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·21. Mai 2026

#OnThisDay: RB Leipzig gewinnt erstmals den DFB-Pokal

Artikelbild:#OnThisDay: RB Leipzig gewinnt erstmals den DFB-Pokal

Es gibt Nächte im Fußball, die sich nicht wie ein Spiel anfühlen und nicht einfach mit einem Ergebnis enden. Nächte, in denen jede Minute schwerer wird, jeder Zweikampf größer wirkt und ein ganzes Stadion den Atem anhält. Der 21. Mai 2022 war exakt so eine Nacht.

Im Berliner Olympiastadion sollte etwas geschehen, worauf RB Leipzig seit vielen Jahren hingearbeitet hatte.


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Doch Geschichte schreibt sich selten leicht – unsere sollte keine Ausnahme bilden.

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Das Drama von Berlin

Denn bevor Peter Gulácsi nach einem hochdramatischen Finale gegen den SC Freiburg (5:3-Sieg n. E.) erstmals in der RBL-Geschichte den DFB-Pokal in den Berliner Nachthimmel recken durfte, mussten wir einen steinigen Weg gehen.

Vorausgegangen waren nämlich nicht nur zwei verlorene Endspiele 2019 und 2021, sondern auch ein nervenaufreibender Spielverlauf gegen den SCF. Erst mit dem 1:1 durch Christopher Nkunku in der 78. Minute in Unterzahl – Marcel Halstenberg sah in der 57. Minute die Rote Karte – wendete sich das Blatt.

Angetrieben von 30.000 mitgereisten Fans wuchsen die Roten Bullen über sich hinaus und behielten im Elfmeterschießen die Nerven.

Und als Ermedin Demirović den Ball vom Punkt nur ans Aluminium setzte, war es plötzlich vorbei. Oder vielmehr hatte es gerade erst begonnen. In die rot-weiße Jubeltraube mischten sich Schreie, Ungläubigkeit und Tränen der Freude.

Womit wir wieder bei Pete wären. Denn als unser Keeper die Trophäe überreicht bekam, war klar: Wir haben unseren Platz im deutschen Spitzenfußball endgültig gefunden.

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Eine Stadt im Ausnahmezustand

Unser erster Titel elektrisierte ganz Leipzig. Nach einer langen Nacht in Berlin, unter anderem nahm Emil Forsberg den Pokal mit ins Bett, ging es für unser gesamtes Team am Sonntagmittag ins Alte Rathaus. Oberbürgermeister Burkhard Jung begrüßte Team und Verantwortliche im Festsaal, wo sich alle ins Goldene Buch der Stadt eintrugen.

"Für die Seele der Menschen dieser fußballverrückten Stadt ist das ganz toll. Ich bin sicher, das ist der Beginn von etwas Größerem", betonte der heute 68-Jährige und ergänzte: "Das ist für die Stadt eine Erfolgsgeschichte."

Vom Rathausbalkon jubelten unsere Jungs – die meisten inzwischen mit Sonnenbrille, denn der wenige Schlaf hinterließ seine Spuren – den etwa 15.000 RBL-Anhängern anschließend auf dem Marktplatz zu, um sich danach im Party-Truck in Bewegung zu setzen. Ziel: die Festwiese.

Oliver Mintzlaff richtete dabei noch eine Botschaft nach außen: "Wir sind da, sind titelreif und gehen auch nicht mehr weg!"

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Von der Festwiese nach Ibiza

Vor der Red Bull Arena wartete schließlich der Höhepunkt des Tages: Rund 35.000 Menschen feierten ihre Helden beim Fanfest. Gemeinsam wurde auf der XXL-Bühne unter anderem „We Are the Champions“ gesungen. Leipzig hatte nicht nur einen Pokalsieger empfangen – die Stadt hatte einen historischen Augenblick gemeinsam erlebt.

Für die Mannschaft ging der Feier-Marathon noch weiter: Am Abend hob der Flieger nach Ibiza ab. "Dann ist totale Eskalation drei Tage lang", kündigte Kevin Kampl zuvor noch aus dem Bus im Sport1-Doppelpass an.

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"Es war einfach an der Zeit"

Zu den Protagonisten unseres ersten Pokalsiegs gehörte natürlich Domenico Tedesco. "Das ist Geschichte und wir sind dabei", jubelte unser damaliger Cheftrainer. "Das ist für euch und die Stadt Leipzig, das kann uns keiner mehr nehmen."

Damals wie heute mit dabei waren Pete, Lukas Klostermann, Benny Henrichs – und Willi Orbán. "Es ist einfach geil, man sieht, die Leute sind begeistert und glücklich. Das tut unheimlich gut, auch für uns als Verein. Wir Spieler haben den ersten Titel einfach verdient, das ist schon etwas Besonderes für die Stadt. Es war einfach an der Zeit", fasste unsere Maschine zusammen.

Und Yussuf Poulsen (heute HSV) fühlte sich ein paar Jahre zurückversetzt. "Ich freue mich einfach, es ist wieder wie bei den Aufstiegen – die Freude, die man durch die ganze Stadt hinweg spürt."

Übrigens: Ein Jahr später konnten wir den Titel sogar verteidigen – und jetzt sind wir dann auch bereit für Pokal Nummer drei!

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