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·1. Juni 2026
Ralf Rangnicks schwerste Aufgabe: WM-Guide Österreich

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Mit großen Erwartungen und Hoffnungen reisen Ralf Rangnick und das österreichische Nationalteam in die USA. Nach 28 Jahren will das ÖFB-Team wieder aufzeigen.
Vor 28 Jahren nahm Österreich das letzte Mal an einer Weltmeisterschaft teil. Damals waren Namen wie Andreas Herzog, Didi Kühbauer, Roman Mählich, Peter Stöger, Toni Polster und Ivica Vastic im Aufgebot von Teamchef Herbert Prohaska zu lesen.
Nun ist die Durststrecke endlich beendet und eine neue Generation ist am Werk. Dabei will die Mannschaft von Ralf Rangnick unter Anführung von Marko Arnautovic und David Alaba für die nächsten Erfolgserlebnisse sorgen. Für das Duo ist es wohl das letzte Turnier, wobei insbesondere Alaba, der bei der EM vor zwei Jahren nicht dabei sein konnte, sich gebührend verabschieden will.
Für Spieler wie Konrad Laimer, Xaver Schlager, Nicolas Seiwald und Christoph Baumgartner ist die WM das bisherige Karrierehighlight in Rot-Weiß-Rot und auch die Einbürgerungen von Carney Chukwuemeka und Paul Wanner sind ein weiterer Grund zur Hoffnung . Beide gaben im März ihre Debüts, Chukwuemeka traf sogar nach Einwechslung beim Testspiel gegen Ghana.
Zwar erwischte Österreich mit Argentininen, Algerien und Jordanien eine schwierige Gruppe, doch in der Vergangenheit hat Rangnicks Truppe bereits gezeigt, dass man als Underdog gegen größere Gegner bestehen kann. Zur Euphorie trug auch die U17-WM im vergangenen November bei, bei der Österreich sensationell Vizeweltmeister wurde und auf dem Weg den ein oder anderen Favoriten eliminierte. Nun hofft man, dieses Wunder auch nur im Ansatz wiederholen zu können. Die Vorfreude, sich nach fast drei Jahrzehnten wieder auf der Weltbühne zu zeigen, könnte kaum größer sein.
Torhüter: Alexander Schlager (RB Salzburg), Patrick Pentz (Bröndby), Florian Wiegele (Viktoria Pilsen)
Abwehr: David Affengruber (Elche), Kevin Danso (Tottenham), Stefan Posch (Mainz 05), David Alaba (Real Madrid), Philipp Lienhart (Freiburg), Philipp Mwene (Mainz 05), Alexander Prass (Hoffenheim), Marco Frield (Werder Bremen), Michael Svoboda (Venezia)
Mittelfeld: Xaver Schlager (RB Leipzig), Nicolas Seiwald (RB Leipzig), Marcel Sabitzer (Borussia Dortmund), Florian Grillitsch (Braga), Carney Chukwuemeka (Borussia Dortmund), Romano Schmid (Werder Bremen), Christoph Baumgartner (RB Leipzig), Konrad Laimer (FC Bayern), Patrick Wimmer (Wolfsburg), Paul Wanner (PSV Eindhoven), Alessandro Schöpf (Wolfsberger AC)
Sturm: Marko Arnautovic (Roter Stern Belgrad), Michael Gregoritsch (Augsburg), Sasa Kalajdzic (Wolverhampton Wanderers)
Österreich gegen Jordanien, 17. Juni, 06:00 MESZ, Levi's Stadium, Santa Clara
Österreich gegen Argentinien, 22. Juni, 19:00 MESZ, AT&T Stadium, Arlington
Österreich gegen Algerien, 28. Juni, 04:00 MESZ, Arrowhead Stadium, Kansas City
Wie bereits erwähnt, erwischte Österreich keine leichte Gruppe. Der Auftakt gegen Jordanien ist jedoch ein sehr dankbarer und bietet die beste Gelegenheit, sich auf die WM einzustellen. Drei Punkte werden als Pflicht angesehen.
Dann kommt es zum Spitzenspiel gegen Argentinien, mit dem Österreich eine besondere Beziehung pflegt. Diego Maradona erzielte seinen einzigen Hattrick 1980 im Freundschaftsspiel gegen Österreich, sein Bruder Hugo spielte kurz für Rapid Wien. Argentinien ist der klare Favorit und eine Niederlage wäre nicht verwunderlich. Vielleicht heißt es aber auch nach diesem Spiel: Immer wieder, immer immer wieder, immer wieder Österreich!
Der Abschluss gegen Algerien ist für Österreich ein wahrer Härtetest. Als 29. steht das nordafrikanische Land nur fünf Plätze unter dem ÖFB-Team in der FIFA-Weltrangliste. Stünde man hier vor dem Spiel mit drei oder mehr Punkten da, wäre zumindest das Weiterkommen als einer der besten Dritten sehr wahrscheinlich. Die Abnutzung wird im letzten Gruppenspiel bereits etwas höher sein als zuvor. Es ist ein Spiel auf Augenhöhe, doch auch gegen Algerien ist ein Sieg Österreichs durchaus drin.
Mit sechs oder mehr Punkten ist der zweite Platz so gut wie fix, wodurch man auf den ersten aus Gruppe H treffen würde. Das wäre aller Voraussicht nach Spanien, gegen die Österreich keine gute Bilanz hat. Nichtsdestotrotz ist Träumen erlaubt und vielleicht sogar mehr drin.
Im Kader von Ralf Rangnick gibt es kaum Namen, die besonders hinausstechen. In der Abwesenheit von Arnautovic und Alaba hat sich eine enge Truppe geformt, deren Zusammenhalt sehr hoch ist. Würde man jedoch einen Spieler hervorheben wollen, könnte man Michael Gregoritsch, "Gregerl", nennen, der in Rot-Weiß-Rot viele wichtige Tore machte und sein Land auch WM schoss.







































