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·30. April 2026
PK-Kompakt vor Dortmund: Polanski über Mitgliederversammlung, Hack und die BVB-Aufgabe

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·30. April 2026

Vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund standen bei Borussia Mönchengladbach nicht nur sportliche Themen im Mittelpunkt. Auch die Mitgliederversammlung vom Montag spielte in der Pressekonferenz eine Rolle. Cheftrainer Eugen Polanski und Sportchef Rouven Schröder ordneten die Kritik der Fans ein, richteten den Blick aber schnell wieder auf die Aufgabe gegen den BVB.
Polanski machte deutlich, dass er die Rückmeldungen aus der Mitgliederversammlung ernst nimmt. Kritik gehöre zu seinem Job dazu. Wichtig sei für ihn aber, nicht alles persönlich zu nehmen, sondern aus den Botschaften etwas mitzunehmen. Für ihn sei der Abend „definitiv“ ein Learning gewesen. Gleichzeitig betonte er, dass es neben kritischen Stimmen auch positive Rückmeldungen gegeben habe.
Auch Rouven Schröder bewertete die Versammlung grundsätzlich positiv. Für ihn stand vor allem die Leidenschaft der Mitglieder und Fans für Borussia im Vordergrund. „Da steht einfach drunter die Liebe zu Borussia“, sagte der Sportchef.
Entscheidend sei nun, die richtigen Schlüsse zu ziehen und Schritt für Schritt voranzukommen. Schröder machte zudem klar, dass nicht alles schlecht sei. Die Veranstaltung habe ihm eher noch einmal gezeigt, wie groß die emotionale Bindung rund um den Verein ist.

IMAGO / STEINSIEK.CH
Sportlich wartet auf die Fohlenelf mit Borussia Dortmund eine besonders schwere Aufgabe. Polanski lobte den BVB ausdrücklich und verwies auf die Qualität des Gegners. Dortmund habe statistisch die beste Defensive und dazu die zweitbeste Offensive.
Deshalb sei klar, was Gladbach brauche: „Eine Topleistung.“ Gleichzeitig zeigte sich der Trainer zuversichtlich. Das Training habe ihm gefallen, besonders die Intensität, die Qualität und die Lockerheit. Genau diese Mischung brauche seine Mannschaft, um den BVB mit und ohne Ball vor Probleme zu stellen.
Personell muss Borussia auf Jens Castrop verzichten. Die Sperre von drei Spielen bleibt bestehen. Polanski bestätigte, dass der Klub mit der Strafe nicht einverstanden war und Einspruch eingelegt hatte.
Am Ende blieb es jedoch bei der Sperre. Für Castrop und die Mannschaft sei das bitter, gerade weil der Mittelfeldspieler zuletzt gut in Form gewesen sei. In den letzten Saisonspielen wird er Borussia damit fehlen.
Positive Nachrichten gibt es dagegen bei Robin Hack. Der Offensivspieler hatte in Wolfsburg sein Comeback gefeiert und könnte auch gegen Dortmund wieder Minuten bekommen.
Polanski bremste aber zu hohe Erwartungen. Nur weil Hack zuletzt 20 Minuten gespielt habe, bedeute das nicht, dass er sofort wieder 90 Minuten absolvieren könne. Trotzdem sei „einiges an Minuten möglich“. Hack habe fußballerisch einen guten Eindruck hinterlassen und könne der Mannschaft mit seiner Unbekümmertheit helfen.

Hack vor Gladbach-Comeback – Photo by Helge Prang/Getty Images
Interessant wurde es auch bei der Frage, ob Hack sogar von Beginn an spielen könnte. Polanski erklärte, dass ein Startelfeinsatz grundsätzlich möglich sei, wenn ein Spieler sicher 45 Minuten gehen könne.
Dafür brauche er aber ein „100000-prozentiges Gefühl“. Bei Hack müsse man genau abwägen, ob die Intensität und die Abläufe schon für einen Startelfeinsatz reichen.
Auch Nathan Ngoumou ist wieder näher dran. Der Franzose trainiert schon länger mit der Mannschaft, hatte nach seiner langen Ausfallzeit aber immer wieder kleinere Rückschläge.
Eine Entscheidung über den Spieltagskader soll erst nach den kommenden Trainingseinheiten fallen. Polanski betonte jedoch, dass Ngoumous Tempo der Mannschaft „extrem gut“ tun könne.
Schröder ergänzte, dass Borussia auf den offensiven Positionen grundsätzlich viel Qualität im Kader habe. Neben Hack und Ngoumou nannte er unter anderem Franck Honorat, Wael Mohya und Hugo Bolin.
Genau das mache die Entscheidungen für den Trainer nicht einfacher. Wenn ein Spieler hineinkomme, könne ein anderer möglicherweise nicht spielen. Für Polanski bleibt also die Qual der Wahl.
Polanski will sich vor dem Dortmund-Spiel nicht von den Ergebnissen der Konkurrenz beeinflussen lassen. Andere Mannschaften aus der Tabellenregion haben bereits gespielt, doch an der Herangehensweise soll das nichts ändern.
Gladbach müsse auf sich selbst schauen, den eigenen Matchplan verfolgen und die nötige Topleistung abrufen. Die Botschaft der Pressekonferenz war damit klar: Borussia steht nach der Mitgliederversammlung weiter unter Beobachtung, will den Fokus aber auf den Platz richten.
Glaubt ihr, dass Borussia gegen Dortmund noch einmal ein Ausrufezeichen setzen kann?
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📷 Photo by Helge Prang/Getty Images und IMAGO / STEINSIEK.CH







































