Ohne Alaba, ohne Arnautović, ohne Sabitzer: Rangnicks Neuanfang beginnt mit einer Serie, die er nicht verlieren darf | OneFootball

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·24. September 2026

Ohne Alaba, ohne Arnautović, ohne Sabitzer: Rangnicks Neuanfang beginnt mit einer Serie, die er nicht verlieren darf

Artikelbild:Ohne Alaba, ohne Arnautović, ohne Sabitzer: Rangnicks Neuanfang beginnt mit einer Serie, die er nicht verlieren darf

Linz. Es ist die erste Länderspielphase nach der Weltmeisterschaft, und für Österreich fühlt sie sich an wie ein Kapitelwechsel. David Alaba ist vereinslos und nicht nominiert. Marko Arnautović ist zurückgetreten. Marcel Sabitzer pausiert. Christoph Baumgartner ist verletzt. Vier Spieler, die den österreichischen Aufschwung der vergangenen Jahre getragen haben, fehlen gleichzeitig – und Ralf Rangnick muss damit vier Spiele in elf Tagen bestreiten.

Das erklärte Ziel hat er trotzdem nicht zurückgeschraubt: Aufstieg in die Liga A.


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Die Ausgangslage

Österreich spielt in Gruppe B3 gegen Israel, Irland und den Kosovo – und gilt dort als Favorit. Im März 2025 war der Aufstieg aus Liga B im Play-off gegen Serbien gescheitert, 1:3 nach zwei Spielen. Israel kommt aus der Gegenrichtung: 2024 aus Liga A abgestiegen, in der WM-Qualifikation gescheitert, aber mit einer Offensive, die auffällt – gegen Italien fielen in einem Spiel neun Tore.

Die Nations League hat für Österreich eine zweite Funktion, die Rangnick betont: Sie ist Wegbereiter für die EM 2028. Entsprechend ernst nimmt der Teamchef den Wettbewerb, auch wenn er umbauen muss.

Was die WM hinterlassen hat

Sportlich war das Turnier ein Erfolg mit Nachgeschmack. Österreich erreichte erstmals in diesem Jahrtausend die Endrunde und überstand die Gruppenphase – 3:1 gegen Jordanien, 0:2 gegen Argentinien, 3:3 gegen Algerien. Im Sechzehntelfinale war Spanien beim 0:3 eine Nummer zu groß. Rangnick hat die Turnierbilanz anschließend ausgesprochen kritisch bewertet, trotz des historischen Einzugs in die K.-o.-Runde.

Die Zahlen seitdem: drei Spiele ohne Sieg, ein Unentschieden, zwei Niederlagen. Davor hatte Österreich zwölf Spiele lang nur eine Partie verloren. Es ist die längste sieglose Serie seit der letzten Nations-League-Kampagne.

Die Heimserie, die alles zusammenhält

Ein Wert spricht klar für Rangnicks Mannschaft: Seit 14 Heimspielen ist Österreich ungeschlagen – elf Siege, drei Unentschieden, in fünf dieser Siege mindestens drei eigene Tore. Es ist die Bilanz, auf die sich der Teamchef in einer Phase des Umbruchs stützen kann. Zwei der ersten beiden Spiele dieser Länderspielphase finden zu Hause statt, in Linz und in Wien.

Wer stattdessen spielt

Rangnick hat 27 Spieler nominiert, darunter sechs ohne Länderspiel: die Torhüter Lukas Jungwirth (LASK) und Christian Zawieschitzky (Salzburg), die Verteidiger Felix Bacher (Lyon) und Nikolas Veratschnig (Salzburg), dazu Christoph Lang (LASK) und Vasilije Marković (Austria Wien). Neun Spieler des Kaders waren bei der WM nicht dabei.

Drei Rückkehrer stechen heraus, und alle drei spielen in Deutschland: Maximilian Wöber und Junior Adamu vom FC Schalke 04 sowie Marco Grüll von Werder Bremen. Wöber hatte vor zwei Wochen in der 13. Minute der Nachspielzeit das 3:1 bei Union Berlin erzielt, Adamu in derselben Partie erstmals in der Startelf gestanden. Schalke hat in acht Tagen dem FC Bayern die Null abgerungen und Union auswärts geschlagen – Rangnick hat zugeschaut.

Überhaupt ist der Kader eine Bundesliga-Auswahl mit ÖFB-Wappen: 14 der 27 Spieler stehen bei deutschen Erstligisten unter Vertrag, darunter Konrad Laimer (Bayern), Nicolas Seiwald (Leipzig), Philipp Lienhart (Freiburg), Carney Chukwuemeka (Dortmund) und Michael Gregoritsch, der am vergangenen Samstag mit seinem 38. Bundesliga-Tor für Augsburg einen Vereinsrekord aufstellte.

Der Gegner mit Salzburg-Vergangenheit

Israel bringt einen Spieler mit, den österreichische Fans gut kennen: Oscar Gloukh, jahrelang Spielmacher bei Red Bull Salzburg, organisiert das israelische Offensivspiel. Die Duelle beider Nationen waren zuletzt regelmäßig torreich – in den vergangenen vier Begegnungen fielen 23 Tore, jedes Mal trafen beide Mannschaften. Die Gesamtbilanz ist knapp: sechs österreichische Siege, drei israelische, vier Remis, 26:25 Tore.

Was die vier Spiele entscheiden

Nach Israel folgt am Sonntag der Kosovo in Wien, dann Irland auswärts und der Kosovo in Pristina. Vier Spiele in elf Tagen, wie sie auch Deutschland und die Türkei bestreiten – der neue FIFA-Kalender hat die Länderspielfenster zusammengelegt. Für Rangnick heißt das: Rotation ist Pflicht, und genau deshalb hat er mit 27 Spielern und vier Torhütern einen ungewöhnlich breiten Kader berufen.

Der Aufstieg in Liga A wäre der greifbare Ertrag. Wichtiger dürfte dem Teamchef sein, was er selbst zur Vorbereitung gesagt hat: Die Einheiten müssten „Heavy-Metal-mäßig intensiv“ werden. Es ist die Sprache eines Trainers, der nach einer WM mit gemischtem Ausgang lieber am Prozess arbeitet als an der Tabelle.

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