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·23. September 2026
Rangnick: ÖFB ohne Alaba, Arnautovic und Sabitzer – Greogoritsch als Kapitän

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·23. September 2026

Österreich startet mit einem stark veränderten Aufgebot in die Nations League. Ralf Rangnick muss auf mehrere prägende Kräfte verzichten und setzt zugleich auf Michael Gregoritsch als neuen Kapitän auf Zeit.
Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick spricht vor dem WM-Qualifikationsspiel zwischen Österreich und Bosnien-Herzegowina mit den Medien. Die Partie der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2026 fand am 18. November 2025 in Wien statt. Christian Hofer / Getty Images
DAZN überträgt Österreich gegen Israel am Donnerstag, 24. September 2026 ab 20.45 Uhr live im Stream. Im Free-TV läuft die Partie nicht, auch ARD, ZDF und RTL zeigen das Spiel nicht. Wer Österreich gegen Israel sehen will, braucht also ein DAZN-Abo.
David Alaba steht ohne Verein da und ist nicht einsatzfähig, Marko Arnautovic hat seine Laufbahn im Nationalteam beendet, Marcel Sabitzer nimmt eine Auszeit. Nach der enttäuschend verlaufenen WM beginnt für Ralf Rangnick und Österreich eine Phase der Neuausrichtung, in der der Teamchef schnell wieder Ergebnisse und den gewohnten Spielstil liefern soll.
INGLEWOOD, USA – 2. Juli 2026: David Alaba von Österreich vor dem WM-Spiel gegen Spanien im Los Angeles Stadium. (Foto: Florencia Tan Jun/Getty Images)
Marko Arnautovic schreibt Geschichte (Foto AFP)
Zum Auftakt der Nations League empfängt Österreich am Donnerstag um 20.45 Uhr Israel in Linz. Die Partie wird bei DAZN übertragen. Von den 27 nominierten Profis haben sechs bislang noch kein A-Länderspiel für die ÖFB-Auswahl bestritten. Neun Spieler gehörten bei der WM im Sommer nicht zum Kader.
Bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada war Österreich im Sechzehntelfinale am späteren Weltmeister Spanien gescheitert. Das Ausscheiden gegen den übermächtigen Gegner galt nicht als Blamage, die Vorstellung des Teams löste aber Zweifel aus. Rangnick nahm sich selbst in die Pflicht. Er habe „nicht genügend“ Einheiten angesetzt, „wo es richtig gescheppert hat.“
Marcel Sabitzer feiert das zweite Tor seiner Mannschaft im Gruppenspiel gegen Algerien im Kansas City Stadium. Foto: Charlotte Wilson/Getty Images
Auch bei der Gestaltung der freien Zeit will der 68-Jährige Konsequenzen ziehen. Zu viele Freiheiten seien rückblickend ein Fehler gewesen. „Das würde ich so nicht mehr machen.“ Rangnick verschärft nun den Kurs und erklärte bei Instagram anlässlich der Kadernominierung, seine Mannschaft wolle wieder den Fußball präsentieren, „für den wir in den letzten vier Jahren gestanden haben und für den wir auch gefürchtet waren.“
Der Österreichische Fußball-Bund hält trotz der WM-Enttäuschung an seinem Nationalcoach fest. Die Trennung von Sportdirektor Peter Schöttel vor rund zwei Wochen soll Medienberichten zufolge auch mit unterschiedlichen Auffassungen zwischen Schöttel und Rangnick zusammengehangen haben. Zugleich gerät der Teamchef selbst verstärkt in den Fokus.
Josef Pröll, Vorsitzender des ÖFB-Aufsichtsrats, bezeichnete Rangnicks „selbstkritische Analyse“ bei Sky als „notwendig und richtig und wichtig“. Entscheidend sei nun, „ob die Lehren aus dem, was vielleicht punktuell da war, gezogen sind und wurden“, sagte Pröll weiter. „An dem messe ich Mitarbeiter und auch mich selbst.“
Inmitten des personellen Umbruchs benötigt Rangnick einen neuen Spielführer. Michael Gregoritsch wird in den beiden Heimspielen gegen Israel und den Kosovo vorerst die Kapitänsbinde tragen. Das bestätigte der deutsche Chefcoach bei der Pressekonferenz in Windischgarsten einen Tag vor dem Duell mit Israel.
