Football Italia
·24. August 2026
Premier League: keine Wettwerbung auf Trikots – Italiens Klubs kassieren

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·24. August 2026

Wenn die Saison 2026/27 beginnt, wird kein Premier-League-Klub seine Spieler mehr mit einem Wettunternehmen auf der Vorderseite des Trikots aufs Feld schicken können. Es ist das erste Mal seit deutlich mehr als einem Jahrzehnt, dass das der Fall ist – und es ist kein Zufall.
Die Klubs selbst stimmten der Änderung bereits im April 2023 zu und gaben sich damit drei Spielzeiten Zeit, um Ersatz zu finden. Und offenbar haben nicht alle diese Zeit gut genutzt. Elf Klubs setzten in der vergangenen Saison weiterhin auf Wett-Sponsoren, und Chelsea, Nottingham Forest und Sunderland gingen ohne bestätigten Trikotsponsor auf der Vorderseite in die letzten Wochen der Saisonvorbereitung.

NOTTINGHAM, ENGLAND – 01. NOVEMBER: Nicolo Savona von Nottingham Forest feiert mit Teamkollege Callum Hudson-Odoi seinen zweiten Treffer der Mannschaft während des Premier-League-Spiels zwischen Nottingham Forest und Manchester United im City Ground am 01. November 2025 in Nottingham, England. (Foto von Molly Darlington/Getty Images)
Es wird davon ausgegangen, dass die Liga insgesamt durch das Verbot zwischen 80 Mio. Pfund und 100 Mio. Pfund pro Jahr an kommerziellen Einnahmen eingebüßt hat; West Ham hingegen war jahrelang mit Betway verbunden, wird die Veränderung aber kaum spüren, da der Klub am letzten Spieltag der vergangenen Saison abstieg und diese nun in der Championship beginnt, wo das Verbot derzeit nicht gilt.
Die offensichtlichen Schwierigkeiten von Chelsea haben weniger mit Glücksspiel zu tun als mit einer umfassenderen kommerziellen Neuausrichtung, aber der kleinere Pool verfügbarer Sponsoren hat sicherlich ebenfalls nicht geholfen.

MANCHESTER, ENGLAND – 23. AUGUST: Enzo Maresca, Trainer von Manchester City, applaudiert den Fans vor dem Premier-League-Spiel 2026/27 zwischen Manchester City und AFC Bournemouth im Etihad Stadium am 23. August 2026 in Manchester, England. (Foto von Michael Steele/Getty Images)
Italien verbot Glücksspielwerbung bereits 2018 vollständig mit dem Decreto Dignità, einem Gesetz, das deutlich strenger ist als alles, was die Premier League selbst eingeführt hat. Doch wie so oft in Italien nehmen die Serie-A-Klubs weiterhin Geld von Wettunternehmen – und offenbar eine Menge davon. Inter unterzeichnete 2024 einen Vierjahresvertrag mit Betsson im gemeldeten Wert von 30 Mio. Euro pro Saison und machte ihn damit sofort zum wertvollsten Trikotsponsoring der italienischen Liga. Die Vereinbarung läuft bis 2028.
Inter nutzte im Grunde eine Schlupfloch-Lösung über den Markennamen. Jetzt steht auf dem Inter-Trikot das Logo „Betsson Sport“, ein Unternehmen für Sportnachrichten und Statistiken, nicht das bekannte Betsson-Sportwettenportal selbst. Fiorentina trägt seit 2024 Betway Scores auf den Ärmeln, während Torino, Udinese und Cagliari allesamt bei Bet365Scores unterschrieben haben, und Parmas Vertrag mit AdmiralBet News umfasst auch Branding auf zwei Tribünen im Stadio Tardini.
In all diesen Fällen ist der Sponsor „technisch gesehen“ ein Informationsdienst – in Wirklichkeit ist es aber kaum etwas anderes, und genau das würden die Regulierungsbehörden im Vereinigten Königreich nicht durchgehen lassen.
Eine vom italienischen Glücksspielportal GiocoResponsabile veröffentlichte Analyse beziffert den Gesamtwert der wettbezogenen Sponsoringverträge in der Serie A auf rund 38,5 Mio. Euro pro Jahr, wobei Inter den Großteil davon ausmacht – und das ist ein sehr krasser Gegensatz zu dem, was in England passiert.

REGGIO NELL’EMILIA, ITALIEN – 01. APRIL: Das Logo „Keep Racism Out“ ist vor dem Serie-A-TIM-Spiel zwischen US Sassuolo und Udinese Calcio im Mapei Stadium – Citta’ del Tricolore am 01. April 2024 in Reggio nell’Emilia, Italien, zu sehen. (Foto von Emmanuele Ciancaglini/Getty Images)
Die Premier League hat freiwillig auf rund 80 Mio. Pfund pro Jahr an Einnahmen verzichtet, während der italienische Fußball – trotz des sogenannten „Werbeverbots“ – weiter abkassiert. Ironischerweise setzen sich italienische Klubs inzwischen sogar dafür ein, das Verbot ganz zu lockern, was Stadion-Namensrechte nach dem Vorbild des bet365 Stadium ermöglichen würde, wie Stoke City sie seit Jahren hat.
Ob englische Klubs diesen Ansatz irgendwann übernehmen, bleibt abzuwarten, aber es wird auch davon abhängen, wie schnell Ersatzsponsoren gefunden werden können – und wie viel Geld sie zu zahlen bereit sind.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.







































