlagen gegen die Bayern und Gladbach folgen, wird die Luft am Betzenberg zum ersten Mal dünner. Am 6. Spieltag folgt endlich der erste Saisonsieg gegen Mainz. Nach einem frühen Rückstand durch Choupo-Moting dreht der FCK dank eines Eigentors von Bo Svensson und Treffern von Shechter und Tiffert die Partie.
Doch die Freude währte nur kurz, denn der FCK verlor die nächsten beiden Spiele gegen Wolfsburg und Stuttgart. Schon am 8. Spieltag war klar: Es hakt in der Offensive. Lediglich fünf Tore in den ersten acht Spielen. Ein Trend, dem man kurzzeitig mit zwei Siegen gegen Schalke und Freiburg entgegenwirken kann – doch über die gesamte Saison gesehen wird die Offensive zum Hauptproblem der Roten Teufel.
Die gute Nachricht: Von Spieltag 11 bis 19 verliert man nur zwei Spiele. Die schlechte: Man gewinnt kein einziges. Der FCK gewinnt zu selten und spielt zu oft unentschieden. Auch in den nächsten sieben Spielen schafft es das Team unter Marco Kurz nicht, ein Spiel zu gewinnen, sodass der FCK nach dem 26. Spieltag die Reißleine zieht. Nach der 1:4-Niederlage gegen Draxler, Raúl und Co. muss Marco Kurz gehen. Für ihn kommt Krassimir Balakov.
Wirklich krass ist allerdings nur der Fehlstart, den Balakov hinlegt. Fünf Niederlagen am Stück bringen den FCK Stück für Stück an den Abgrund. Ausgerechnet am 32. Spieltag, als der FCK nach 22 Spielen mit einem 2:1-Sieg gegen Hertha wieder einen Sieg einfahren kann, ist der Abstieg des FCK auch rechnerisch besiegelt. Damit steigt der FCK mit 23 Punkten und lediglich 24 Toren ab und spielt die historisch schlechteste Bundesligasaison. Ein Vorgeschmack auf die kommenden Jahre.
Die Treffpunkt-Betze-Awards der Saison:
Spieler der Saison: Florian DickTor der Saison: Julian Derstroff gegen LeverkusenTrikot: Heim: 7/10 | Auswärts: 6/10Lichtblick der Saison: FCK-Torwartschule Wahrscheinlichkeit, nach dem dritten Bier über die Mannschaft zu schwärmen: 0%
Quelle: Treffpunkt Betze
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