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·13. März 2026

"Noch nie so eine Situation gehabt": Dotchev glaubt an das Wunder

Artikelbild:"Noch nie so eine Situation gehabt": Dotchev glaubt an das Wunder

Angesichts von acht Punkten Rückstand und einer deutlich schlechteren Tordifferenz gegenüber dem 1. FC Saarbrücken droht dem SSV Ulm der zweite Abstieg in Folge. Trainer Pavel Dotchev hat die Hoffnung auf die Rettung aber noch längst nicht aufgegeben und glaubt vor dem Spiel gegen Ingolstadt (Sonntag, 19:30 Uhr) daran, ein Wunder schaffen zu können.

"Sind wir in der Pflicht, etwas zurückzugeben"

Es waren klare Botschaften wie "Außer Reichert könnt ihr alle gehen", die sich die Mannschaft am vergangenen Samstag nach der Niederlage in Schweinfurt von den mitgereisten Fans anhören musste. Trainer Pavel Dotchev hatte im Nachgang Verständnis für den Unmut gezeigt. "Jetzt sind wir in der Pflicht, den Fans etwas zurückzugeben", sagte er am Freitag bei der Spieltags-Pressekonferenz. "Wir können nicht erwarten, dass uns die Fans immer bedingungslos unterstützen, wenn wir sie immer wieder enttäuschen."


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Genau das war in den letzten Wochen der Fall. Entsprechend fordert Dotchev im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt am Sonntagabend eine Reaktion. Konkret in Form von drei Punkten. Angesichts der aktuellen Lage ist ein Sieg ohne Frage Pflicht. Schließlich liegt der SSV bereits acht Punkte und 18 Tore hinter den Nicht-Abstiegsplätzen. Manch ein Fan hat sich bereits mit dem Abstieg abgefunden, Dotchev hingegen noch lange nicht.

"Warum soll man jetzt aufgeben?"

"Die Hoffnung ist natürlich da, denn im Fußball passieren immer wieder Wunder. Warum soll man jetzt aufgeben? Das ist keine Option." Ulms Coach verwies darauf, dass noch 30 Punkte zu vergeben sind. Mehr als die Hälfte dieser Zähler wird es allerdings brauchen, um nicht abzusteigen. Dotchev steht diesbezüglich vor der größten Herausforderung seiner Trainerlaufbahn: "Ich habe noch nie so eine Situation gehabt wie jetzt in Ulm." Bei anderen Stationen hätten seine Maßnahmen immer gegriffen, beim SSV dauere alles "viel zu lange".

Dabei waren die Spatzen zu Beginn der Rückrunde bereits auf einem guten Weg, mussten dann aber wieder Rückschläge einstecken. "Wir hätten ganz locker fünf oder sechs Punkte mehr haben können. Dann hätten wir eine ganz andere Ausgangslage", rechnete Dotchev vor. Allein mit einem Sieg in Schweinfurt hätte der SSV den Rückstand zum rettenden Ufer auf fünf Zähler verkürzen können. Die Realität sieht jedoch anders aus.

Dotchev von Schwarz-Aus "sehr überrascht"

Um die Mannschaft nach der Pleite in Schweinfurt wieder aufzubauen, sei es im Training unter der Woche auch um Spaß und Freude gegangen. Über das Erzielen von Toren sollte das Team, das zu Beginn der Woche "sehr geknickt" gewesen sei, außerdem zu Erfolgserlebnissen kommen. Dotchev bezeichnete die Maßnahme als "absolut wichtig", forderte aber gleichzeitig, "dass wir das jetzt auch auf dem Platz umsetzen müssen". Dass der SSV und Sportchef Stephan Schwarz ab sofort getrennte Wege gehen, habe Dotchev indes "sehr überrascht", soll auf die Mannschaft aber keine Auswirkung haben. "Der Fokus liegt auf dem Spiel", betonte der Deutsch-Bulgare.

Schließlich handele es sich um ein "enorm wichtiges" Spiel, sodass er sich auch "überhaupt keine Gedanken" dazu mache, künftig womöglich als Sportdirektor in Ulm zu arbeiten. "Ich bin Trainer und möchte das auch durchziehen." Nicht zur Verfügung stehen gegen einen Gegner, der Dotchev zufolge "sehr gradlinig" spiele und damit wie ein Zweitligist agiere, neben den Langzeitverletzten auch Felix Vater (Innenbandverletzung) sowie Dennis Chessa (Wunde am Sprunggelenk). Wie und ob die Fans das Team unterstützen werden und ob Ulm tatsächlich einen ersten Schritt Richtung Wunder macht, wird sich dann am Sonntagabend zeigen.

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