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·3. Oktober 2026
Playoffs in der Bundesliga? Schalke-Boss stößt auf Widerstand

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Schalke-Aufsichtsratschef Axel Hefer hat eine ungewöhnliche Idee für die Zukunft der Bundesliga. Der 49-Jährige möchte den Kampf um die Deutsche Meisterschaft spannender machen und kann sich dafür eine K.-o.-Runde nach der regulären Saison vorstellen. Bei mehreren Bundesliga-Klubs stößt der Vorstoß allerdings auf Ablehnung.
Hinter Hefers Überlegung steht vor allem die langjährige Dominanz des FC Bayern. In den vergangenen 14 Spielzeiten holten die Münchner 13-mal den Meistertitel. Aus Sicht des Schalke-Bosses braucht es deshalb ein Modell, das den Titelkampf bis zum Saisonende offener hält.
Sein Vorschlag sieht vor, dass die Champions-League-Teilnehmer weiterhin über die reguläre Bundesliga-Saison ermittelt werden. Erst danach soll es um den Meistertitel gehen. Die besten Mannschaften würden in einer Endrunde um die Deutsche Meisterschaft antreten.
Hefer sieht darin nicht nur eine Möglichkeit für mehr Spannung, sondern auch wirtschaftliches Potenzial. „Die Top-Klubs würden sich über die reguläre Saison weiter für die Champions League qualifizieren, das gibt Planungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität. Gleichzeitig würden die Titel-Karten durch eine Wiedereinführung der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft neu gemischt“, erklärte der Schalke-Aufsichtsratschef gegenüber der BILD.
Als Beispiel führt Hefer den DFB-Pokal an. Dort könne sich auch der FC Bayern nicht regelmäßig durchsetzen. „Der DFB-Pokal beweist es ja. Da ist Bayern München auch kein Dauer-Gewinner.“ Auch für den internationalen Markt verspricht sich Hefer von einer solchen Endrunde Aufmerksamkeit: „Eine K.-o.-Runde um die Meisterschaft würde sich im Ausland hervorragend verkaufen lassen.“
Beim Rekordmeister kommt die Idee allerdings nicht gut an. Bayern-Präsident Herbert Hainer spricht sich klar gegen eine Änderung des bisherigen Systems aus. „Das sehen wir anders. Wer nach 34 Spieltagen an der Spitze steht, soll Deutscher Meister werden. Das wäre am ehrlichsten.“
Auch Bayer Leverkusen lehnt den Vorschlag ab. Sportgeschäftsführer Simon Rolfes findet für Hefers Idee deutliche Worte: „Ich halte davon gar nichts!“
Aus Leipzig kommt ebenfalls Gegenwind. RB-CEO Tatjana Haenni verweist darauf, dass die Bundesliga ihren Meister nach einer kompletten Saison bestimmen sollte. „Wer nach 34 Spieltagen auf Platz eins steht, ist verdient Deutscher Meister. Das ist das sportlich faire Resultat der Fußball-Bundesliga-Saison.“
Besonders ausführlich äußert sich der 1. FC Köln. Vizepräsident Ulf Sobek betont, dass die Rheinländer am bestehenden System festhalten wollen. „Für uns gehört zu diesem Wettbewerb, dass sich Leistung über eine gesamte Saison beweisen muss. Wer nach 34 Spieltagen oben steht, hat sich die Deutsche Meisterschaft verdient – unabhängig davon, welcher Verein das am Ende ist.“

Foto: IMAGO
Zudem spielt für Sobek die Belastung der Profis eine wichtige Rolle. Der ohnehin umfangreiche nationale und internationale Spielkalender lasse kaum Raum für zusätzliche Partien. „Noch mehr Spiele wären deshalb für uns nicht der richtige Ansatz“, erklärt der Köln-Vize.
Damit stößt Hefers Playoff-Idee derzeit bei mehreren Bundesliga-Klubs auf Widerstand. Der Schalke-Boss dürfte die Diskussion über eine Reform des Meisterschaftsmodus dennoch weiterführen.
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