Qual der Wahl vs. Frust und wenig Arbeitszeit: Wie verändern die Neuzugänge die Kaderstruktur des 1. FC Köln? | OneFootball

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·3. September 2026

Qual der Wahl vs. Frust und wenig Arbeitszeit: Wie verändern die Neuzugänge die Kaderstruktur des 1. FC Köln?

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Qual der Wahl vs. Frust und wenig Arbeitszeit: Wie verändern die Neuzugänge die Kaderstruktur des 1. FC Köln?

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Simon Bartsch

3 September, 2026

Lange herrschte ein deutliches Ungleichgewicht bei den Transferaktivitäten der Kölner. Auf der einen Seite stand ein gutes Dutzend Abgänge, auf der anderen lange Zeit nur eine Handvoll Zugänge. Das hat sich gerade in den letzten Tagen und Wochen verschoben beim 1. FC Köln: So verändern die Neuzugänge die Kaderstruktur.

An den Tagen rund um den Deadline Day hat das Kölner Transferkarussell noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen. Gerade mit den beiden Verpflichtungen von Mikey Moore und Borna Sosa haben die Kölner die letzten Mosaiksteinchen in ihrem Kader gefunden. Doch das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Kaderstruktur.

Thomas Kessler und René Wagner beim Testspiel des 1. FC Köln

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Eine Sache lag René Wagner dann noch besonders am Herzen. Eigentlich war die Pressekonferenz schon beendet, als sich der Kölner Trainer dann doch noch einmal das Wort erbat. Wagner grinste die Journalisten an und erklärte, er habe sich vor einigen Wochen zehn Neuverpflichtungen gewünscht – die hat Thomas Kessler seinem Cheftrainer präsentiert. Mit den beiden U21/Profi-Ergänzungsspieler Gil Neves und Martin James kommt der FC nun auf jene zehn Neuverpflichtungen. Und das zeigt Wirkung, wenn auch nicht im erhofften Ausmaß am Freitag beim Spiel gegen den VfB Stuttgart. Spieler, die sich Hoffnungen auf viel Einsatzzeit gemacht haben, sehen sich neuer Konkurrenz ausgesetzt. Der Kampf um die Startelf-Plätze wird noch einmal erhöht. Kurz vor dem Trainingslager noch hatte FC-Trainer René Wagner möglichen weiteren Abgängen einen vorsichtigen Riegel vorgeschoben. Und die aktuellen Spieler sollten sich jetzt beweisen, jeder würde die Chance erhalten, sich zu zeigen.

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Der Druck erhöht sich

Und doch bergen Neuverpflichtungen immer die Gefahr, auf der anderen Seite für unzufriedene Spieler zu sorgen. So dürften die Verpflichtungen von Reigan Heskey und Mikey Moore den Druck auf altgediente FC-Spieler wie Linton Maina oder Jan Thielmann deutlich erhöhen. Die Kölner Verantwortlichen werden nicht müde, zu betonen, dass der Sohn der Liverpool-Legende Emile Heskey erst einmal an die Profis herangeführt werden müsse. Doch der 18-Jährige ist sicherlich mit dem Anspruch an den Rhein gekommen, möglichst schnell möglichst viel zu spielen. Und der erste Eindruck im Testspiel gegen die Hertha war ein guter. Die Kölner haben „eins der größten Talente Europas“ sicherlich nicht ausschließlich als Bankdrücker verpflichtet. Das gilt erst recht für Moore, der ohne Kaufoption an den Rhein geholt wurde, Einsätze sind zwingend nötig. Und nun, wo Said El Mala sicher auch eine weitere Spielzeit beim FC spielt, wird der Druck auf die weiteren Offensivspieler groß. Der FC wollte eigentlich jede Position doppelt besetzt haben, die Außen sind mindestens dreifach besetzt.


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Thomas Kessler hatte mehrfach erklärt, dass es immer Spieler geben könne, die kurz vor Toresschluss eine andere Herausforderung suchen. Der Drops ist so gut wie gelutscht. Wenn, dann könnte es nur noch Wechsel zu ein paar wenigen Ligen geben, die Top-Spielklassen sind nicht dabei. Auch Luka Lochoshvili hat höht den Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung drastisch erhöht. Welche Qualität der Abwehrspieler mitbringt, zeigte er vor allem in den Testspielen, als er bei den eigenen Standards für Gefahr sorgte, diese aber bei den defensiven ruhenden Bällen unterband. „Locho“ hat die Qualität in der Innenverteidigung so erhöht, dass man nun bereit war, die jungen Talente Elias Bakatukanda und Julian Pauli noch abzugeben. Die beiden Spieler haben den FC noch um den Deadline Day verlassen – immerhin als Leihe.

Weitere Kaderveränderungen werden folgen

Auch von Paul Okon-Engstler versprechen sich die Kölner Verantwortlichen viel. Wagner lobte den Neuzugang als spielstarken Sechser mit Geschwindigkeit. Der Australier könnte sicherlich eine der Überraschungen der Saison werden. Könnte, ist aber nicht Muss. Seine Bundesligatauglichkeit muss der 21-Jährige sicher noch erst beweisen. So wie Ellyes Skhiri, der sich nun dem Konkurrenzkampf mit Tom Krauß und Isak Johannesson stellen muss. Platz ist sicherlich nicht für alle vier zentralen Mittelfeldspieler. Auf den beiden Wingback-Positionen gehen die Kölner aber einen anderen Weg – zumindest scheint es so. Denn es macht durchaus den Anschein, dass der FC sowohl einen offensiven als auch einen defensiven Außenverteidiger für die beiden Seiten geholt hat. Borna Sosa gilt als flankenstark, als Spieler mit Offensivdrang, während Mensah zuletzt eher durch seine defensive Arbeit auffiel.

Mit Martin James bekommen die Geißböcke zudem noch einen weiteren Torwart. Der 18-Jährige soll beim FC erste Profiluft schnuppern, möglicherweise mittelfristig zum Herausforderer von Marvin Schwäbe werden. Der ist natürlich nach wie vor unumstritten. Doch durch die Verpflichtung von James stehen René Wagner im Training nun wieder vier Torhüter zur Verfügung. Nun ist es an René Wagner, alle Spieler „bei der Stange zu halten“, wie der Coach während der Vorbereitung mal sagte. Denn während sich Thomas Kessler und Wagner über die Qual der Wahl des Trainers freuen, dürfte die Situation bei den betroffenen Spielern durchaus eine andere sein.


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