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·10. April 2026
Onuachu spricht über das Titelrennen – Ertugrul Dogan attackiert die TFF nach der Tribünen-Strafe scharf

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Trabzonspor erlebt intensive Tage zwischen sportlicher Hoffnung und institutioneller Kritik. Während Torjäger Paul Onuachu im Titelrennen der Trendyol Süper Lig eine klare Linie vorgibt, sorgt seine Verletzung kurz vor dem nächsten Spiel für einen Rückschlag. Parallel dazu richtet Präsident Ertugrul Dogan deutliche Worte an die TFF und den Disziplinarausschuss für Profi-Fußball.
Bei einem Treffen mit Fans im TS Club im Papara Park zeigte sich Paul Onuachu fokussiert und zugleich realistisch. „Der Unterschied beträgt derzeit vioer Punkte. Wir haben noch Spiele vor uns. Wir müssen unsere Spiele gewinnen und nach vorne schauen“, erklärte der Angreifer, der mit 22 Treffern die Torschützenliste anführt.
Seine Worte unterstreichen die klare Marschroute: maximale Konzentration auf die eigenen Aufgaben, ohne sich von der Konkurrenz beeinflussen zu lassen.
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Kurz vor dem Duell gegen Corendon Alanyaspor folgte jedoch die schlechte Nachricht: Paul Onuachu wurde nicht in den Spielkader aufgenommen. Der nigerianische Stürmer fehlt damit im wichtigen Auswärtsspiel des 29. Spieltages.
Trabzonspor absolvierte die abschließende Trainingseinheit im Mehmet Ali Yilmaz Trainingszentrum und reiste anschließend nach Alanya. Neben Onuachu fehlten auch Ernest Muci und Arseniy Batagov verletzungsbedingt. Indes steht Christ Inao Oulai nach abgesessener Gelbsperre wieder im Kader.
Der Präsident des medizinischen Boards, Prof. Dr. Ahmet Besir, erklärte den Zustand des Angreifers detailliert: „Im linken Oberschenkel, in der vorderen Muskelgruppe, traten während des Trainings Schmerzen und Steifheit auf. Die erste Diagnose deutet auf eine Muskelverletzung hin. Aus diesem Grund wurde Paul Onuachu aus dem Kader genommen.“
Weiter betonte er: „Die Behandlung unseres Spielers wurde umgehend eingeleitet.“ Damit bleibt offen, wie lange der Top-Torjäger ausfallen wird.
Abseits des Platzes sorgte Präsident Ertugrul Dogan bei den Trabzon-Tagen in Ankara für klare Aussagen. Besonders die nach dem Spiel gegen Galatasaray verhängte Blockstrafe gegen die Fans stieß auf deutliche Ablehnung.
„Es handelt sich wahrscheinlich um die erste derartige Strafe in der Geschichte des türkischen Fußballs. Wir halten sie für nicht fair. Wir haben Einspruch eingelegt“, erklärte Dogan.
Die Maßnahme des Disziplinarausschusses für Profi-Fußball (PFDK) sieht vor, mehrere Tribünenbereiche für das nächste Heimspiel zu sperren. Für Trabzonspor ist dies ein schwerer Eingriff in die Unterstützung durch die eigenen Fans.
Auch mit Blick auf die sportliche Zukunft formulierte Dogan eine langfristige Strategie: „Wir planen eine Struktur für die nächsten drei bis vier Jahre. Unser Ziel ist es, ein starkes Fundament zu schaffen und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben.“
Zugleich äußerte er Kritik an der internationalen Wahrnehmung des türkischen Fußballs. Besonders die Tatsache, dass bei der Weltmeisterschaft 2026 kein türkischer Schiedsrichter vertreten ist, bezeichnete er als „großen Verlust und eine Schande“.
Die kommenden Wochen werden für Trabzonspor entscheidend: sportlich im Titelrennen – und strukturell im Umgang mit den jüngsten Entwicklungen rund um Verband und Disziplinarmaßnahmen.
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