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·12. Juni 2026
Präsident Jörn Stobbe macht eine klare Ansage zum Ausbau des Geißbockheims „Wir stehen jetzt nicht wie das Kaninchen vor der Schlange“

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Simon Bartsch
12 Juni, 2026
Es ist ein weiterer Rückschlag im Geißbockheim-Streit und es ist das nächste Kapitel der unendlichen Geschichte rund um den erhofften Ausbau. Bereits am Donnerstag hatte sich Geschäftsführer Philipp Türoff geäußert, nun sprach auch der Kölner Präsident Jörn Stobbe.

Geißbockheim-Gelände des 1. FC Köln
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Die Nachricht erwischte die FC-Verantwortlichen auf dem falschen Fuß. Kurz vor dem anberaumten Termin beim OVG Münster reichten Ausbaugegner ein neues Artenschutzgutachten ein — Tagfalter, Grashüpfer, Libellen. Das Gericht zog die Notbremse und setzte die Verhandlung kurzerhand ab. Geschäftsführer Philipp Türoff zeigte sich „fassungslos“. Beim FC dürfte man das Gutachten als taktische Verzögerung empfunden haben. Nach zwölf Jahren Streit um den Bebauungsplan ist das Thema nun einmal mehr vom Tisch – und das für Monate, vielleicht noch länger. FC-Präsident Jörn Stobbe machte in einer Medienrunde am Freitag unmissverständlich klar, dass der FC die Entscheidung aus Münster nicht mehr als Voraussetzung begreift. Das neue Nachwuchsleistungszentrum werde gebaut, der Spatenstich erfolge spätestens 2027. „Bisher war immer das Narrativ, dass wir erst die Plätze brauchen, um im Anschluss zu bauen. Das drehen wir jetzt um. Wir werden im Frühjahr 2027 mit dem Bau des Leistungszentrums beginnen. Und ich bin mir auch sicher, dass wir weitere Satellitenplätze in der Nähe des Geißbockheims bis dahin realisieren können“, so Stobbe.
„Wir stehen jetzt nicht wie das Kaninchen vor der Schlange, sondern werden aktiv. Wir bauen dieses wunderschöne Nachwuchsleistungs-Zentrum“, so der Präsident weiter. „Die Pläne dafür sind fertig die Baugenehmigung liegt vor. Und der Spatenstich erfolgt spätestens im Frühjahr 2027. Und ich traue mich auch zu sagen, dass wir dann auch auf jeden Fall zwei zusätzliche Trainingsplätze haben werden.“ starke Worte. Und nach zwölf Jahren vergeblicher Planung auch mutige. Der Plan sieht vor, das Leistungszentrum am Geißbockheim zu erbauen. Doch auch der Präsident machte klar, dass man keine Prozesse gewinnen wolle, man brauche Fußballplätze. Das hatte Geschäftsführer Philipp Türoff schon am Tag zuvor gesagt. Die Lösung sollen nach wie vor Satellitenplätze darstellen. Konkret im Gespräch sind unter anderem zwei Anlagen von Blau-Weiß Köln am Fort Deckstein.
Der FC würde sie umrüsten, modernisieren und für seine Nachwuchsteams nutzen. Das FC-Thema soll am 2. Juli auf die Tagesordnung der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause kommen. Für Stobbe ist die Sache klar. Für den Stadtrat noch nicht. Zur Umsetzung braucht der FC Mehrheiten für mindestens drei zusätzliche Satellitenplätze — denn durch den NLZ-Bau verliert er zunächst einen eigenen. Die Unterstützung von Oberbürgermeister Torsten Burmester und der SPD scheint sicher, doch andere Mehrheiten sind fraglich.
Bei den Satellitenplätze sei es besonders wichtig, dass „sie nahe und greifbar“ seien. Die beiden FC-Verantwortlichen erklärten, dass wenige hundert Meter mehr Anfahrt bereit den entscheidenden Unterschied machen können. Um die 30 Minibusse würden die Kinder zum Training fahren – und das aus dem gesamten Rheinland. Ein Transport zu weiter entfernten Plätzen sei einfach nicht realisierbar. „Die Uhr tickt, wir platzen aus allen Nähten. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die nötigen Plätze bekommen. Der Wille, den FC zu unterstützen, ist da — und wir werden alle damit überraschen, dass wir es hinkriegen“, sagte Stobbe. Wenn es nach dem FC geht, kommt in die Sache Ausbau des Geißbockheims nun endlich Bewegung – auch ohne Urteil aus Münster – vorerst.







































