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·1. Juli 2026
Österreich vs. Spanien: Kann das ÖFB-Team die nächste WM-Sensation liefern?

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·1. Juli 2026

Am 2. Juli trifft Österreich im WM-Achtelfinale auf Spanien – und kaum jemand gibt dem ÖFB-Team eine Chance. Aber genau das könnte die größte Stärke von Ralf Rangnicks Mannschaft sein. Nach dem Ausscheiden von Deutschland, der Niederlande und dem Beinahe-Aus von Brasilien ist klar: Diese WM 2026 kennt keine sicheren Favoriten mehr.
Österreich hat sich diese Runde verdient. Das 3:3 gegen Algerien war kein Zufallsergebnis – es war ein Beleg dafür, dass das ÖFB-Team in der Lage ist, auf absolutem WM-Niveau zu spielen. Dreimal lag Österreich zurück, dreimal glich man aus. Dieser Charakter, diese Mentalität – das ist das Fundament, auf dem Rangnick aufgebaut hat.
Rangnicks Pressing-System ist seit Jahren das Markenzeichen dieser Mannschaft. Österreich läuft dem Gegner früh an, provoziert Fehler im Aufbau und schaltet blitzschnell um. Genau das könnte Spanien Probleme bereiten: Die Mannschaft von Luis de la Fuente liebt den Ball, baut tief auf und spielt kurze Pässe – ein Einladung für Österreichs aggressives Anlaufen.
Marcel Sabitzer ist das Herzstück des österreichischen Mittelfeldpressings. Der Bayern-Profi ist einer der komplettesten Mittelfeldspieler Europas: Er verteidigt intensiv, trägt den Ball nach vorne und trifft wichtige Tore. Wenn Sabitzer einen guten Tag hat, ist Österreich für jeden Gegner unangenehm.
Vorne lauert Marko Arnautovic – routiniert, körperbetont und mit dem nötigen Killerinstinkt im Strafraum. Mit 36 Jahren spielt der Inter-Stürmer seine letzte WM, und er lässt es nicht verkümmern. Sein Erfahrungsvorsprung könnte in K.o.-Spielen zum entscheidenden Faktor werden.
Spanien ist das spielerisch stärkste Team der WM. Yamal auf der rechten Seite ist mit 17 Jahren der wohl aufregendste Fußballer des Turniers. Pedri und Zubimendi kontrollieren das Mittelfeld, Morata verwandelt im Strafraum. Spanien hat in keinem Spiel schwach gewirkt – und gewinnt Bälle meist so früh zurück, dass der Gegner kaum zur Entfaltung kommt.
Doch es gibt Muster, mit denen man Spanien aus dem Konzept bringen kann. Sehr hohes Pressing, schnelle Konter über die Seiten, Standards. Österreich hat all das im Repertoire. Die entscheidende Frage ist: Hält die Defensive an einem schwierigen Abend?
Für Österreich wäre ein Einzug ins Viertelfinale die größte Leistung der Nationalmannschaft seit dem legendären dritten Platz bei der WM 1954. Ralf Rangnick hat eine Generation von Spielern geformt, die glaubt – an sich selbst, an das System, an die Möglichkeit. Das 3:3 gegen Algerien hat das eindrucksvoll bewiesen.
Spanien ist Favorit. Aber im Fußball 2026 bedeutet das nicht mehr viel. Österreich hat eine Chance – und die wird genutzt werden.







































