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·28. August 2026

OL: „Zu wenig Biss“, „gehemmt“... Lyon wieder zu passiv im Topspiel

Artikelbild:OL: „Zu wenig Biss“, „gehemmt“... Lyon wieder zu passiv im Topspiel

Es war kein Abend, um nachlässig zu sein oder es am Einsatz fehlen zu lassen. Dennoch hat sich OL gegen Fenerbahçe erneut selbst ins Bein geschossen, weil die Mannschaft in den ersten 30 Minuten viel zu passiv war.

Die gleichen Probleme wiederholen sich in den entscheidenden Momenten der Saison viel zu oft, als dass es ein Zufall sein könnte. Am Mittwoch ging es für OL um mehr als nur um eine einfache Teilnahme an der Ligaphase der Champions League. Ein Sieg war auch nötig, um die Lage eines Klubs zu verbessern, der finanziell am seidenen Faden hängt. Nach dem beruhigenden, ja sogar überzeugenden Auftritt in der Türkei (1:1) dachte man, dass diese Mannschaft, angetrieben von mehr als 55.000 Fans, von Beginn an die geforderten Zutaten auf den Platz bringen würde. Doch beim Start in die Partie war genau das Gegenteil der Fall.

Man weiß, dass Tyler Morton und seine Mitspieler die Duelle nicht gerade zum Brennen bringen. Nein, Olympique Lyonnais ist vielmehr auf Ballbesitz ausgerichtet. Das Ziel ist es, sich in der gegnerischen Hälfte festzusetzen und geduldig die Lücke zu suchen, mit diesem Streben nach Balance und Kontrolle. Gut, das ist eine taktische Grundentscheidung. Aber wenn der Gegner sich nicht einfach überrollen lässt, wie es bei den Istanbuler im Rückspiel der Fall war, wird es sofort deutlich schwieriger, das Geschehen zu beherrschen. Und dann wirkt diese Wahl wie eine sehr vorsichtige Strategie, zu vorsichtig.


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OL, eine zu „nette“ Mannschaft

Im Übrigen räumte Corentin Tolisso das nach dem Schlusspfiff selbst ein. „Ich dachte, wir hätten uns verbessert, wir wären reifer geworden und hätten an Erfahrung gewonnen. Gleich zu Beginn hat man gesehen, dass wir gehemmt waren, wir haben kaum etwas versucht“, stellte der Kapitän fest. „Wir müssen in dieser Hinsicht schnell lernen und wachsen, ich an erster Stelle, ich nehme mich da ausdrücklich mit hinein. Das sind entscheidende Termine, und manchmal entscheidet sich so etwas im Kopf, und da waren wir in der ersten Halbzeit nicht da.“

Mit dem Ball ist die Mannschaft aus dem Rhône-Gebiet zu schulmäßig, und ohne Ball ist sie zudem extrem „nett“. Vor allem in den Zweikämpfen hat sie den Kampf gegen ihren Rivalen klar verloren. Und das ist sehr oft ein K.-o.-Kriterium. „Bei so einem Spiel muss man 90 Minuten lang konzentriert sein. Es gab zwei Momente, in denen uns die Aggressivität gefehlt hat, vor allem auf den Außenbahnen beim ersten Tor. Wir verhindern die Flanke nicht, und beim zweiten können wir es auch besser machen“, bedauerte Paulo Fonseca mit Blick auf die Ecke in der 29. Minute, die Archie Brown erfolgreich verwertete. „In so einer Partie macht genau das den Unterschied: Wenn du Fehler machst, ist das tödlich.“

Das Kopfballspiel, die große defensive Schwäche der Mannschaft

Die Außenverteidiger haben in diesem Punkt enttäuscht, auch wenn es beim Führungstreffer vor allem eine Frage der schlechten Staffelung des Blocks war, um Oğuz Aydın unter Druck zu setzen. Aber was soll man zu Abner sagen? Zu Beginn der Aktion setzt er sich zwar noch gut gegen Mason Greenwood durch, wird danach aber von Vedat Muriqi regelrecht überrumpelt. Der kosovarische Mittelstürmer setzte sich zudem bei langen Befreiungsschlägen regelmäßig gegen Moussa Niakhaté durch und ermöglichte seinen Mitspielern so, sich zu befreien. Bei der entscheidenden Ecke wird auch Ainsley Maitland-Niles mangels Einsatz von seinem Gegenspieler dominiert.

Beim Lesen dieser Zeilen fällt auf, dass das Luftduell, ein Bereich, in dem man den Ball entschlossen attackieren muss, die Schwachstelle von OL ist. „Wir haben die erste Halbzeit verpasst. Es gibt zwei Aktionen, in denen wir passiv sind, das führt zum 0:2 und kostet uns die Qualifikation“, stellte Sportdirektor Matthieu Louis-Jean nüchtern fest. „Das ist eben auch Spitzenniveau. Auf der anderen Seite stehen talentierte Spieler.“ Sein Kader ist nicht unbedingt weniger „talentiert“ als der von Fenerbahçe, aber der Gegner erlaubte sich eben nicht so viele Nachlässigkeiten.

Welche Profile können in den Zweikämpfen mehr Biss bringen?

Danach wurde es besser, aber beim Stand von 0:2 war der Schaden bereits angerichtet. Die Lyoner waren nicht weit von einem Comeback entfernt, mit einem Pfostenschuss, einem Treffer von Malick Fofana und zwei weiteren aberkannten Toren, doch heute bleibt ihnen nur noch das Nachsehen. Spieler wie Zachary Athekame, Nicolas Tagliafico, Mads Bidstrup,oder auch Kaïl Boudache und Pavel Šulc scheinen in der Lage zu sein, genau diese griffige Seite einzubringen, die in der ersten halben Stunde am Mittwoch gefehlt hat. Ein wesentlicher Aspekt, um endlich nicht mehr die Spiele zu verlieren, die am meisten zählen.

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🇫🇷 kannst du hier lesen.

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