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·16. Juni 2026
Pressestimmen Iran – Neuseeland 2:2: so reagiert die internationale Presse auf das WM-Remis

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·16. Juni 2026

Iran und Neuseeland trennten sich beim WM-Auftakt in der Gruppe G mit 2:2, und kaum ein Spiel des Turniers wurde von der internationalen Presse so stark über das Sportliche hinaus eingeordnet. Im SoFi Stadium in Inglewood, wo sonst die Los Angeles Rams und die Los Angeles Chargers spielen, brachte Doppelpacker Elijah Just die Neuseeländer bei ihrer WM-Rückkehr in der 7. und in der 54. Minute zweimal in Führung, doch Iran antwortete jedes Mal, erst durch Ramin Rezaeian in der 32. Minute, dann durch Mohammad Mohebi in der 64. Minute, und rettete einen Punkt. Wie alle Tore fielen und wie sich die Partie entwickelte, steht in unserem Ergebnis-Artikel zum Spiel, an dieser Stelle bündeln wir, wie die Medien das Remis aufnahmen.

Iran-Verteidiger Shoja Khalilzadeh und Neuseelands Doppeltorschütze Elijah Just geben sich nach dem 2:2 im WM-Gruppenspiel der Gruppe G die Hand. Foto: Jamie Squire/Getty Images
Vorab in aller Offenheit, die Stimmenlage zu diesem Spiel ist rein international. Vier Medien aus England, Katar, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten waren für uns abrufbar, deutsche Quellen oder Reaktionen aus den sozialen Netzwerken lagen zu dieser frühen Begegnung nicht vor. Wir geben deshalb wieder, was diese vier geschrieben haben, und nicht mehr.
The Guardian rückte den enttäuschten Sieger der Herzen in den Mittelpunkt. Neuseelands Trainer Darren Bazeley wird mit den Worten zitiert, er sei „extrem stolz auf die Spieler“, im Original „I’m extremely proud of the players“. Die Redaktion hielt fest, dass Bazeley den Auftritt und die Vielzahl der Chancen lobte, zugleich aber bedauerte, dass die zweimalige Führung nicht zum ersten WM-Sieg der Inselnation reichte. Daneben notierte der Guardian, dass sich Irans Spieler über weite Strecken ganz auf den Fußball konzentrieren konnten, so wie es ihr Trainer Amir Ghalenoei angekündigt hatte.
Drei der vier Stimmen lasen das Spiel vor allem durch eine politische Brille. Al Jazeera stellte die Begegnung „im Schatten feindseliger Beziehungen“, im Original „under the cloud of hostile relations“, und verwies darauf, dass sie nur Stunden nach einem Abkommen zur Beendigung monatelanger Kampfhandlungen zwischen Iran und WM-Mitgastgeber USA angepfiffen wurde. The Hindu sprach von einer „politisch aufgeladenen WM“, die Iran hier eröffnete, im Original „Iran opened its politically charged World Cup“, und hob die Proteste iranischer Fans gegen die Regierung in Teheran auf den Rängen hervor. Beide Medien ordneten das sportliche Geschehen damit klar in den größeren Rahmen ein, ohne den die Partie aus ihrer Sicht nicht zu erzählen war.
The National wertete den Abend am sportlichsten von allen vieren. Das Blatt feierte die Begegnung als „eines der unterhaltsamsten Spiele der Gruppenphase bisher“, im Original „one of the most entertaining matches of the group phase so far“. Iran sah die Redaktion nach strapaziöser Anreise als verdienten Punktgewinner. Den prägenden Mann auf neuseeländischer Seite machte sie in Doppeltorschütze Elijah Just aus.
Über die Mannschaftsgrenzen hinweg waren sich die vier Medien in einem einig, das 2:2 war ein offenes, unterhaltsames Spiel, und Iran nahm den Punkt nach beschwerlicher Anreise verdient mit. Auseinander gingen die Blickwinkel beim Rahmen. Während The National die Begegnung fast ausschließlich als Fußballfest beschrieb und The Guardian den enttäuschten Bazeley und die Konzentration der Iraner auf den Sport in den Vordergrund stellte, lasen Al Jazeera und The Hindu denselben Abend zuerst politisch, von den feindseligen Beziehungen zu den USA bis zu den Fan-Protesten gegen die Regierung in Teheran.
Für Iran geht es am 21. Juni gegen Belgien weiter, Neuseeland trifft am 22. Juni auf Ägypten.







































