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·5. Mai 2026
Paukenschlag in Kadiköy: Mehmet Ali Aydinlar zieht Kandidatur für das Fenerbahce-Präsidentenamt überraschend zurück

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In der Vorbereitung auf die außerordentlich gewählte Generalversammlung am 6. und 7. Juni bei Fenerbahce ist es zu einer massiven Verschiebung der Machtverhältnisse gekommen. Mehmet Ali Aydinlar, der als einer der aussichtsreichsten Anwärter auf das Präsidentenamt galt, hat offiziell bekannt gegeben, dass er doch nicht zur Wahl antreten wird. Diese Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Diskussionen innerhalb des gelb-marineblauen Klubs bereits auf Hochtouren liefen. In einem Gespräch mit der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi erläuterte der erfahrene Funktionär die tiefgreifenden Beweggründe für diesen Schritt, der viele Mitglieder und Fans völlig unvorbereitet traf.
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Seine Entscheidung begründete Mehmet Ali Aydinlar primär damit, dass er Schaden vom Verein abwenden wolle. Er werde bei der außerordentlichen Generalversammlung nicht kandidieren, um nicht zuzulassen, dass die Zukunft von Fenerbahce durch die Diskussionen, die über seine Person stattfinden werden, überschattet wird. Er betonte, dass er den Weg ursprünglich eingeschlagen habe, um in einer schwierigen Phase Verantwortung zu übernehmen und einen Managementansatz umzusetzen, der dieser Gemeinschaft gerecht wird. Doch die Reaktionen auf seine potenzielle Präsidentschaftskandidatur hätten ihm gezeigt, dass das aktuelle Umfeld nicht mit seinen lebenslangen Grundsätzen und Werten in Einklang stehe. Für ihn sei das Ziel, den Club zu einer Weltmarke zu machen, ein dauerhaftes Ideal, für das er kein offizielles Amt benötige.

Foto: IHA
Nach Ansicht von Aydinlar behindern die aktuellen Debatten das Gefühl der Geschlossenheit im Verein. Er sehe an dem Punkt, an dem die Diskussionen über seinen Namen gehen, dass diese weit davon entfernt sind, zu Fenerbahces Einheit beizutragen. Auf einem Boden, auf dem sich jeder als mehr Fenerbahce-zugehörig betrachte als der andere, sei es äußerst schwierig, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Dennoch versicherte er der Vereinsgemeinde, dass sein Engagement ungebrochen bleibt. Er werde weiterhin sein Bestes geben und immer bei seinem Verein sein, da Fenerbahce ein Klub der Werte und nicht der einzelnen Menschen sei.
Mehmet Ali Aydinlar blickt auf eine lange Historie im türkischen Sport zurück. Er war bereits Vorstandsmitglied bei Fenerbahce unter Ali Sen in den Jahren 1994 und 1996. Im Jahr 2013 trat er schon einmal bei einer außerordentlichen Generalversammlung gegen Aziz Yildirim an, unterlag damals jedoch mit 2.383 zu 6.821 Stimmen. Auch auf nationaler Ebene hinterließ er Spuren: Im Jahr 2011 wurde er zum 39. Vorsitzenden des türkischen Fußballverbandes (TFF) gewählt. Diese Position bekleidete er bis zum 31. Januar 2012, nachdem er von 201 der 237 Delegierten das Vertrauen ausgesprochen bekommen hatte. Sein jetziger Rückzug markiert das Ende einer Debatte, die die Fenerbahce-Gemeinde in den letzten Wochen stark polarisiert hatte.


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