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·11. September 2026

"Optimalste Lösungen finden": RWE trotzt Verletzungsschock

Artikelbild:"Optimalste Lösungen finden": RWE trotzt Verletzungsschock

Nach dem schwachen Auftakt in Saarbrücken hat Rot-Weiss Essen nicht nur zur defensiven Stabilität gefunden, sondern auch zum Erfolg – sieben Punkte folgten aus drei Spielen. Allerdings muss Cheftrainer Uwe Koschinat jetzt den Verletzungsschock bei zwei Leistungsträgern verdauen. Immerhin wird Torwart und Kapitän Jakob Golz wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

Startelf-Garantie für Rios Alonso

An der Hafenstraße empfängt RWE am Samstag (14 Uhr) die Würzburger Kickers. Klar ist im Vorfeld, dass Tony Menzel (Syndesmosebandriss) und Max Geschwill (Knieprobleme) nicht mitwirken werden, was für Uwe Koschinat den Ausfall von zwei Leistungsträgern bedeutet. Immerhin: Menzel wurde bereits erfolgreich operiert, während Geschwill erst einmal auf unbestimmte Zeit fehlen wird. "Für mich geht es darum, die optimalste Lösungen zu finden für Rot-Weiss Essen mit dem bestehenden Kader", ließ sich der 55-Jährige bei der Spieltags-Pressekonferenz nicht auf Spekulationen rund um Nachverpflichtung in Form eines vereinslosen Spielers ein. Und Koschinat befeuerte: "Ich finde, dass das auch eine Riesenchance für jeden ist, noch einmal näher an die Startelf heranzurücken und sich zu zeigen."


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Im defensiven Mittelfeld wären Luca Bazzoli oder Ruben Reisig die Wahl bei einer defensiveren Ausrichtung, während Nick Bätzner eine offensivere Rolle in der Schaltzentrale einnehmen könnte. Ob Koschinat eher auf den körperlichen oder kreativen Part tendierte, verriet der RWE-Coach allerdings noch nicht. Auch die Umschulung von positionsfremden Spielern sei eine Option, die Koschinats eigener Kreativität obliegt. Nur in der Innenverteidigung waren die Vorzeichen unzweifelhaft: "Ich will das sehr, sehr klar kommunizieren. Rios Alonso spielt morgen, das ist eindeutig."

"Gewisse Geduld und intelligente Angriffe"

Nach der Auftaktpleite in Saarbrücken (2:5) konnte RWE dreimal die Null halten und mit zwei eigenen Toren insgesamt sieben Punkte einsammeln. Setzt Essen die Serie gegen den Aufsteiger fort? "Man muss ganz klar sagen, dass dieser Klub mit der Rückkehr von Michael Schiele als Trainer noch einmal enormen Schwung aufgenommen hat", lobte Koschinat zunächst den FWK-Coach, der die Würzburger zurück in die 3. Liga führte und dort mit vier Punkten zum Auftakt einen guten Start hinlegte. Aber der 55-Jährige bemerkte auch: "Auf der anderen Seite haben sie jetzt zwei Negativerlebnisse zu verkraften."

Neben allen Stärken – etwa Geradlinigkeit, Körperlichkeit und Strafraumflanken – wird RWE auch die Schwächen des Aufsteigers ausnutzen wollen. Unter der Voraussetzung, die eigenen Fähigkeiten wieder zu bündeln. "Wir sind sehr, sehr gut beraten, an die letzten Auftritte anzuknüpfen, bei denen permanent die Null gestanden hat", so Koschinat. "Wenn man bedenkt, wie groß die Fragezeichen nach dem 1. Spieltag waren, ist das etwas, das enorme Stabilität ausstrahlt und eine sehr, sehr gute Basis für Heimerfolge ist." Nach dem Verletzungsschock wäre ein solcher Sieg an der Hafenstraße, den Koschinat wieder mithilfe der Zuschauer einfahren will, von großer Bedeutung. Und, was es dafür braucht, war dem Cheftrainer klar: "Wir müssen eine gute Mischung aus einer gewissen Geduld und intelligenten Angriffen finden." Und das mit Torhüter Jakob Golz, der sich nach einem grippalen Infekt unter der Woche rechtzeitig wieder fit für einen Einsatz zeigte.

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