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Lennard Bacher·10. Januar 2026

Pep lobte ihn in den Himmel: Bundesliga-Klub mit Königstransfer?

Artikelbild:Pep lobte ihn in den Himmel: Bundesliga-Klub mit Königstransfer?

"Der Wechsel nach Köln ist ein Neustart für mich, auf den ich mich sehr freue", waren die Worte, mit denen Jahmai Simpson-Pusey seinen Wechsel nach Köln in den vereinseigenen Medien als erstes kommentierte. Nach einer völlig verkorksten Hinrunde wurde die Leihe des 20-jährigen zu Celtic abgebrochen und der Wechsel von Manchester City in die Bundesliga forciert. 

Der 1.FC Köln bedient sich also bei Manchester City. Was zunächst wie ein FIFA-Karrieremodus-Transfer klingt, bei dem sich ein FC-Fan der guten alten "Finanzspritze" im Katalog bedient hat, um die Domstädter auf der Playstation mal nach ganz oben zu führen, ist im Jahr 2026 Realität geworden. Zwar ist JSP logischerweise kein Überflieger wie Phil Foden oder Erling Haaland, ein unbekannter Name ist er aber unter Talent-Kennern des europäischen Top-Fußballs sicher nicht. 


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So wurde Simpson-Pusey in der Spielzeit 2024/25 "Spieler der Saison" in der Premier League 2, der absoluten Top-Liga für die Talente auf der Insel. Zudem debütierte der junge Engländer bereits für die Citizens in der Premier League und der Champions League. Nach seinem ersten PL-Einsatz, bei dem JSP direkt 90 Minuten gegen Brighton durchspielen durfte, lobte Pep das Talent beinahe in den Himmel: "Wir haben einen Innenverteidiger, der uns in Zukunft, in den nächsten Jahren, helfen wird. Ich bin wirklich zufrieden." 

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📸 Justin Setterfield - 2024 Getty Images

Ganz so, wie Pep es im November 2024 prophezeite, kam es dann aber nicht. Nach seinem Debüt bekam JSP bis zum Sommer 2025 gerade einmal fünf Minuten Spielzeit und war zum Ende der Saison wieder bei der U21 der Skyblues statt bei den Profis dabei. Da man bei City die Aussicht auf Spielzeit im vergangenen Sommer als eher gering einschätzte, verlieh der PL-Gigant das Talent zum schottischen Rekordmeister Celtic. 

Und das ging dann so richtig in die Hose. So bekam JSP keine Spielzeit, weil sowohl Rogers als auch die nachfolgenden Celtic-Trainer den Abwehr-Youngster gar nicht so richtig wollten. Am Ende spielte der Engländer eine Partie und wurde danach weiterhin nicht beachtet, worauf er in die zweite Mannschaft gehen sollte, was er wohl verweigerte - eine Trennung war die folgerichtige Entscheidung. 

Obwohl dieses letzte halbe Jahr also ein mittelschweres Desaster für die junge Karriere des in Huddersfield geborenen Spielers war, sollte man differenzieren. JSP kommt aus einer starken Akademie, wurde dort Spieler der Saison und trug einige Male für den City-Nachwuchs die Kapitänsbinde. Bei der FC-Fragerunde antwortete "Jams" auf die Frage, wie man seinen Spielstil beschreiben könne er spiele "ruhig und manchmal etwas riskant" aber alles in allem sei er ein spielstarker Innenverteidiger. 

Obwohl im Umfeld der Kölner auch Skepsis aufgrund der mangelnden Erfahrung zu vernehmen war, ist das eine Lücke, die man durchaus schließen muss. Seit dem langfristigen Ausfall von Timo Hübers taten sich die Geißböcke immer schwerer eigene Chancen zu kreieren. Häufig musste Jóhannesson sich bis auf die letzte Linie fallen lassen, um den Ball für das Aufbauspiel abzuholen. Sollte sich Simpson-Pusey beim FC schnell einfinden, könnte er dieses Problem beheben. 

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📸 BENJAMIN CREMEL - AFP or licensors

Der Transfer ist für die Kölner ohnehin nicht besonders riskant. Die Leihe des City-Talents geht bis zum Saisonende, danach besitzen die Kölner eine Kaufoption, die laut verschiedener Medienberichte bei rund acht Millionen Euro liegen soll. Sollte sich Simpson-Pusey beim FC festspielen, wäre diese Ablöse am Saisonende mit Hinblick auf das Potenzial des Engländers beinahe ein Schnäppchen. Wenn die Leihe in die Hose geht, ist der finanzielle Schaden nur marginal. 

"Als ich mich mit dem FC und seiner Geschichte beschäftigt habe, wollte ich am liebsten direkt loslegen", sagte JSP nach seiner Verpflichtung gegenüber den FC-Medien. Zudem wolle er Hennes möglichst schnell kennenlernen und so viele Spiele machen wie es geht. Wenn er den selbst erwähnten Neustart hinbekommt, steht den vielen Spielen angesichts seines Potenzials nichts im Wege. Und Hennes lernt er sicher noch früh genug kennen. 


📸 Naomi Baker - 2024 Getty Images

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