RB Leipzig
·18. August 2026
Pokalauftakt an der Mosel: RBL trifft auf Trier

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·18. August 2026

Berlin ist noch weit weg. Der erste Schritt führt an die Mosel. Am Samstag (18.00 Uhr) startet RB Leipzig bei Eintracht Trier in die Pflichtspiel-Saison 2026/27. Für unsere Roten Bullen beginnt damit ein Wettbewerb, der in Leipzig längst für einige unvergessliche Geschichten gesorgt hat.
Und auch unser Gastgeber weiß ziemlich genau, wie sich ein echtes Pokalmärchen anfühlt.
Hier kommen fünf Fakten zum Duell mit Eintracht Trier.
Wir haben richtig Lust auf die nächste Pokalreise! Die vergangenen Jahre zeigen schließlich: RBL und der DFB-Pokal – das passt einfach.
In den zurückliegenden acht Spielzeiten schafften es die Roten Bullen sechsmal mindestens ins Viertelfinale. Viermal führte der Weg sogar bis nach Berlin, 2022 und 2023 stemmte RBL den Pott in die Höhe.
Auch in den vergangenen beiden Jahren war erst gegen den späteren Titelträger Schluss. 2024/25 unterlagen wir dem VfB Stuttgart im Halbfinale mit 1:3, in der abgelaufenen Saison setzte sich der FC Bayern im Viertelfinale mit 2:0 durch und gewann anschließend auch das Endspiel.

Für Eintracht Trier endet am Samstag eine lange Wartezeit. Zum ersten Mal seit 2016 stehen die Moselstädter wieder in der 1. Runde des DFB-Pokals. Damals kam Borussia Dortmund ins Moselstadion und setzte sich mit 3:0 durch.
Das letzte Weiterkommen liegt noch ein paar Jahre länger zurück. 2011 überraschte Trier den FC St. Pauli mit einem 2:1 und zog in die 2. Runde ein. Dort war gegen den Hamburger SV erst nach Verlängerung Schluss.
Aktuell ist die Mannschaft von Thomas Klasen in der Regionalliga Südwest unterwegs. Der Start in die neue Spielzeit verläuft bislang wechselhaft: Zum Auftakt unterlag Trier der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz mit 0:1, am vergangenen Wochenende folgt beim VfR Mannheim die passende Antwort. Jonas Singer traf doppelt und schoss die Eintracht zum 2:1-Auswärtssieg.

Wer über Eintracht Trier und den DFB-Pokal spricht, landet früher oder später zwangsläufig in der Saison 1997/98.
Damals schrieb der Regionalligist eines der großen Pokalmärchen des deutschen Fußballs. Nach einem 2:1 gegen die SpVgg Unterhaching wartete in der nächsten Runde der amtierende UEFA-Cup-Sieger FC Schalke 04. Trier gewann mit 1:0.
Und damit nicht genug: Im Achtelfinale kam der amtierende Champions-League-Sieger Borussia Dortmund an die Mosel. Wieder ließ sich die Eintracht von großen Namen nicht beeindrucken und setzte sich mit 2:1 durch.
Innerhalb weniger Wochen hatte Trier damit zwei amtierende Europapokalsieger aus dem Wettbewerb geworfen.
Nach einem weiteren 1:0 gegen Waldhof Mannheim stand der Außenseiter tatsächlich im Halbfinale. Erst dort platzte der Traum vom Finale: Gegen den MSV Duisburg fiel die Entscheidung beim 9:10 im Elfmeterschießen.


Für Micho wird es das erste DFB-Pokalspiel an der Seitenlinie. Aus seiner aktiven Karriere kennt unser Chefcoach den Wettbewerb allerdings bestens – und verbindet damit einige große Erfolge. Mit dem FC Bayern gewann er den Titel gleich viermal: 2005, 2006, 2008 und 2010.
Auch seine persönliche Bilanz kann sich sehen lassen. Von 24 Partien im DFB-Pokal gewann Micho 21. Nur zweimal war bereits im Viertelfinale Schluss: 2004 setzte sich Alemannia Aachen mit 2:1 gegen die Bayern durch, fünf Jahre später behielt Bayer 04 Leverkusen mit 4:2 die Oberhand.
Jetzt beginnt für den Argentinier eine neue Pokalgeschichte. Diesmal nicht im Bayern-Trikot, sondern an der Seitenlinie der Roten Bullen.

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