Für den Augsburg-Stürmer ist es eine Premiere. Gregoritsch absolvierte bislang 78 Länderspiele für Österreich, erzielte 24 Tore und bereitete acht weitere Treffer vor. Als Kapitän führte der 32-Jährige die A-Nationalmannschaft jedoch noch nie auf den Platz. „Das ist sehr schön“, sagte Gregoritsch. „Es hat mich sehr gefreut, als mir der Teamchef das gesagt hat. Es ist etwas Besonderes, diese Rolle ausfüllen zu dürfen.“
Michael Gregoritsch jubelt nach seinem Treffer zum 3:0 für den FC Augsburg im Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach in der WWK-Arena am 9. Mai 2026 in Augsburg. Leonhard Simon / Getty Images Europe via Getty Images
Neben Alaba, Arnautovic und Sabitzer fehlen aktuell auch Christoph Baumgartner von RB Leipzig wegen einer Verletzung sowie Konrad Laimer. Der Bayern-Profi laboriert an einer Adduktorenverletzung und fällt gegen Israel sowie den Kosovo aus. Für die Auswärtsspiele in Irland am 1. Oktober und im Kosovo am 4. Oktober könnte Laimer wieder eine Option werden. In diesem Fall würde er die Binde wohl von Gregoritsch übernehmen.
Nach dem Israel-Spiel trifft Österreich am Sonntag um 18 Uhr in Wien auf Kosovo, ebenfalls live bei kicker. Anfang Oktober folgen die beiden Auswärtsaufgaben gegen Irland und erneut Kosovo. Das Aufeinandertreffen mit Israel hat die UEFA wegen der politischen Lage als Hochrisikospiel eingestuft.
Rangnick sieht Gregoritsch aufgrund seiner Erfahrung als naheliegende Wahl. „Er hat die meisten Einsätze, die meiste Erfahrung und ist als Persönlichkeit dafür prädestiniert.“ Allerdings rechnet der Teamchef nicht damit, dass der Angreifer sämtliche vier Nations-League-Partien bestreiten wird. „Ich glaube nicht, dass ‚Gregerl‘ alle vier Matches durchspielen wird, also wird dann möglicherweise ein anderer Kapitän sein“, sagte Rangnick.
Gregoritsch kommt zudem eine wichtige Rolle bei der Eingliederung der neuen Akteure zu. „Aber ich bin lange dabei und konnte schon davor viel Verantwortung übernehmen“, erklärte er. Das Mannschaftsgefüge sei schon in der Vergangenheit stabil gewesen. „Wir hatten immer ein sehr gutes Teamgefüge, wo sich jeder eingebracht hat.“ Daran habe sich auch während der jüngsten Lehrgangstage nichts geändert. „Wenn man die Energie der gesamten Truppe gesehen hat, war nicht erkennbar, wer neu ist und wer nicht.“
Christoph Baumgartner von Österreich im Zweikampf mit Hyun-Seok Hong und Hyunjun Yang aus Südkorea beim Freundschaftsspiel zwischen Österreich und Südkorea am 31. März 2026 in Wien. (Christian Bruna / Getty Images Europe via Getty Images)
Für Romano Schmid, früher bei Werder Bremen aktiv, ist das neue Gesicht der Auswahl dennoch ungewohnt. Auch der angeschlagene Laimer, Baumgartner sowie die langjährigen Leistungsträger Alaba, Arnautovic und Sabitzer fehlen. „Ich kenne das Nationalteam nur mit ihnen“, sagte Schmid über die veränderte Hierarchie im ÖFB-Team.















