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·15. März 2026

Popp trifft: VfL Wolfsburg festigt Platz zwei

Artikelbild: Popp trifft: VfL Wolfsburg festigt Platz zwei

Der VfL Wolfsburg hat am 20. Spieltag den zweiten Platz der Google Pixel Frauen-Bundesliga gefestigt. Das Team von Trainer Stephan Lerch setzte sich in einem umkämpften Topspiel gegen Bayer 04 Leverkusen 2:1 (1:0) durch und baute den Vorsprung vor dem neuen Tabellendritten TSG Hoffenheim wieder auf sechs Punkte aus.

Vor 2427 Zuschauer*innen im AOK Stadion trafen die frühere Leverkusenerin Janou Levels (5.) und die langjährige DFB-Kapitänin Alexandra Popp (77.), die am Tag zuvor ihren Wechsel zum Saisonende zu Borussia Dortmund bekanntgegeben hatte. Beide Tore bereitete Ex-Nationalspielerin Svenja Huth vor, die vor wenigen Tagen ihren Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hatte.


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Leverkusens Angreiferin Vanessa Fudalla (90.+3) verkürzte erst in der Nachspielzeit, übernahm aber mit ihrem 13. Saisontreffer die alleinige Führung in der Torjägerinnenliste. Für Bayer 04 war es die dritte Niederlage aus den zurückliegenden vier Begegnungen. Der Abstand zum dritten Rang, der noch zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigt, beträgt vier Punkte.

Janou Levels: "Besonderes Tor"

"Die drei Punkte waren wichtig, um den zweiten Platz zu untermauern", sagte Wolfsburgs Torschützin Janou Levels im Interview mit MagentaSport. "Es war ein besonderes Spiel und ein besonderes Tor für mich. Ich hatte in Leverkusen eine sehr schöne Zeit, habe dort viel gelernt. Dafür bin ich sehr dankbar." Svenja Huth erklärte: "Ich bin froh, dass ich dem Team helfen konnte. Unter dem Strich zählt aber nur der Sieg. Für uns geht es jetzt darum, in den zahlreichen Englischen Wochen in den Flow zu kommen und das Bestmögliche herauszuholen."

VfL-Trainer Stephan Lerch betonte: "Wir haben in der ersten Halbzeit versäumt, mehr Tore zu erzielen. Dadurch haben wir es am Ende unnötig spannend gemacht. Gerade nach unserem intensiven Pokalspiel gegen Frankfurt war es wichtig, erneut als Sieger vom Platz zu gehen und uns ein wenig abzusetzen. Das gibt uns Ruhe."

"Ich freue mich über meinen Treffer, aber leider hat das am Ende nichts gebracht", meinte Leverkusens Torjägerin Vanessa Fudalla im Gespräch mit MagentaSport. "Wir haben insgesamt ein gutes Spiel abgeliefert, uns aber in den entscheidenden Situationen nicht belohnt." Mittelfeldspielerin Sofie Zdebel sagte: "Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit das Spiel gemacht. Deshalb ist es sehr ärgerlich, mit leeren Händen dazustehen. Im Abschluss oder beim letzten Pass hat oft das Quäntchen Glück gefehlt."

Bayer-Trainer Roberto Pätzold analysierte: "Trotz der Niederlage können wir stolz auf die Leistung sein. Wir haben viel richtig gemacht. Nach dem Führungstor hat sich Wolfsburg auf das Kontern verlegt. Leider haben wir aus unserer Dominanz zu wenig Kapital geschlagen. Am Ende verlieren wir durch ein Traumtor und eine Standardsituation. Mindestens ein Punkt wäre verdient gewesen."

Kristin Kögel muss passen

Gegenüber dem Sieg im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Eintracht Frankfurt (1:0) nahm VfL-Cheftrainer Stephan Lerch drei Veränderungen in seiner Startelf vor. Die spätere Torschützin Janou Levels begann für Thea Bjelde, Justine Kielland für Lineth Beerensteyn und Kessya Bussy für Nationalspielerin Vivien Endemann. Verletzungsbedingt konnten Lena Lattwein und Sophia Kleinherne noch nicht eingesetzt werden.

