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·29. Mai 2026

Poker um Julian Alvarez verkommt zur Schlammschlacht

Artikelbild:Poker um Julian Alvarez verkommt zur Schlammschlacht

Auf dem Papier sehen die Bemühungen des FC Barcelona um Anthony Gordon und Julian Alvarez bemerkenswert ähnlich aus.

Beide sind gefragte Stürmer, um die sich eine Handvoll finanzstarker Vereine reißen, und für deren Verpflichtung hohe Ablösesummen und Gehälter erforderlich sind. Der FC Barcelona hat bereits seine Power unter Beweis gestellt, indem er einen Vertrag mit Gordon im Wert von 80 Millionen Euro abgeschlossen hat, und richtet nun sein Augenmerk auf Alvarez.


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Laut Fabrizio Romano wurde ein erstes Angebot in Höhe von satten 100 Millionen Euro unterbreitet. Dieses Angebot enthält keine Zusatzzahlungen und keinen Spielertausch, sondern besteht ausschließlich aus der fixen Cash-Summe.

Es gibt jedoch einen grundlegenden Unterschied zwischen den beiden Deals. Während Newcastle nach dem Verpassen der Champions League offen für einen Verkauf war, könnte Atlético auf der anderen Seite kaum eine härtere Haltung einnehmen.

Atlético "nicht glücklich" über das Interesse des FC Barcelona

Der Preis von 100 Millionen Euro wurde lange Zeit als Atléticos Schmerzgrenze angepriesen, doch das Geld ist möglicherweise nicht mehr das Wichtigste.

Die Bestätigung des Angebots aus Barcelona ging mit der Meldung einher, dass Atlético mit der Situation "nicht glücklich" sei. Mehrere Medien in Spanien berichten von der wachsenden Verärgerung der Rojiblancos gegenüber dem La-Liga-Meister.

Nur wenige Stunden vor Abgabe des Angebots zitierte AS eine Vereinsquelle mit den Worten, Alvarez sei "nicht zu verkaufen" – doch darüber hinaus wird der Ton noch etwas feindseliger. "Wir haben die Nase voll von monatelangen Lügen, Halbwahrheiten und erfundenen Geschichten wie Hauskäufen in Barcelona oder absurden Fragen an unsere Spieler", fuhr die ungenannte Quelle fort.

"Barcelona verhält sich in dieser ganzen Affäre wie ein kleiner Verein", so der harte Vorwurf aus Madrid.

Es wird nicht davon ausgegangen, dass Atlético in diesem Sommer finanzielle Zwänge hat, Alvarez zu verkaufen. Da sein Vertrag noch vier Jahre läuft, hat der Verein auch keine Eile. Ausschlaggebend könnte jedoch die Haltung des Spielers selbst sein.

Alvarez bittet um seinen Abschied von Atlético Madrid

Der Widerstand von Atlético könnte durch Alvarez’ formellen Antrag, den Verein in diesem Sommer zu verlassen, beeinflusst werden.

Alvarez war vor nur zwei Jahren für rund 95 Millionen Euro von Manchester City nach Madrid gewechselt, erlebte jedoch nach einer fulminanten ersten Saison zuletzt eine eher durchwachsene Spielzeit. Der Argentinier erzielte in 29 La-Liga-Spielen lediglich acht Tore, übertraf diese Marke in der Champions League jedoch in 700 Minuten weniger.

Berichten zufolge haben Spannungen hinter den Kulissen die Form von Alvarez beeinträchtigt, darunter Vorwürfe wegen gebrochener Versprechen bezüglich eines neuen Vertrags. Das konkrete Interesse aus Barcelona und von anderen hochkarätigen Vereinen hat den Stürmer davon überzeugt, sein Talent anderweitig unter Beweis zu stellen.

Sollte Atlético verkaufen, wird erwartet, dass der Verein in den Verhandlungen mit einem seiner schärfsten Rivalen hart bleibt. Die Ablösesumme, die für einen Deal mit Vereinen wie Arsenal oder Paris Saint-Germain ausreichen könnte, dürfte im Vergleich zu der Summe, die der La-Liga-Rivale Barcelona hinblättern muss, blass aussehen – dessen jüngstes Verhalten die Rojiblancos offenbar nur noch mehr verärgert hat.

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