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·3. März 2026
Offiziell: DFL beschließt neue U21-Liga und Kaderkostenregel

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Auf der DFL-Mitgliederversammlung wurden zwei maßgebliche Entscheidungen für zukünftige Strukturen im Profifußball getroffen. Die 36 Vereine der Bundesliga und der 2. Bundesliga stimmten für eine neue U21-Liga sowie für eine Kaderkostenregel ab der Saison 2026/27.
Deutschland bekommt eine eigene U21-Liga. Darauf einigten sich die 36 Profiverein, sodass künftig die entsprechenden Nachwuchsmannschaften der beiden höchsten Spielklassen nach dem Vorbild der englischen Premier League in einem neuen Wettbewerb gegeneinander antreten. Eine Expertengruppe um Jürgen Klopp (RB Leipzig), Markus Krösche (Eintracht Frankfurt), Andreas Bornemann (FC St. Pauli), Jochen Sauer (FC Bayern), Andreas Rettig (DFB), 2014er-Weltmeister Sami Khedira und DFL-Geschäftsführer Dr. Marc Lenz sowie Zweitliga-Sportchef Joti Chatzialexiou (1. FC Nürnberg) erarbeiteten gemeinsam eine Empfehlung, die eng mit der DFL-Kommissionen abgestimmt wurde.
Die Teilnahme an der U21-Liga ist freiwillig und soll das bestehende Ligensystem ergänzen. Das bedeutet, dass bereits bestehende Zweitvertretungen weiterhin in der 3. Liga, Regionalliga oder darunter befindlichen Ligen antreten dürfen. "Eine Top-Nachwuchsentwicklung ist ein wichtiger Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Bundesligen", erklärt DFL-Geschäftsführer Lenz. "Allerdings sind die Ergebnisse im Nachwuchs- und Übergangsbereich in den vergangenen Jahren nicht ausreichend. Unzureichende Spielzeit für Talente ist einer der durch Experten und Kommissionen identifizierten Gründe."
Mit der neuen U21-Liga sollen Talente mehr Spielpraxis unter Wettbewerbsbedingungen sammeln können. Die Altersgrenze soll zwischen 16 und 21 Jahren liegen, auch bis zu vier ältere Spieler sollen eingesetzt werden können, "um sowohl junge Talente gezielt zu fördern als auch beispielsweise verletzten Spielern nach längeren Pausen die Rückkehr in den Spielbetrieb zu erleichtern". Die fußballerische Ausbildungszeit, die bislang bis zum U19-Bereich gängig war, wird dadurch grundsätzlich verlängert. Zur Kostenminimierung werden Spiele der U21-Liga ohne Zuschauer ausgetragen.
Eine zweite Entscheidung trafen die Profivereine bezüglich einer neuen Kaderkostenregel, die - genauso wie die U21-Liga - zur Saison 2026/27 eingeführt wird. Einstimmig legten sich die Klubs fest, dass der Lizenzspieleretat in Zukunft nicht 70 Prozent der relevanten Einnahmen übersteigen darf. Die "finanzielle Stabilität der Klubs, Muttervereine und damit des gesamten Ligaverbands" sollen damit "langfristig und nachhaltig" gesichert werden, wie auch Liga-Präsident Hans-Joachim Watzke betonte.
"Deutsche Profiklubs wirtschaften im internationalen Vergleich sehr rational. Dass es bislang nur selten zu Problemen mit den hohen Anforderungen der finanziellen Lizenzierungskriterien kam, unterstreicht den Erfolg des Systems und die Professionalität in den Bundesligen", erklärt der ehemalige BVB-Boss - und mahnte gleichzeitig: "Es ist zugleich notwendig, die Finanzregularien weiter zu schärfen." Mit Einführung der Kaderkostenregel geht ein abgeschwächstes Sanktionssystems einher, das zur Saison 2028/29 vollständig greifen sollte. Bei Verstößen drohen Geldstrafen, Punktabzüge und Spielberechtigungssperren. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Vereine im internationalen Vergleich soll nicht beeinträchtigt werden.
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