Auf Seiten der Leverkusenerinnen kehrte Claudia Wenger nach überstandener Verletzung in den Kader zurück und lief auch sofort von Beginn an auf. Außerdem rückte Ruby Grant im Vergleich zur 0:1-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim vor der Länderspielpause neu ins Team. Das Duo ersetzte Kristin Kögel, die kurzfristig passen musste, und Juliette Vidal.

Weiterhin standen Estrella Merino Gonzalez und Caroline Kehrer (beide muskuläre Probleme) nicht zur Verfügung. Shen Menglu (Trainingsrückstand), Vanessa Haim (Aufbautraining nach Muskel-Sehnen-Verletzung), Charlotte Voll (Aufbautraining nach Schultereckgelenkssprengung), Louisa Remien (Aufbautraining nach Knieproblemen) und Kapitänin Friederike Repohl (Innenband-Teilriss) fielen weiterhin aus.

Rafaela Borggräfe hält stark

In der Anfangsphase hatten die Gäste aus dem Rheinland die erste gute Torgelegenheit. Nach einem Zuspiel von Vanessa Fudalla hatte ihre Sturmpartnerin Cornelia Kramer das 0:1 auf dem Fuß, scheiterte aber an der gut reagierenden Nationaltorhüterin Stina Johannes. Stattdessen legten nur wenig später die Wölfinnen sehenswert vor. Aus fast 25 Metern zog Linksverteidigerin Janou Levels ab und traf genau in den Winkel zum 1:0 (5.).

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hielt Bayer 04 die Partie zwar offen und erarbeitete sich auch viele Spielanteile. Die deutlich besseren Chancen hatte jedoch der VfL. So tauchten Kessya Bussy nach einem Steckpass von Justine Kielland und später auch Ella Peddemors nach Vorarbeit von Alexandra Popp jeweils frei vor dem Leverkusener Tor auf, konnten die glänzend reagierende Rafaela Borggräfe aber nicht überwinden. Kurz vor der Pause verfehlte Alexandra Popp den Kasten nach einem überlegten Rückpass von Kessya Bussy nur knapp.

Dagegen waren die weiteren Leverkusener Abschlüsse zu harmlos. Loreen Bender schoss deutlich über das Tor, Nationalspielerin Carlotta Wamser stellte ihre DFB-Kollegin Stina Johannes mit einem Flachschuss nicht vor Probleme. Daher ging es mit einer knappen Wolfsburger Führung in die Kabinen.

Alex Popp trifft per Kopf

Die zweite Halbzeit begann recht verhalten. Nach gut zehn Minuten schrammte Bayer 04 nur knapp am Ausgleich vorbei. Nach einem Ballgewinn sah U 23-Nationalspielerin Katharina Piljic, dass VfL-Torhüterin Stina Johannes weit vor ihrem Tor stand, und versuchte es mit einem Heber aus mehr als 40 Metern. Stina Johannes hatte keine Chance, an den Ball heranzukommen, die Kugel sprang aber hauchdünn am Pfosten vorbei.

Weitere gute Tormöglichkeiten der Gäste nutzten Vanessa Fudalla, die eingewechselte Valentina Mädl und erneut Katharina Piljic nicht. Das bestrafte der VfL Wolfsburg. Nach einem Eckball von Svenja Huth war Alexandra Popp mit dem Kopf zur Stelle und lenkte die Kugel zum 2:0 (77.) ins kurze Eck. Es war ihr elftes Saisontor. Vanessa Fudalla machte das Spiel mit einem wuchtigen Linksschuss von der Strafraumgrenze zum 2:1 (90.+3) noch einmal spannend. Der Ausgleich gelang aber nicht mehr.

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