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·23. August 2026
Perfekter Blau-Weiß-Saisonstart: Zum Träumen ist es noch zu früh

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Vier Spiele, vier Siege und ein Torverhältnis von 12:1. Besser als Blau-Weiß Linz kann man kaum in die Saison starten.
Dank des klaren 5:1-Erfolgs im IMMOunited-Topspiel der 4. Runde lachen die Linzer weiter von der Tabellenspitze.
Dass es am Ende eine so klare Partie werden sollte, zeichnete sich zunächst nicht ab. Es hätte auch ganz anders kommen können, hätte das Tor des vormaligen blau-weißen Zweitliga-Schützenkönigs Fabian Schubert nach nur acht (!) Sekunden gezählt.
Dem Treffer - es wäre der schnellste in der LigaZwa-Historie gewesen - verweigerte Referee Stefan Macanovic aber wegen Handspiels die Anerkennung.
Kurz darauf rettete Fabio Varesi-Strauss nach einer weiteren Oelz-Unsicherheit in höchster Not.
Beinahe hätte bis dahin die im Aufstiegsjahr so treffsichere Voitsberger Offensive schon zweimal zugeschlagen. "In der Regionalliga waren sie eine Torfabrik", wusste Blau-Weiß-Coach Michael Köllner vor der Partie. Er sprach auch die Größe und Körperlichkeit an, welche die Steirer mitbrachten. Attribute, die Blau-Weiß, insbesondere nach den frühen Schreckmomenten, sichtlich herausforderten.
Die Voitsberger hatten den besseren Start ins Spiel, doch dann gingen die Hausherren mit der ersten gelungenen Aktion in Führung, übernahmen zusehends das Kommando und siegten letztlich verdient.
Weil man seine Chancen eiskalt nutzte und Köllner sein Team auf die Voitsberger Stärken gut eingestellt hatte.
Die Stahlstädter standen auch diesmal tief und fuhren blitzschnelle Konter. Vier der fünf Treffer entstanden letztlich daraus - denn auch dem von Kreiker herausgeholten Elfmeter war ein Konter vorausgegangen.
Auch in der Defensive agierten die Linzer souverän. Die baumlange Dreierabwehr um Kapitän Fabio Varesi-Strauss (1,95 m), Manuel Maranda (1,88 m) und Geburtstagskind Alem Pasic (29; 1,94 m) verteidigte die hohen Bälle der Steirer trocken weg.
Damit durften die Stahlstädter auch im vierten Saisonspiel über drei Punkte jubeln.
Unter den Fans macht nach einem so erfolgreichen Saisonstart bereits die nostalgische Erinnerung an den direkten Wiederaufstieg 1995/96 des Vorgängervereins FC Linz die Runde. Die nach dem Abstieg noch stärkere Geschlossenheit im und um den Klub tut dabei ihr Übriges.
Man wolle ein neues Kapitel aufschlagen, den Abstieg als Chance begreifen, betonte Köllner im Vorfeld der Partie gegen Voitsberg einmal mehr. Bislang ist man auf dem besten Wege, diese zu nutzen. "Die Mannschaft hat das verstanden, der Verein hat das verstanden und das spürt am Ende auch der Fan", wie Köllner erklärte.
Und der blau-weiße Anhang honorierte dies bisher mit einem beeindruckenden Dauerkartenverkauf und einem zweimal ausverkauften Donauparkstadion. Reitet man weiter in dieser Form die Erfolgswelle, wird sich daran auch wenig ändern.
In Linz weiß man aber natürlich auch: Die Saison ist noch viel zu lang, um Titelträume zu hegen. "Das ist nur eine Momentaufnahme", wie es Köllner formulierte. Sollte man ein Spiel völlig in den Sand setzen, kann es auch schnell wieder in die andere Richtung gehen.
"Gegen Kapfenberg müssen wir wieder nachlegen", ist sich der 56-Jährige mit Blick auf das anstehende Ligaspiel am kommenden Freitag (18:30 Uhr/LIVE im Stream bei LAOLA1) bewusst.
Dort wird man allerdings ohne Anton Tsarenko auskommen müssen. Der spielstarke Ukrainer wurde wegen einer Notbremse gegen Voitsberg vom Platz gestellt. Wie lange er letztlich gesperrt wird, obliegt dem Strafsenat.
Es gibt aber auch positive Nachrichten: Der nach seinem Ellenbruch mit Gips ausgestattete Ronivaldo soll bestenfalls schon im UNIQA ÖFB-Cup gegen Wacker Innsbruck (5. September) wieder zur Verfügung stehen.
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