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·21. Juli 2026
Nübel geht, Laimer bleibt: Bayerns doppelte Sommer-Logik

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Der eine kam 2020 als designierter Neuer-Erbe und verlässt München nach vier Pflichtspielen. Der andere kam 2023 als Mittelfeld-Alternative und wird nun bis 2029 gebunden. Zwei Personalien, ein Muster: Max Eberl räumt auf – nach klarer Rechnung.
Sechs Jahre stand Alexander Nübel beim FC Bayern unter Vertrag. Die Bilanz: vier Pflichtspieleinsätze. Jetzt ist der Abschied endgültig – der 29-Jährige wechselt fest zu Beşiktaş Istanbul und unterschreibt dort einen Dreijahresvertrag bis 2029. Beide Klubs haben den Transfer offiziell bestätigt.
Nach Sky-Informationen kassiert München 6,5 Millionen Euro Ablöse, durch Boni können weitere fünf Millionen dazukommen. Der Haken an der Rechnung: Nübel soll eine millionenschwere Abfindung erhalten – sein üppig dotierter Vertrag, von rund elf Millionen Euro Jahresgehalt war stets die Rede, wäre ohnehin noch bis 2029 gelaufen. Für Bayern ist der Deal damit weniger Gewinnmitnahme als Bilanzbereinigung.
Sportlich endet eine Karriere-Konstruktion, die nie funktioniert hat. 2020 ablösefrei von Schalke geholt, als Nachfolger von Manuel Neuer aufgebaut – und dann von der Realität überholt: Neuer blieb, Nübel ging. Erst zwei Jahre leihweise nach Monaco, zuletzt zum VfB Stuttgart, wo er insgesamt 49 Pflichtspiele absolvierte und sich in den Kreis der Nationalmannschaft spielte. Drei Länderspiele stehen inzwischen zu Buche, bei der WM in Nordamerika gehörte er zum deutschen Kader. Eberl verabschiedete einen „sehr guten Torhüter“ – höflich, korrekt, endgültig.
Während Nübel seine Koffer packte, saß Konrad Laimer am Montag mit seiner Familie in der Geschäftsstelle an der Säbener Straße. Das Ergebnis: Der ursprünglich bis 2027 laufende Vertrag des Österreichers wurde vorzeitig bis zum 30. Juni 2029 verlängert. Künftig soll Laimer inklusive Boni auf über zehn Millionen Euro brutto pro Jahr kommen.
Dem Abschluss ging ein monatelanges Tauziehen voraus, das zwischenzeitlich sogar Ehrenpräsident Uli Hoeneß auf den Plan rief. „Laimer arbeitet unheimlich viel für das Team. Aber er ist eben nicht Maradona“, stichelte der bei DAZN in Richtung der ursprünglichen Gehaltsforderungen – und legte nach, Laimers Wertigkeit sei hoch, „aber eben kein Harry Kane“. Laut Sport1 schaltete sich Hoeneß Ende Mai dann persönlich in die Gespräche ein. Mit Erfolg, wie sich zeigt.
Dass Bayern trotz der Reibereien keinen Millimeter vom Spieler abrückte, hat sportliche Gründe. Aus dem Mittelfeldmann, der 2023 ablösefrei aus Leipzig kam, ist unter Vincent Kompany ein Außenverteidiger geworden, der beide Seiten bespielen kann – 47 Pflichtspiele, drei Tore und neun Vorlagen allein in der Double-Saison. Eberl lobte in der Vereinsmitteilung: „Verlässlichkeit auf Top-Niveau hat seinen Namen.“ Laimer selbst erklärte: „Für mich ist etwas sehr Besonderes, im Trikot des FC Bayern aufzulaufen.“

Foto: Getty Images
Die beiden Personalien gehören in denselben Kontext. Nach den teuren Verpflichtungen der WM-Fahrer Nathaniel Brown (55 Millionen) und Ismael Saibari (50 Millionen) braucht Eberl Einnahmen – neben Nübel wurden bereits Daniel Peretz und Jonah Kusi-Asare für zusammen rund 14 Millionen Euro verkauft, für die Leihrückkehrer Palhinha, Zaragoza und Boey werden Abnehmer gesucht. Wer geht, muss Geld bringen oder Gehalt freimachen. Wer bleibt, muss ins System passen – und zwar zu Bayerns Konditionen, nicht zu den eigenen. Laimer hat das am Ende akzeptiert. Nübel hatte diese Wahl nie.
Nach Sky-Informationen erhält der FC Bayern 6,5 Millionen Euro, durch Bonuszahlungen können bis zu fünf weitere Millionen hinzukommen. Nübel unterschreibt in Istanbul einen Vertrag bis 2029.
In sechs Jahren kam Nübel auf lediglich vier Pflichtspieleinsätze für die erste Mannschaft – alle in seiner ersten Saison 2020/21. Danach war er an die AS Monaco und den VfB Stuttgart ausgeliehen.
Laimers Vertrag wurde vorzeitig bis zum 30. Juni 2029 verlängert – das alte Arbeitspapier wäre 2027 ausgelaufen. Mit Boni soll er künftig auf über zehn Millionen Euro brutto pro Jahr kommen.
Streitpunkt war das Gehalt: Laimers ursprüngliche Forderungen waren der Klubführung zu hoch, Ehrenpräsident Uli Hoeneß kommentierte den Poker öffentlich. Ende Mai soll sich Hoeneß laut Sport1 persönlich eingeschaltet haben, ehe die Einigung gelang.
Der gelernte Mittelfeldspieler hat sich unter Vincent Kompany als Außenverteidiger etabliert und kann rechts wie links spielen. In der abgelaufenen Double-Saison absolvierte er 47 Pflichtspiele mit drei Toren und neun Vorlagen.







































