Presse-Gegenwind für Pérez: „Er ist nicht mehr der, der er einmal war“ | OneFootball

Presse-Gegenwind für Pérez: „Er ist nicht mehr der, der er einmal war“ | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: REAL TOTAL

REAL TOTAL

·13. Mai 2026

Presse-Gegenwind für Pérez: „Er ist nicht mehr der, der er einmal war“

Artikelbild:Presse-Gegenwind für Pérez: „Er ist nicht mehr der, der er einmal war“
Artikelbild:Presse-Gegenwind für Pérez: „Er ist nicht mehr der, der er einmal war“

Titelblätter und Schlagzeilen nach dem Rundumschlag von Pérez gegen die Medien

„Er flüchtete sich in Verschwörungstheorien“

Die in der PK von Florentino Pérez besonders angegriffene Tageszeitung ABC (Madrid): „Der Präsident von Real Madrid bestätigte, dass er – wie sein Verein – die heikelste Phase seiner gesamten Amtszeit durchlebt. Die Pressekonferenz war notwendig. Real Madrid befindet sich in einer Krise enormen Ausmaßes. Dies liegt nicht nur an den sportlichen Misserfolgen – die bei Real Madrid nie eine Kleinigkeit sind –, sondern auch an dem internen Verfall, der in den letzten Monaten deutlich zutage getreten ist. Die Pflicht des Präsidenten war es, zu erscheinen und all das zu beantworten. Er musste erklären, was schiefgelaufen war, wie er es zu korrigieren gedenkt und welche Zukunft er bietet. Pérez widmete einen Großteil seiner Rede der Konstruktion imaginärer Feinde. Der größte Feind war diese Zeitung, der er 15 der 65 Minuten seiner Rede widmete. Besonders aufschlussreich war, dass er – unfähig, konkrete Beschwerden oder objektive Falschmeldungen dieser Zeitung zu benennen – seine Vorwürfe schließlich auf einen Stunden zuvor erschienenen Bericht reduzierte, der aus direkten Quellen eine Aussage aus seinem engsten Umfeld zitierte: ,Ich bin müde.‘ Nicht mehr. Keine Krankheiten, keine medizinischen Spekulationen, keine persönlichen Andeutungen. Pérez selbst hatte ausdrücklich erklärt, dass Gerüchte über seinen Gesundheitszustand kursierten. ABC tat dies nicht. Und das, weil es nicht darum ging, sondern um etwas viel Offensichtlicheres: die politische, institutionelle und sogar physische Erschöpfung eines Präsidenten, der jahrelang unter enormem Druck stand. Diese Erschöpfung war auch während der Pressekonferenz selbst deutlich spürbar. Nicht nur im Tonfall und Inhalt, sondern auch in der Schwierigkeit, die ihm dabei fiel, einen kohärenten Diskurs über die wahren Probleme des Vereins zu formulieren. Florentino Pérez hat eine der erfolgreichsten Phasen in der Geschichte von Real Madrid geprägt und niemand mit gesundem Menschenverstand kann das Ausmaß seiner Leistungen bestreiten. Genau deshalb war es so beunruhigend zu sehen, wie er sich in äußeren Beschwerden und journalistischen Verschwörungstheorien flüchtete und die Ursachen für Probleme im Außen suchte, deren Wurzel vor allem im Verein selbst liegt. Real Madrid bleibt eine der größten Sportinstitutionen der Welt und verdient eine Führung, die dieser Krise mit Besonnenheit, Selbstkritik und Klarheit begegnen kann. Wenn Florentino Pérez diesen Wiederaufbauprozess fortsetzen will, muss er zu der Führungsstärke zurückfinden, die er in seinen besten Jahren an den Tag legte und den Weg, den er gestern in Valdebebas eingeschlagen hat, verlassen. Real Madrid ist eine Institution, die von dieser Zeitung und ihren Lesern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wird. Genau deshalb werden wir weiterhin über alles berichten, was im Verein geschieht, selbst wenn es dem Präsidenten unangenehm ist. Auch wenn er beschlossen hat, das von seinem Vater vererbte Abonnement nicht mehr zu bezahlen.“


OneFootball Videos


... Dieser Artikel ist aktuell exklusiv für Abonnenten.Für alle anderen Leser wird er bald freigeschaltet.Jetzt direkt auf unserer Website lesen.

Impressum des Publishers ansehen