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·22. Mai 2026
Prominenter Tribünengast: Warum ein Rangers-Coach beim Sachsenpokal-Finale auftaucht

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In Zwickau steigt am Samstag das große Pokalfinale – und auf der Tribüne sitzt ein Coach von internationalem Format. Wenn der FSV Zwickau im Endspiel des Sachsenpokals auf Drittligist Erzgebirge Aue trifft, wird Rangers-Trainer Danny Röhl ganz genau hinschauen.
Für den Regionalligisten geht es um Historisches: Erstmals soll der Landespokal in die Vitrine des FSV wandern. Voraussetzung ist ein Sieg gegen Favorit Aue, der als Drittligist nicht nur höherklassig ist, sondern auch regelmäßig im DFB-Pokal vertreten war. Zwickau hat eine solide Saison gespielt, verpasste die absolute Spitzengruppe nur knapp und will sich nun über den Pokal belohnen.
Auf den Rängen bekommt der Klub dabei Unterstützung mit Symbolkraft: Danny Röhl, geboren in Zwickau und seit Oktober Cheftrainer der Glasgow Rangers, hat sich frühzeitig ein Ticket gesichert. Der 37-Jährige ist inzwischen wieder zahlendes Vereinsmitglied beim FSV und nutzt die Pokalpartie, um gemeinsam mit seiner Familie „sein“ Heimstadion als Fan zu erleben – ein bewusst entspanntes Kontrastprogramm zum Traineralltag.
Sportlich kommt Röhl aus einer intensiven Saison. Mit den Rangers mischte er lange im schottischen Titelrennen mit, musste sich aber in der Meisterrunde nach einer Negativserie geschlagen geben und landete am Ende auf Rang drei. Damit bleibt die Chance, sich über den Ligaplatz erneut für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren, doch im Sommer steht ein größerer Kaderumbau an. Rival Celtic zog mit der 56. Meisterschaft an den Rangers (55 Titel) vorbei – ein zusätzlicher Anreiz, sein Team für den nächsten Angriff zu rüsten.
Trotz seines Jobs in Glasgow behält Röhl die Entwicklung in seiner Heimat im Blick. Zwickau traut er im Finale durchaus eine Überraschung zu: Heimspiel, Derby-Charakter, Fans im Rücken – und ein Gegner aus Aue, der in dieser Saison auch nicht konstant überragte. Für den FSV bietet sich damit die vielleicht beste Gelegenheit, den ersten Landespokal der Vereinsneuzeit zu holen – mit einem prominenten Unterstützer, der ganz bewusst noch einmal Fußball in Sachsen aus Zuschauerperspektive genießen will.







































