Protest gegen den Videobeweis: Bayern-Fans starten VAR-Aufstand | OneFootball

Protest gegen den Videobeweis: Bayern-Fans starten VAR-Aufstand | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: FCBinside

FCBinside

·22. August 2026

Protest gegen den Videobeweis: Bayern-Fans starten VAR-Aufstand

Artikelbild:Protest gegen den Videobeweis: Bayern-Fans starten VAR-Aufstand

Der Videobeweis sorgt im deutschen Fußball weiterhin für Diskussionen – nun formiert sich auf den Rängen Widerstand. Die Südkurve des FC Bayern spricht sich gemeinsam mit weiteren Fanszenen deutlich gegen den VAR aus und setzt dabei auf eine gemeinsame Unterschriftenaktion.

Der Widerstand gegen den Videobeweis im deutschen Fußball nimmt weiter Fahrt auf. Diverse Fangruppen aus Deutschland fordern die Abschaffung des Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) in der Bundesliga und im DFB-Pokal. Wie die AZ berichtet, beteiligt sich auch die Südkurve des FC Bayern an der Initiative und ruft die Anhänger zur Unterstützung auf.


OneFootball Videos


Die Fanszenen sehen den Videobeweis als Eingriff in die ursprüngliche Form des Fußballs. Gerade die erste Runde des DFB-Pokals dient ihnen dabei als Beispiel dafür, wie der Sport aus ihrer Sicht aussehen sollte.

Fans fordern Abschaffung des VAR

„In der ersten Runde des DFB-Pokals, die jetzt beginnt, werden wir Fußball so erleben, wie er gespielt werden sollte: ohne VAR und damit authentisch, unmittelbar und voller Emotionen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Die Forderung fällt anschließend unmissverständlich aus: „Wir wollen dauerhaft zu diesem Zustand zurückkehren und fordern daher die Abschaffung des Video-Schiedsrichterassistenten im deutschen Fußball.“

Damit richtet sich der Protest nicht ausschließlich gegen einzelne Entscheidungen oder Fehlentwicklungen beim Einsatz des VAR. Die Fangruppen stellen das gesamte System infrage und wollen grundsätzlich wieder auf eine Spielleitung ohne Videoüberprüfung setzen.

Südkurve verbreitet Erklärung

Die Südkurve des FC Bayern hat die Erklärung per E-Mail an Anhänger verbreitet und dabei auch weitere Hintergründe zur Initiative geliefert. Demnach könnte der Protest aus den Kurven möglicherweise Unterstützung aus den Vereinen erhalten.

„Es gibt aktuell Gerüchte, dass einige Vereinsverantwortliche zunehmend unzufrieden mit dem VAR sind und sogar bereit wären, einen Antrag beim DFB einzureichen, die Videoüberprüfung komplett abzuschaffen oder zumindest ihren Einsatz deutlich einzuschränken“, heißt es in der Mitteilung.

Sollten Klubs tatsächlich entsprechende Schritte einleiten, wollen die Fans ihnen den Rücken stärken. Die Fangruppen möchten damit deutlich machen, dass eine Abschaffung oder zumindest eine deutliche Einschränkung des VAR auch von einem Teil der Anhängerschaft unterstützt wird.

Artikelbild:Protest gegen den Videobeweis: Bayern-Fans starten VAR-Aufstand

Foto: IMAGO

Auch Klubs äußern Kritik

Mit dem FC Augsburg hat sich zuletzt bereits ein Bundesligist öffentlich kritisch zum Videobeweis positioniert. Geschäftsführer Michael Ströll sprach sich gegen den aktuellen Einsatz des VAR aus und zeigt damit, dass die Diskussion längst nicht mehr ausschließlich innerhalb der Fanszenen geführt wird.

Die Südkurve geht derweil noch einen Schritt weiter und bietet den Empfängern ihrer E-Mail die Möglichkeit, die gemeinsame Erklärung zu unterzeichnen. Damit soll der Initiative zusätzliches Gewicht verliehen werden.

Ob die Kampagne tatsächlich Einfluss auf die Verantwortlichen beim DFB und die Bundesliga-Klubs nehmen kann, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Der Protest gegen den VAR bekommt eine immer größere Bühne – und auch die Bayern-Fans spielen dabei eine zentrale Rolle.

Impressum des Publishers ansehen