Offene Abrechnung auf YouTube – Buruk kritisiert TFF-Boss Haciosmanoglu: „Er hat eine Galatasaray-Antipathie“ und spricht über Acun Ilicali sowie den 102-Punkte-Rekord! | OneFootball

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·18. Juni 2026

Offene Abrechnung auf YouTube – Buruk kritisiert TFF-Boss Haciosmanoglu: „Er hat eine Galatasaray-Antipathie“ und spricht über Acun Ilicali sowie den 102-Punkte-Rekord!

Artikelbild:Offene Abrechnung auf YouTube – Buruk kritisiert TFF-Boss Haciosmanoglu: „Er hat eine Galatasaray-Antipathie“ und spricht über Acun Ilicali sowie den 102-Punkte-Rekord!

Nach einer geschichtsträchtigen Spielzeit hat sich der Erfolgsgarant des türkischen Rekordmeisters mit bemerkenswerten Worten an die Öffentlichkeit gewandt. In einem ausführlichen Interview auf dem populären YouTube-Kanal 343 Digital zog der Chefcoach von Galatasaray, Okan Buruk, eine tiefgründige Bilanz der abgelaufenen Saison. Neben sportlichen Analysen zur historischen Rekordmeisterschaft sparte der 52-jährige Übungsleiter dabei nicht mit brisanter Kritik an der Verbandsspitze und reagierte gewohnt dünnhäutig, aber bestimmt auf die anhaltenden Diskussionen um sein eigenes Funktionsteam sowie die Qualitäten einheimischer Trainer.

Der historische 102-Punkte-Rekord und die Champions-League-Belastung

Der Gewinn der Meisterschaft im permanenten Fernduell mit dem Erzrivalen Fenerbahce forderte der Mannschaft physisch wie psychisch alles ab. Dass am Ende trotz einer beispiellosen Punktejagd des Konkurrenten der Titel in Florya gefeiert werden konnte, liegt laut dem Coach an der mentalen Stärke seines Kaders in den entscheidenden Wochen.


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„Manchmal denken die Leute: ‚Das Team hat 99 Punkte erzielt, wie konnte es damit nicht Meister werden?‘ Das liegt schlicht daran, weil wir 102 Punkte geholt haben. Wenn der Schwung des Gegners nachlässt, können wir von Zeit zu Zeit das Tempo verlieren. Aber mit 102 Punkten haben wir in der Saison, in der wir Meister geworden sind, kontinuierlich die Gänge verbessert. Ich denke, das ist die härteste Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Zusätzlich zur enormen Intensität in der Süper Lig haben wir schließlich auch noch zwölf schwere Champions-League-Spiele bestritten“, bilanzierte Buruk sichtlich stolz.

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Die phasenweisen Leistungseinbrüche innerhalb der Spielzeit führt der Ex-Nationalspieler primär auf den vollgepackten Terminkalender zurück. Man könne sich schlicht nicht auf jeden Gegner auf dem exakt gleichen Niveau vorbereiten. Er fügte hinzu: „Wenn wir zehn Spiele gegen eine Mannschaft wie Australien bestreiten würden, würden wir acht davon klar gewinnen! Manchmal treten solche Ergebnisse im Fußball eben auf. Es ist aller Ehren wert, dass eine Mannschaft, die in der Champions League in einem so intensiven Tempo agiert, in der Liga nie entscheidend an Boden verloren hat.“

Klare Worte zu Acun Ilicali und der Umgang mit öffentlicher Kritik

Auch die verbalen Giftpfeile, die im Laufe des Titelrennens aus der Führungsetage des Konkurrenten abgefeuert wurden, lassen den Meistertrainer nachträglich kalt. Angesprochen auf die Sticheleien von Fenerbahce-Funktionär Acun Ilicali zeigte sich der Coach versöhnlich, aber bestimmt.

„Ich glaube, Acun Ilicali bedauerte seine getätigten Aussagen während der Amtszeit von Fenerbahce bereits wenig später. Ich hege absolut keinen Groll gegen irgendjemanden, an so etwas muss ich mich in meinem Alltag nicht festhalten“, gab sich der Galatasaray-Coach betont gelassen.

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Foto: IHA

Gleichzeitig verteidigte er sich gegen die fortwährende Kritik der Medien an der Arbeit seines Trainerstabs und den wiederkehrenden Rufen nach ausländischen Konditionstrainern. Wer beim Spitzenklub an der Seitenlinie steht, müsse mit diesem Druck umgehen können.

„Es besteht kein Grund zur Verärgerung, nur weil man ständig kritisiert wird. Wenn du der Galatasaray-Trainer bist, wirst du unweigerlich kritisiert. Wenn du damit mental nicht klarkommst, darfst du hier schlicht kein Coach sein. Unser Trainerteam wird oft kritisiert, aber in dieser Saison haben wir mehr als 50 Pflichtspiele erfolgreich bestritten. Natürlich ist nicht alles perfekt und wir können uns immer weiter verbessern. Es wird oft gefordert, dass ausländische Konditionstrainer kommen sollen. Fenerbahce hat ebenfalls mit einem ausländischen Trainerstab gearbeitet; darum geht es im Kern überhaupt nicht. Türkische Trainer sollten in der Öffentlichkeit nicht permanent unterschätzt werden. Wichtig ist nicht, ob ein Trainer Türke oder Ausländer ist, sondern einzig und allein, wie er seine tägliche Arbeit auf dem Platz verrichtet“, unterstrich der Coach vehement.

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Zukunft am Bosporus und eine scharfe Breitseite gegen den TFF-Präsidenten

Bezüglich seiner vertraglichen Situation räumte der Erfolgscoach sämtliche Zweifel an einem Verbleib umgehend aus dem Weg. Ein Abschied aus Istanbul steht für ihn trotz internationaler Begehrlichkeiten absolut außer Frage, da das Gesamtpaket beim türkischen Rekordmeister weltweit seinesgleichen suche.

„Ich habe einen festen Deal für ein weiteres Jahr unterzeichnet. Ich habe zu keinem Zeitpunkt eine andere Suche angestrebt. Jeder im Umfeld weiß ganz genau, dass ich hier weitermachen werde. Die unbeschreibliche Atmosphäre im Galatasaray-Stadion, die enorme Anzahl der Zuschauer, die extreme Leidenschaftlichkeit des Publikums, die aktuelle Kaderstruktur und das uneingeschränkte Vertrauen unseres Präsidenten Dursun Özbek in mich – all das kann ich auf der ganzen Welt kein zweites Mal finden“, schwärmte der Trainer von seiner aktuellen Wirkungsstätte.

Weniger diplomatisch zeigte sich Okan Buruk hingegen beim Thema Verbandspolitik. Zum Abschluss des Interviews schoss der Coach eine unmissverständliche und scharfe Breitseite in Richtung des amtierenden TFF-Präsidenten Ibrahim Haciosmanoglu ab. Nach Ansicht des Übungsleiters agiere das Oberhaupt des türkischen Fußballverbandes voreingenommen gegenüber den Istanbuler „Löwen“. Er erklärte abschließend kurz und vielsagend, dass praktisch alle jüngsten Entscheidungen und Abgänge des TFF-Präsidenten gegen Galatasaray gerichtet gewesen seien und dieser eine spürbare Antipathie gegen den Verein hege.

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