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·5. April 2026
Pereira Lages Traumtor nicht genug: Union und Pauli trennen sich remis

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·5. April 2026

Im ersten Sonntagsspiel der Bundesliga gastierte der FC St. Pauli bei Union Berlin. Mit einem 1:1 Unentschieden verpassten beide Mannschaften Big Points im Kampf um den Klassenerhalt.
Die Partie hatte für beide Teams im Tabellenkeller durchaus richtungsweisenden Charakter. Für Union gab es vor dem Anpfiff immerhin eine positive Nachricht: Trainer Steffen Baumgart konnte nach mehreren Spielen Pause wieder auf Diogo Leite zurückgreifen. St. Paulis Coach Alexander Blessin war dagegen zu gleich drei Änderungen gezwungen. Dzwigala, Mets und Kaars rückten für die angeschlagenen Smith, Afolayan und Ritzka in die Startelf.
Die Bedeutung der Partie war beiden Mannschaften von Beginn an anzumerken. Entsprechend vorsichtig tasteten sich beide Teams zunächst ab und legten den Fokus klar auf defensive Stabilität. Klare Torchancen blieben deshalb Mangelware und entstanden fast ausschließlich aus Zufallsprodukten. So auch in der 5. Minute, als Ilic nach einem Einwurf gleich drei Hamburger Verteidiger unter Druck setzte und Doekhi zum Abschluss kam. Vasilj war jedoch früh auf dem Posten und parierte stark.
Mit zunehmender Spieldauer kam St. Pauli vor allem nach Standards zu Gelegenheiten. Eine einstudierte Eckballvariante hätte in der 22. Minute beinahe zur Führung geführt, doch Mets vergab nach Sinani-Vorlage noch. Drei Minuten später war es dann aber soweit.
Nach einem Freistoß von Sinani landete der Ball über Umwege bei Pereira Lage, der aus rund 25 Metern volley abzog und die Kugel wuchtig im Netz von Rönnow versenkte. Ein Traumtor. Union hatte zwar mehr vom Spiel, fand gegen die kompakte Pauli-Defensive im letzten Drittel aber nicht die entscheidende Lücke, sodass die Halbzeit-Führung in Ordnung ging.
Steffen Baumgart schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben. Union kam mit deutlich mehr Zug aus der Kabine, trat nun wesentlich aggressiver auf und erhöhte spürbar den Druck. Der Lohn folgte früh: Nach einer Ecke von Köhn stieg Ilic in der 52. Minute am höchsten und köpfte den Ball ins linke Eck zum Ausgleich.

Foto: Getty Images
St. Paulis Trainer Alexander Blessin reagierte nach gut einer Stunde und brachte Hountondji für den bis dahin weitgehend abgemeldeten Kaars, doch die große Chance zur Führung bot sich wenig später den Hausherren. In der 67. Minute leistete sich Vasilj, der unter der Woche im Elfmeterschießen gegen Italien noch geglänzt hatte, im Aufbauspiel einen folgenschweren Fehlpass direkt in die Füße von Schäfer. Der Ungar verpasste jedoch den idealen Moment für den Querpass auf den völlig freien Jeong und scheiterte stattdessen im Eins-gegen-Eins an Vasilj.
In der Schlussphase drängte Union auf den Sieg, trat körperlich deutlich präsenter auf, kam offensiv jedoch nicht mehr zu einer klaren Gelegenheit. St. Pauli musste die Partie zudem in Unterzahl beenden, weil Kapitän Irvine in der 93. Minute nach einem Foulspiel Gelb-Rot sah.
Mit dem Remis behauptet Union Platz zehn. St. Pauli verkürzt den Rückstand auf den VfL Wolfsburg zwar um einen Punkt, bleibt aber auf dem Relegationsrang.
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