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·18. August 2026

Nur minimal wie Mourinho? Real verzichtet wohl auf Bernabéu-Show der Neuzugänge

Artikelbild:Nur minimal wie Mourinho? Real verzichtet wohl auf Bernabéu-Show der Neuzugänge

Real Madrid bricht in diesem Sommer offenbar mit einer langjährigen Tradition. Die Königlichen sollen auf die großen Präsentationen ihrer Neuzugänge verzichten – und das ausgerechnet in einem Transferfenster, in dem mit Yan Diomande der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte getätigt wurde.

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Bilder wie bei der Präsentation von Kylian Mbappé wird es in diesem Sommer scheinbar nicht geben – Foto: Getty Images


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Normalerweise werden neue Real-Spieler im Estadio Santiago Bernabéu vor tausenden Fans präsentiert – oder zumindest auch mal im halb-öffentlichen Rahmen auf dem Trainingsgelände in Valdebebas – und stellen sich anschließend den Fragen der Medien. Nur allzu gern erinnern sich Madridistas an den frenetischen Empfang, den man Cristiano Ronaldo oder Kylian Mbappé entgegenbrachte. In diesem Sommer soll es dazu allerdings nicht kommen. Wie unter anderem die MARCA berichtet, plant Real Madrid stattdessen diskrete, private Termine mit Präsident Florentino Pérez.

Die ungewöhnliche Maßnahme betrifft demnach nicht nur die Neuzugänge auf dem Rasen. Auch José Mourinho, der neue Trainer der Königlichen, erhielt keine klassische Präsentation, sondern wurde jetzt am Dienstagmittag erst nachträglich intern vorgestellt. Gleiches soll für die sechs Sommer-Neuzugänge gelten – darunter eben auch Yan Diomande. Ausgerechnet der Ivorer hätte eigentlich allen Grund für eine große Bühne. Mit einer Ablösesumme von rund 125 Millionen Euro ist der 19-Jährige der teuerste Transfer in der Geschichte von Real Madrid, doch statt Bernabéu-Atmosphäre erwartet Diomande nun wohl ein deutlich ruhigerer Empfang. Die Termine sollen im kleinen Kreis und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, also auch ohne Pressekonferenz. Der Klub sieht einen schlichten und familiären Rahmen vor, weshalb neben Pérez lediglich Familienmitglieder und engste Vertraute dabei sein dürfen.

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Mourinho (l.) wurde am Dienstag nur minimal vorgestellt, inklusive Vertragsunterschrift bis 2029 – Foto: realmadrid.com

Die Entscheidung dürfte vor allem organisatorische Gründe haben, da die Königlichen nach der langen Weltmeisterschaft vor wenigen Tagen ihr letztes Testspiel absolvierten und sich mitten in der Saisonvorbereitung befinden. Zudem soll der Fokus voll und ganz auf den bevorstehenden LaLiga-Auftakt bei Espanyol (Samstag, 21:30 Uhr) gelegt werden. Gleichzeitig soll die familiäre Atmosphäre dazu beitragen, dass sich die neuen Spieler möglichst schnell in das Mannschaftsgefüge integrieren. Für die Anhänger der Blancos bedeutet der Kurswechsel allerdings den Verzicht auf spektakuläre Präsentationen, sodass selbst ein Rekordtransfer wie Diomande in diesem Sommer also offenbar ohne die sonst übliche königliche Inszenierung in Madrid willkommen geheißen wird. Das passt zur königlichen Strategie, kommunikativ immer mehr kontrollieren zu wollen, so boykottiert der Klub seit langer Zeit nach LaLiga-Patzern die Spieler-Interviews. Auch die Anzahl an Pressemitteilungen ist weniger geworden, und das nicht nur bei manchen Verletzten, sondern auch bei den nie öffentlich gewordenen Verlängerungen von Ferland Mendy und Thibaut Courtois. Die Transparenz und Offenheit verringert sich und auch generell agiert der Klub immer verschlossener – unangenehme Fragen sind unerwünscht. Zumindest lässt sich bei diesen ausbleibenden XL-Präsentationen auch sagen: weniger Show, mehr Arbeit. Und trotzdem passt es auch ins Bild eines Klubs, der immer mehr selbst kontrollieren und weniger abgeben will.

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