Polizeigewalt gegen Bayern-Fans! Video belegt brutale Szenen in London | OneFootball

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·28. November 2025

Polizeigewalt gegen Bayern-Fans! Video belegt brutale Szenen in London

Artikelbild:Polizeigewalt gegen Bayern-Fans! Video belegt brutale Szenen in London

Die Champions-League-Reise des FC Bayern nach London hat ein bitteres Nachspiel und diesmal betrifft es nicht die Mannschaft, sondern die eigenen Fans. Ein nun aufgetauchtes Video dokumentiert eindeutig, wie hart, aggressiv und völlig unverhältnismäßig die englische Polizei gegen Anhänger des deutschen Rekordmeisters vorgegangen ist. Was viele Münchner unmittelbar nach dem 1:3 beim FC Arsenal berichteten, wird in diesen Aufnahmen auf erschütternde Weise bestätigt.

Bereits vor dem Anstoß mussten die Bayern-Fans im Emirates Stadium erleben, wie schnell ein regulärer Europapokalabend eskalieren kann. Wie die tz berichtet, verhinderten Ordner zunächst das Aufspannen eines Zaunbanners – obwohl dieses zuvor offiziell vom FC Bayern mit dem Ordnungsdienst abgestimmt worden war. Gleichzeitig versuchten die Sicherheitskräfte, die Vorsänger von ihrem genehmigten Podest zu vertreiben.


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Für die Anhänger wirkte das wie eine gezielte Provokation. „Völlig unnötig“, sagten mehrere Augenzeugen, die betonen, dass sämtliche Abläufe und Fanmaterialien längst abgestimmt waren. Doch offenbar waren die Informationen entweder nicht an alle Ordner weitergegeben worden – oder wurden bewusst ignoriert.

Ein kurzes, aber intensives Gerangel zwischen Ordnern und Bayern-Fans folgte. Anstatt die Lage zu beruhigen, stellten sich wenig später rund 40 Sicherheitskräfte demonstrativ vor den Gästeblock. Der Eindruck einer Machtdemonstration verstärkte sich.

Video zeigt Polizeigewalt nach Abpfiff

Was danach geschah, übertraf jedoch alles, was die Münchner erwartet hatten. Beim Verlassen des Stadions wurde ein Teil der Bayern-Fans von der Londoner Polizei eingekesselt. Das nun veröffentlichte Video zeigt eindringlich, wie Beamte mit Schlägen, Drängen und abrupten Attacken gegen die Fans vorgingen – ohne erkennbaren Grund und ohne akute Gefahrensituation.

Mehrere Anhänger wurden verletzt, einige mussten laut Angaben aus der Fanszene im Krankenhaus behandelt werden. Es sind Szenen, welche die bittere Realität widerspiegeln, dass Auswärtsfahrten in der Champions League für viele Fans inzwischen ein erhebliches Risiko darstellen.

Christoph Freund fordert Aufklärung der Vorfälle

Bayerns Sportdirektor Christoph Freund reagierte am Freitag deutlich. Auch er zeigte sich schockiert vom Vorgehen der Polizei – und kündigte eine umfassende Aufarbeitung an: „Zu streiten ist nicht der Ansatz, aber diskutieren wollen wir“, sagte er auf der Pressekonferenz. „Auch in London gab es Szenen, die man nicht sehen will. Das wird aufgearbeitet von unseren Fan-Beauftragten.“

Freund unterstrich, wie wichtig ein enger Austausch zwischen Verein und Fans gerade bei internationalen Auswärtsspielen sei. Diese Abende sollen für die Anhänger zu den Höhepunkten der Saison gehören – nicht zu Gefahrensituationen, die im Krankenhaus enden. „Diese Highlight-Spiele in der Champions League sollen Positiverlebnisse sein. Wir sind im Austausch“, betonte der Sportdirektor.

Eines ist klar: Die Aufnahmen aus London werden Konsequenzen haben müssen – zumindest auf Klubebene. Ob die UEFA jedoch erneut wegschaut, wie schon in vergleichbaren Fällen, bleibt abzuwarten. Für die Bayern-Fans hinterlässt dieser Abend vor allem eines: einen weiteren Champions-League-Ausflug mit einem faden Beigeschmack.

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