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·21. August 2026

Proteste angekündigt: Bundesliga-Klub will VAR abschaffen

Artikelbild:Proteste angekündigt: Bundesliga-Klub will VAR abschaffen

Vor den geplanten Protestaktionen zahlreicher Fanszenen im DFB-Pokal erhält die Bewegung nun prominente Unterstützung aus der Bundesliga.

Der FC Augsburg hat deutliche Kritik am Video Assistant Referee geäußert und stellt sogar dessen grundsätzliche Zukunft infrage. Augsburgs Geschäftsführer Michael Ströll kann die Kritik der Fans nach eigenen Worten nachvollziehen. Der Videobeweis sei ursprünglich eingeführt worden, um Fehlentscheidungen zu reduzieren und den Fußball gerechter zu machen. In der Praxis habe der VAR dieses Ziel jedoch aus Sicht des FCA nicht erreicht.


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„Wir können die Sichtweise der Fans nachvollziehen, weil wir dies in vielen Punkten ähnlich empfinden“, wird Ströll vom kicker zitiert. Statt Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen zu beenden, habe der Videobeweis häufig neue Diskussionen ausgelöst. Besonders kritisch sieht der Augsburger Geschäftsführer den Einfluss des VAR auf die Emotionen im Stadion. Für ihn gehe durch die langen Überprüfungen ein wichtiger Teil des Fußballs verloren.

Bundesliga ohne VAR? „Funktioniert nicht, wie es angedacht war“

„Die Emotionen bleiben auf der Strecke, wodurch der Grundgedanke dieses wunderbaren Spiels einen erheblichen Schaden nimmt“, erklärte Ströll. Der diskutierte Mehrwert stehe für den FC Augsburg nicht im Verhältnis zu den negativen Auswirkungen. Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem zahlreiche organisierte Fanszenen Protestaktionen gegen den Videobeweis angekündigt haben. In der ersten Runde des DFB-Pokals wollen Anhänger verschiedener Vereine auf die aus ihrer Sicht zunehmende Problematik des VAR aufmerksam machen.

In einem Aufruf, der in Fankreisen kursiert, heißt es, die erste Pokalrunde zeige den Fußball noch so, „wie er sein sollte: ohne VAR und damit authentisch, unmittelbar und voller Emotionen“. Die Forderung der Fans ist eindeutig: Der Video Assistant Referee soll aus dem deutschen Fußball verschwinden.

Der FC Augsburg geht mit seiner Kritik in eine ähnliche Richtung. Ströll betonte, dass die ursprüngliche Idee hinter dem VAR durchaus nachvollziehbar gewesen sei. Das Problem liege jedoch in der praktischen Umsetzung. „Der Grundgedanke zu Beginn war ein guter, aber die Umsetzung funktioniert seit neun Jahren nicht so, wie es sein sollte und angedacht war“, so der Geschäftsführer. Vor allem die weiterhin bestehenden Interpretationsspielräume seien aus seiner Sicht ein entscheidendes Problem.

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Foto: IMAGO

Während der ersten Runde des DFB-Pokals, in der die Proteste stattfinden sollen, kommt der VAR  nicht zum Einsatz. Der technische und finanzielle Aufwand ist für die kleineren Stadien und Vereine zu hoch. Ab dieser Saison wird der Videobeweis allerdings bereits ab der zweiten Runde eingesetzt. Bislang kam die Technologie im DFB-Pokal erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz.

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